Bienenstich....

  • mich hat vorgestern zum ersten mal eine von meinen mädels gestochen, anfangs hat es ca. 5 min gebrannt, und es gab einen kleinen roten fleck...


    ca. 4 stunden später fing die stelle am ellenbogen plötzlich an anzuschwillen, so das ich gestern abend mit einem kleinen knie am arm in krankenhaus gefahren bin.


    im kh wurde ich mit cortison und fenistil behandelt, mit der option das wenn es nicht besser wird, die entzündete stelle wegen abszessbildung operiert werden muss.


    ist meine reaktion normal, bin ich allergisch, oder hatte ich einfach nur pech ?


    hilfe, ich mag meine bienis doch, auch wenn sie momentan bei dem wetter etwas übellaunig sind......

  • Ich find´s normal.
    In meinen beiden ersten Imkerjahren hatte ich immer nach einem Stich heftig geschwollene und juckende Arme, Hände, Finger etc..
    Mach Dir Quarkwickel um Deinen Arm und lass Dich nicht von den Krankenschwestern verrückt machen....:wink:
    Und nimm Dir Zwiebeln mit auf den Stand....beim nächsten Stich aufgeschnittene Zwiebel drauf, und die Schwellung wird nicht so heftig.


    Wenn Du natürlich leicht hypochondrisch veranlagt bist, solltest Du zur Beruhigung einen Allergietest machen lassen.....:lol:


    Herzliche Grüße
    Regina, bekennende Hypochonderin :wink:


    P.S. Meinen "Leidensgenossen" empfehle ich wärmstens das Buch von Dennis DiClaudio, "Der kleine Hypochonder" .....:daumen: :cool:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)


  • ca. 4 stunden später fing die stelle am ellenbogen plötzlich an anzuschwillen, so das ich gestern abend mit einem kleinen knie am arm in krankenhaus gefahren bin.


    Das verzögerte Anschwellen beobachte ich bei mir auch so - die Schwellung ist bei mir das unangenehmste an Stichen. Je nach Stelle schmerzt das dann auch, offensichtlich drückt die Schwellung kräftig auf das umliegende Gewebe. Einen Tag später juckt es und dann ist der Stich auch schon wieder vergessen :daumen:
    Ich habe den Eindruck, dass bei mir im jetzt fünften Jahr mit Bienen (mit insgesamt < 25 Stichen, meistens wegen eigener Blödheit) die Schwellungen geringer bleiben. Ich hatte dieses Jahr bisher drei Stiche und die waren alle problemlos.
    Gute Besserung
    Klaus

  • rahmjoghurt


    Ich fände es toll, wenn Du Dein Profil noch etwas ausfüllen würdest....


    Viele Grüße
    Regina, die gerade überlegt, ob Joghurt männlich oder weiblich ist...:lol:


    "Der" Joghurt?


    Obwohl.... "DER" Drohn behauptet, er wäre weiblich....:cool:

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  • ist meine reaktion normal, bin ich allergisch, oder hatte ich einfach nur pech ? ...........


    Moin , Moin aus Hamburg ,
    da würde ich mir zunächst einmal nicht so viele Sorgen machen. Ich hatte auch die ersten Jahre Finger und Arme die wie "aufgeblasene Gummihandschuhe" aussahen.
    Es handelt sich um eine ganz Reaktion. Der Körper will eben alles möglichst groß haben.
    Das ist eigentlich genau wie hier im Forum zu schreiben. :wink:Du versuchst konsequent alles klein zu schreiben und schon kommt die Reaktion das einzelne Buchstaben auch groß geschrieben werden sollten. Wie noch dem Stich. Da schwillt eben auch nicht alles an, es bleibt aber auch nicht alles klein. Laß es beim schreiben geschehen und Du wird die körperlichen Reaktionen auch in den Griff bekommen.
    Gute Besserung und viel Erfolg mit den Bienen


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Moin!


    Bei mir hamm se gute Laune, oder sind vom Sammeln einfach *fertig*.


    Allergiereaktionen laufen anders ab. Schwellung, auch starke, Stunden nach nem Stich sind kein Indiz dafür. Schau mal ganz unten in den Forumsseiten, es gibt eine extra Rubrik für.


    Das Krankenhaus dramatisiert erst mal. Bist halt jetzt ein Kunde, der gemolken wird. Gedanken in Richtung Absicherung und Haftung mögen auch eine Rolle spielen. Die gehen mit diesen speziellen Geschichten sehr undifferenziert um, geben oft sogar recht fragwürdige Ratschläge. (Meist: " Hören Sie mit dem Imkern auf, das wird nach jedem Stich schlimmer, das kann schon beim nächsten Stich zum Tod führen.") Ärzte halten sich da eher noch zurück, aber langjähriges Pflegepersonal muss anscheinendoft von möglichst dramatischen Ereignissen erzählen.


    Nachdem *ich* anfänglich nach Stichen (ca. 3 Monaten Imkerei und in Summe vielleicht 20-30 Stiche) ausser dem Stichschmerz keinerlei Reaktionen hatte, und ich mich schon als Imkerheld fühlte (Maximal Rötung so groß wie ein Euro- Stück), hats mich nach mehrfachen Stichen in den Kopf innerhalb von 10 Minuten umgehauen. So sieht eher eine Allergie aus. Manche reagieren noch heftiger, da kann nach 1/2- 1 Minute das Licht aus sein.
    Bei mir war es lt. Allergologischen Untersuchungen keine Allergie, sondern eine direkte toxische Reaktion.
    Allerdings reagiere ich jetzt anders als anfänglich . Nach dem Stich nach ca. 10 Min. Unwohlsein, manchmal schwitzen (Zeichen für Blutdruckabfall). Schwellung baut sich langsam auf, ist am zweiten Tag am stärksten, hält noch einen Tag an und ist dann weg, evtl. noch paar tage Jucken. So ähnlich beschreiben es viele Imker, die nicht absolut stichfest sind. Richtige Abzesse aus einem Bienenstich sind wohl sehr selten, weil Bienen anders als Wespen nicht auf irgendwelchem vergammelten Gelumpe rumkrabbeln. Es sei denn, das Gekratze des Imkers an der Stichstelle führt zur Infektion.


    Das Bienengift ist ein ganz harter Cocktail. Verschiedenste Stoffe, hochwirksamer Mix.


    Allergieuntersuchung solltest Du übrigens nach frühestens 6, besser 8 Wochen stichfreier Zeit machen lassen. Ich habe irgendwas um die 150€ dafür bezahlt. Blutuntersuchung, Prick- Test.


    In Übrigen "hat" man Allergien nicht, man erwirbt sie. Kontakt mit dem Allergen ist natürlich dafür Vorraussetzung, Imker haben deshalb beste Karten, zu den Allergikern zu gehören. Aber auch beste Karten, wenns um Immunisierung geht. Irgendwo *unten* hab ich da mal eine amerikanische Studie dazu gelesen.


    Lange Rede, gar kein Sinn: Eine Schwellung der Stichstelle, auch eine starke, ist kein Indiz für eine Allergie (auch wenn das Viele gern so hätten).


    Zeichen für Allergiereaktionen sind: Schwellungen kurz nach Stich an anderen Körperstellen (bes. Hals/ Gesicht), Nesselsucht, Atemnot, Kreislaufprobleme, Bewusstseinstrübung bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischem Schock.


    Bei solchen Geschichten Allergie abklären lassen von Fachleuten.


    Am besten die Sache beobachten, nicht dramatisieren. Gegen die Schwellung sollen helfen die Hausmittelchen Zwiebel, Essig, Kernseife (wenig Wirkung bei mir). Dann Kühlen. Gegen kleinere Beschwerden Richtung Kreislauf helfen: Fenistil (überdosiert scheint nicht zu schaden, mal mit dem Arzt reden) und Calziumtabletten (danke an Sabi(e)ne). Ich komme jetzt im allgemeinen mit ner Calziumtablette in einem Glas Wasser aus, wenn mir wiedermal die Schweissperlen auf die Stirn treten, kommt das fenistil dazu... Ich hoffe, es funktioniert weiterhin so und wird hoffentlich besser.


    Gruss
    hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Die Schwellung ist normal, das hat nichts mit Allergie zu tun.


    Wenn es sich entzündet oder eitert, dann ist Schmutz in die Einstichstelle gelangt, normal sollte das nicht mehr als ein kleines Pickelchen sein. In extremen und äußerst seltenen Fällen kann es aber auch zur Blutvergiftung führen. Liegt wohlgemerkt nicht am Gift oder Stich selber sondern am Schmutz. Bei Wespenstichen kommt es öfters vor als bei Bienen.


  • Zeichen für Allergiereaktionen sind: Schwellungen kurz nach Stich an anderen Körperstellen (bes. Hals/ Gesicht), Nesselsucht, Atemnot, Kreislaufprobleme, Bewusstseinstrübung bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischem Schock.



    Laut Aussage eines Arztes ist bereits Juckreiz nach einem Bienenstich eine allergische Reaktion, wenngleich auch eine relativ unbedeutende.

  • ...und vergesst nie das alte Imkerlied
    (sorry, nicht für Allergiker :p_flower01: )


    "...beim ersten Mal tut´s noch weh,
    beim zweiten Mal nicht mehr so sehr,
    und heut´weiß ich, daran stirbt man nicht mehr..."


    [I](und das, wo ich gestern auch einen Stich kassiert habe,
    den ich so stark das letzte Mal vor 3 Jahren gespürt habe :oops:
    - vielleicht sind sie ja durch die Linde besonders "giftig")
    [/I]

  • ..[I]
    - vielleicht sind sie ja durch die Linde besonders "giftig")
    [/I]


    Hallo Barbara,
    oder Du warst selbst nicht so gut drauf...und reagierst deshalb schmerzempfindlicher.


    Viele Grüße
    Regina


    P.S. So weit ich weiß, ist die Giftkonzentration bei zwei bis drei Wochen alten Arbeiterinnen am höchsten. Also lasst Euch nur von jungen Bienen stechen....:wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Ich wollte ihnen doch "nur mal eben" das Flugloch weiter aufmachen,
    weil bei der Hitze ein groß Teil der Truppe draußen vor der Tür rumgammelte -
    offenbar habe ich dabei die entschlossenste Torwächterin erwischt...
    (und natürlich war ich bei der Hitze auch nicht gut drauf :mad: )

  • Danke für die vielen aufbauenden Postings.....da bin ich doch gleich viel beruhigter ;-)


    ... sorry fürs kleinschreiben, geht aber einfach schneller....


    P.S.: Heute hat mich noch keins von den kleinen Monstern gestochen, uuuuund, mein Ableger hat endlichfrische Brut ;-)