Varroawarnung 2010

  • Eine noch so sorgfältige Behandlung bringt nichts, wenn man in der Nachbarschaft Imker hat, die nichts tun oder fehlerhaft arbeiten.


    Auch wenn sich dies vielleicht weniger gut in eine Schlagzeile verpacken ließe, ich würde eher sagen, eine noch so sorgfältige Behandlung versetzt die eigenen Bienen zumindest in eine wesentlich bessere Ausgangssituation mit einer etwaigen Reinvasion besser klarzukommen, bevor diese Milben in einer Abschlussbehandlung dann auch erwischt werden. Und Behandlungen jenseits, v.a. früher üblicher, kurzer Stoßbehandlungen, decken eine längeren Zeitraum ab. In der Tat wäre es aber wünschenswert, wenn zumindest die Sommerbehandlungen der Imker abgesprochen und halbwegs koordiniert erfolgen.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Zitat

    in dem ich entsprechende Positionen und meine Mienung zu nichtbehandelnden Imkern deutlich vertrete.


    Da hast Du sicherlich wieder paar "Mienen" gelegt, hoffentlich trittste da nicht selbst mal rein ;-)


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Eine noch so sorgfältige Behandlung bringt nichts, wenn man in der Nachbarschaft Imker hat, die nichts tun oder fehlerhaft arbeiten. Eine Behandlung muß in einem Gebiet gleichzeitig erfolgen, sonst kommen durch den Austausch der Bienen untereinander, durch Räuberei u.ä. Milbenmengen zurück, die bereits behandelte Völker erneut belasten.



    Gruß, Klaus


    Man kann aber auch andersrum argumentieren: Eine noch so konsequente Nichtbehandlung und Selektion auf die Völker, die trotz Varroa überleben, bringt nichts, solange es Nachbarimker gibt, die behandeln und somit nichtangepassten Drohnen freien Lauf zur Vermehrung gibt.

  • ... sonst kommen durch den Austausch der Bienen untereinander, durch Räuberei u.ä. Milbenmengen zurück, die bereits behandelte Völker erneut belasten.


    Wenn das so ist, warum stellt man dann innerhalb eines Bienenstandes starke Unteschiede im Varroabefall fest? Möglicherweise dadurch, dass eigene Völker woanders räubern? Wie ist deine Erklärung? Gruß Ralph

  • Ist der Bienenkasten, dann vor dem Winter oder anch dem Winter leer?
    Und wer gibt dann freiwillig zu das es Völer aus dem Ausland waren die nicht standortangepasst waren und vllt einfach mit hiesiger Vegetation und Klimaanforderung nicht zurande kamen?
    Aber dennoch danke für die Warnung ich werde jetzt verstärkt ein Auge drauf werfen.

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris

  • Werr jetzt gefahrlos behandeln möchte: OS-Verdampfung ist auch bei diesem Wetter möglich.



    Richtig, hatte ich Mittwoch gemacht.
    Aber bitte nicht die Wiederholung vergessen.
    Da sind noch genug unter den Deckeln...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    wir haben heute den 17.07.
    Es ist noch nicht abgeschleudert.
    Warum wird jetzt schon behandelt ?
    Habt Ihr keine Winterbehandlung durchgeführt, Drohnen geschnitten und Ableger gebildet ?


    Warum ich keine Varroaverluste habe, das wird mir immer mehr klar.

  • Na da frag ich mich gerade, ob Du hier von Massentracht sprichst oder von WAS ?!
    Wenn ich so dran denke, was bis Ende Oktober, Anfang November noch alles an Bienenweide blüht und zum blühen kommt, da kann ich das nicht nachvollziehen oder liegt Bonn auf einem anderen Planeten ?!


    Sonnige Grüsse vom Schwarzwaldrand

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Morgen früh wird ab 8 Uhr im Domradio ein Gespräch mit mir ausgestrahlt, in dem ich entsprechende Positionen und meine Mienung zu nichtbehandelnden Imkern deutlich vertrete. Varroabedingtes Bienensterben liegt in der Alleinverantwortung der Imker. Gruß, Klaus


    Eine noch so sorgfältige Behandlung bringt nichts, wenn man in der Nachbarschaft Imker hat, die nichts tun oder fehlerhaft arbeiten. Eine Behandlung muß in einem Gebiet gleichzeitig erfolgen, sonst kommen durch den Austausch der Bienen untereinander, durch Räuberei u.ä. Milbenmengen zurück, die bereits behandelte Völker erneut belasten.
    Gruß, Klaus


    Moin Moin aus Hamburg ,
    also, wenn ich recht überlege , bin ich auch der Nachbar, vom Nachbar vom Nachbar ...
    Sind wir nicht alle irgendwo Nachbarn ?


    Insofern beginnt jetzt der richtige Zeitraum in unserer Region.


    Wenn das also so ist, müssen wir alle jetzt behandeln.
    Du solltest Deine Tipps also entweder so spezifizieren, das definiert ist ,wann ein Imker in Deinen Augen vom Behandler zum Nichtbehandler wird oder Du solltest Dich in Deinem Interview so klar positionieren, das alle Imker die nicht zeitgleich mit Dir behandeln, als Nichtbehandler ab gestraft gehören.
    Deine Einteilung in so schwammige Begriffe wie Region oder Nachbarschaft ist in meinen Augen genau so fehlerhaft wie Deine Einteilung der Imker in "Behandler und Nichtbehandler " in zeitlicher Abhängigkeit mit dem von Dir vorgegebenen Behandlungsmoment, der sich lediglich an dem Behandlungsbeginn Deiner Person orientiert und nicht an dem Milbenbefall in den Völkern und deren jeweiliger Trachtsituation und Prognose in deren Flugradius.
    Was bei Dir im Moment richtig zu sein scheint, kann innerhalb der erweiterten Nachbarschaft oder der Region falsch sein.
    Ist aber vielleicht nur meine pers. Meinung zu dem Thema. Vielleicht habe ich Dich ja aber auch nur falsch verstanden.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • ...Was bei Dir im Moment richtig zu sein scheint, kann innerhalb der erweiterten Nachbarschaft oder der Region falsch sein.


    Genau das macht die Abstimmung zur gleichzeitigen Behandlung ja so schwer.
    Selbst in der gleichen Region gibt es unterschiedliche Trachtsituationen.


    Ich hoffe, daß jeder Imker so vernünftig ist und sofort nach seiner Honigentnahme behandelt.
    Abstimmung mit seinem direkten Nachbarn wäre schon sinnvoll.
    Gleichzeitiger kräftiger Futterstoß und Fluglochverengung bei allen Völkern eines Standes verhindert dann noch weitgehend die Räuberei.
    Stichwort Räuberei: Das wird wohl bald hier Thema werden... :-(

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    vielleicht solltest Du das Gespräch mit dem Domradio führen :liebe002:
    Öffentlich ausgetragene Feindschaften werfen nie ein gutes Licht auf alle beteiligten. Der im Scheinwerferlicht stehende vermeintliche Held sieht die Reaktion derer die etwas abseits stehen nicht.
    Man kann ihm dieses nicht zum Vorwurf machen , den er wird ja geblendet.
    Am Ende eines jeden Feldzuges wurde immer miteinander geredet und später gegessen,getrunken und geliebt. Helden sterben einsam.


    Nachdenkliche Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)