Am 24.07.2010 geht es mit der Imkerei los

  • Hallo zusammen,


    in zwei Wochen bekomme ich meine Bienen. 5 Völker Carnika. Die Beuten habe ich jetzt bereits alle abgeholt. Alle Beuten bestehen aus drei Zargen. 2 x Brutraum und 1 x Honigraum.
    Und auch vom Werkzeug bzw. Kleidung habe ich alles zusammen.


    Es sind alles Holz Liebig Beuten mit Zander Rähmchen. Je 10 Stück pro Zarge.


    Meine Bienen werde ich pro Beute auf vollen 4 Waben bekommen + Königin.


    Nun meine Fragen:


    Wieviele Zargen sollte ich am aufbauen?
    Ab wann kann ich den Honigraum aufsetzen bzw. auf eine zweiten Brutraum erweitern?
    Wieviele Rähmchen sollte ich am Anfang mit in die zarge geben, direkt 10?
    Wie bekomme ich ohne Traffo oder sonstiges meine Mittelwände in die Rähmchen, bzw. wie bekomme ich den Draht heiß genung?
    Ich stelle immer zwei Beuten auf eine Europalette, mit der Rückseite stehen die Beuten an einer Lagerhalle. Ist das vom Aufbau ok?


    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.


    Wie kann man eigentlich Bilder einfügen. Würde dann noch Bilder der Beuten und vom Standort einfügen.



    Gruß


    Sebastian

  • Hallo Sebastian,
    die Zargen die für die Honigräume vorgesehen sind und die Zargen für die 2. Bruträume kannst Du getrost zunächst zur Seite stellen.
    Deine 4-Wabenableger logierst Du jeweils in einen Brutraum und erweiterst rechts und links mit Mittelwänden auf die volle Wabenzahl der Zarge. Futterzarge drauf oder wenn nicht vorhanden 2 BR leer mit einem Futtergeschirr und flüssig füttern. Flugloch eng stellen - Räubergefahr.
    Mittelwände ohne Trafo ist eine "Murkserei". Also sieh zu, dass Du Dir einen Trafo ausleihen kannst. Der Ablegerlieferant kann Dir hoffentlich aushelfen.
    Dein Standort ist aus der Ferne sicher schwer zu beurteilen. Aber mit dem Rücken zur Wand ist wie im richtigen Leben sicher nicht das schlechteste. Ausflugrichtung?
     
    Zum Bildereinstellen gibt es hier im Forum das Logo Spendierbiene - siehe "Forum unterstützen" Button in der oberen Reihe neben "Imkermarkt".
     
    Viel Erfolg und Ableger füttern nicht vergessen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ertsmal Danke die ersten Fragen sind geklärt und die nächsten schon da.


    Also das Flugloch würde nach Süden zeigen. Müsste doch ok sein. habe mal irgendwo gelesen, das es mir der Richtung eh nicht so wichtig sein soll. selber kann ich das natürlich nicht beurteilen.


    wegen dem trafo muss ich mich mal umschauen. Mal schauen ob am wochenende hier irgenwo Trödel ist. Was muss das für einer sein?


    Also ein Futtergeschir habe ich nicht. Würde ich auch ungern noch 5 mal anschaffen. Meim Budget ist am Ende und meine Frau erwürgt mich...


    Kann ich das Futter selber herstellen? Falls ja wie und kann ich es in normale schalen in die obere Beute stellen? Sollte ich die Schale auf das Abspergitter stellen oder direkt auf die Zargen?


    wieso und wielange muss ich eigentlich zufüttern. ich dachte bei diesem Wetter bzw. Jahreszeit wäre es nicht nötig


    Gruß


    Sebastian

  • Hallo Sebastian,
    mit Mittelwänden zu erweitern ist bei der Völkergröße in dieser Jahreszeit sehr gewagt; meist bauen solche kleinen Völker in dieser Jahreszeit schlecht. Die Königin muss sich jetzt sofort ausbreiten können, damit die Völker Einwinterungsstärke erreichen. Versuche unbedingt, ausgebaute Leerwaben zu bekommen und zwar so viele, dass die Brutraumzargen damit gefüllt werden können.
    Außerdem: Beschaffe dir Futter, am besten Futterteig, z.B. Apifondia. Die Völker werden wahrscheinlich jetzt zu wenig finden, benötigen aber viel für eine zügige Entwicklung. Falls du keinen Futterteig auftreiben kannst, ist auch eine Flüssigfütterung sinnvoll, am Anfang einen größeren Schluck (2kg Zucker) und dann kleinere Portionen (0,5kg Zucker täglich) zur Vortäuschung einer Tracht. Keinen trocken Zucker! Überwache, dass das Brutnest nicht von allen Seiten mit Futter zugemacht wird.
    Enge das Flugloch auf ca. 2cm ein, das reicht für diese Völker. Bei weitem Flugloch riskierst du, dass deine Völker durch einen anderen Bienenstand ausgeraubt werden. Es ist Räubereizeit!
    Setze die Völker an den Rand der Beute und fülle auf der anderen Seite die Zarge komplett mit Leerwaben. Die Bienen nehmen sich den Platz, den sie brauchen.
    Die Aufstellung der Beuten ist ok.
    Der Honigraum und die 2. Brutraumzarge sind etwas für das nächste Jahr. Du kannst im Frühjahr eine Mittelwandzarge untersetzen. Wenn die obere Zarge im Frühjahr stark genug besetzt ist, nehmen die Bienen die untere Zarge in Besitz und bauen sie aus. Für jetzt ist das nichts.
    Gruß Ralph

  • Hi Basti,


    gib denen erst einen kräftigen Futterstoß: Zucker 3 : Wasser 2.
    Ich füttere derzeit mit Futterteig.
    Der wird nicht so schnell abgelutscht und verhindert (hoffentlich) das Verhonigen des Brutnestes.
    Diese Woche bekomme ich noch Ableger.
    Die setze ich auf 2 Zargen Mittelwände (habe keine ausgebauten mehr).
    Vielleicht hält der Herbst, was der Sommer verspricht... Dann bauen die noch aus.
    Einengen kann ich später immer noch.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich stelle immer zwei Beuten auf eine Europalette, mit der Rückseite stehen die Beuten an einer Lagerhalle. Ist das vom Aufbau ok? Sebastian


    Moin , Moin aus Hamburg ,
    ich weiß, ist vielleicht spießig aber : Abstand zur Wand beachten.:oops:
    Du solltest zumindest den Platz haben, das Du eine Zarge mit Abstand zur Wand hinter Dich stellen kannst oder 2 Mann mit Zarge in der Mitte nebeneinander gehen können.
    Die Paletten sollten auch gerade stehen.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Also ausgebaute Leerwaben werde ich nicht bekommen können, das muss auch so klappen. Das wären ja immerhin 100 - 200 Stück. Hoffe ich.


    Zur Wand nach hinten kann ich auch etwas Luft lassen so 50 - 100 cm werde ich da schon lassen.


    Also ist dieses Jahr nur noch das Ziel das Volk stark genug für den Winter zu bekommen?


    wie schnell sollten die Bienen eigentlich bauen, bzw. wann sollte die erste Zarge ausgebaut sein? Gibt es da so einen Richtwert?


    Und nochwas, wie kann ich jetzt zufüttern ohne geschirr etc. also nur das was man so im haushalt findet.


    Gruß


    Seb

  • Hallo Sebastian,
    herzlich willkommen und Gratulation zu den bald eintreffenden Bienen!


    Als immernoch Anfängerin (hab letztes Jahr angefangen) rate ich Dir: such Dir einen Paten/ Mentor / Bienenvater! So jemand ist nicht in Gold aufzuwiegen, Du kannst Dir da erst mal das meiste leihen, oder angucken, und er wird Dich sicher vor fundamentalen Fehlern schützen.


    Ich habe meine ersten Mittelwände mit einem "Einrädelrädchen" sozusagen eingelötet. Kostet ca 10€ (ist aus Messing), das stellst du in heißes Wasser und fährst damit den Draht in die Mittelwand. Und für den Anfang brauchst du ja nicht 200 Stück sondern 5x6 Stück, denn 4 Waben hast Du schon, du musst ja nur noch die Kiste (Eine Zarge) auffüllen. Das hast Du in längstens einer Stunde gemacht.
    Oder du lässt 2 Rähmchen weg und stellst als improvisiertes Futtergeschirr ein aufgeschnittenes Tetrapack mit Schwimmhilfe in den übrigen Platz. Dahinein fütterst Du kleine Mengen (wie bereits gesagt wurde um Tracht vorzutäuschen) Zuckerwasser 1:1. (Flugloch klein!) Somit hast Du das Futtergeschirr gespart. Aber nur fürs Erste :-)


    Viel Freude und viel Glück!
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hallo Sebastian,


    die Fütterung erfolgt in aufgeschnittenen Tetrapacks -> gute Beschreibungen unter http://www.adiz-online.de (server ist grade down :-( , findest Du bestimmt

    "Sag mir Deine ehrliche persönliche Meinung, ich werde sie respektieren, auch wenn sie mir nicht gefällt"

  • Hallo Sebastian,
    ich habe auch erst vor drei Monaten angefangen (kommt mir vor wie eine kleine Ewigkeit, so spannend waren diese Monate).
    Ich benutze zum Löten einen uralten Märklin-Trafo. Aber bei der gegenwärtigen Hitze drücke ich die Mittelwände mit Daumen und Zeigefinger einfach auf die Rahmen.
    Ich wünsche Dir, dass Du genauso viel Freude mit Deinen Bienen hast wie ich. Leider wirst Du in diesem Jahr keinen Honig mehr ernten können.
    Viele Grüße
    inge93

  • Aber bei der gegenwärtigen Hitze drücke ich die Mittelwände mit Daumen und Zeigefinger einfach auf die Rahmen. inge93


    :p_flower01: Herzlichen Glückwunsch Inge :p_flower01: Mit 93 noch solche Hitze dass das so funktioniert :wink:
    Respekt !


    Scherzliche Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Wozu brauchst du 100-200 Stück? Ich rechne: 5 Völker x (10 Waben - 4 Waben) = 30 Waben. Ich kann dir das nur empfehlen.
    @ Also ist diesesJahr ... Meiner Meinung nach nicht mit Mittelwänden. Dazu sind die Völker zu schwach.
    @Wie schnell sollten ... Das ist nicht bestimmbar. Im Frühjahr kein Problem, jetzt schon.
    @Und nochwas... Ein Glas, einen Teller, eine Leerzarge. Das Glas mit Zuckerlösung füllen und umgekehrt auf den Teller stellen. Das Ganze in einer Leerzarge auf die oberen Wabenträger.
    Noch eine Anmerkung: Da du den Varroastatus der Völker nicht kennst, musst du ziemlich kurz nachdem du die Völker erhalten hast eine Varroabehandlung durchführen. Da deine Völker keine Brutstörung verkraften werden, musst du Brut schädigenden Methoden wie Ameisensäure meiden. Es gibt sehr wirksamee Methoden, die die Brut nicht schädigen, die aber nicht zugelassen sind. Deshalb werde ich sie dir nicht empfehlen. Es gibt aber auch andere Methoden, die die Brut nicht schädigen und eine Zulassung haben. Leider kann ich dich da mangels Erfahrung nicht beraten. Mir scheinen Thymolpräparate geeignet. Informiere dich im Forum.
    Zum Schluss eine Frage: Was bedeutet "Meine Bienen werde ich pro Beute auf vollen 4 Waben bekommen + Königin." ?
    Sind das 4 besetzte Waben mit einer Königin zum Einweiseln oder ist schon eine legende Königin in den Kleinvölkern drin?
    Gruß Ralph