Abends auf dem Warré-Anflugbrett

  • Hallo Allerseits,


    als Neuwarréanerin wollt ich Euch mal einen typischen Abendanblick bei meinem stärkeren Volk - Naturschwarm vom 2.6., in der Beute seit 5.6., Pollen wird seit 7.6. eingetragen - zeigen.
    Die Beutenwand zeigt nach Westen, die Warré ist von 11:00 bis ca 17:00 beschattet. Das Foto ist um 19:15 gemacht.
    So ab 17:00 ist da immer Stau am Anflugbrett, ohnehin sehr viel Flugbetrieb, Pollenschleppen wie verrückt bis in den frühen Nachmittag. Ab heute spätestens müsste rechnerisch die erste Brut schlüpfen und heute war besonders viel Stau und viele Bienen auch auf der Beutenwand und so wie zu sehen am Brett, jedoch keine Bärte. Eben um 23:00 noch einige im Flugloch. Viel Putz und Fütterungsverhalten. Keine Räubereizeichen.


    Heute zeigte sich, dass die obere voll ausgebaut ist. In der unteren Bautrauben an den OTs hängen aber noch nichts sichtbar begonnen ist und auch die Wände fast voll besetzt waren mit Bienen. Die Waben der oberen Zarge (schwer) sind voll mit Honig und Brut, teils die oberen Ränder verdeckelt. Habe aber nur gekippt, keine gezogen. Die Wabengassen und Waben sind maximal voll besetzt.
    Hier herrscht sehr gute Tracht. Futter 1:1 intressiert sie gar nicht. Ich wüßte auch nicht, wo das noch hin soll....:wink: (warum bauen die nicht schneller?)


    Ist den Mädels zu eng oder sind das bloß "Klimamaßnahmen" mit Fächeln aus der Beute raus?
    Ich habe bzgl Vorlagern herumgelesen, das paßt nicht so wirklich.


    Was sagen die Erfahrenen?


    Danke im Voraus!


    Sonnengrüße


    Marionimkerforum.de/attachment/1311/imkerforum.de/attachment/1312/

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin Moin,


    Dankeeee!


    Also doch die Klimakolonne, die den anderen im Weg ist:wink:


    Das hatte ich mir zwar gedacht aber man ist eben ohne Erfahrung unsicher.


    Schönen sonnigen Tag wünscht


    beetic

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Beetic,


    stell' Dir das Gewicht der einen Zarge mal vier vor....und dann werfe einen Blick auf die Verschraubung deines Ständerwerks :wink: Soweit ich das sehen kann auf den Bildern, könnte eine weitere Verstärkung nicht schaden.


    Ich empfehle, unter dem Kantholz jeweils noch eine Schraube reinzudrehen. So dass das Kantholz auf der Schraube sitzt. So werden auch Leiterstufen von Holzleitern gegen Verdrehen gesichert (allerdings mit Nägeln, die auch noch umgeschlagen werden). Durch das Holz selbst würde ich keine Schraube mehr drehen.


    Nach der Sommersonnenwende werden die Bienen im Stabilbau nur weiterbauen, wenn sie genügend Bienenmasse aufbauen können. Da sie die Waben aber vollgetragen haben, könnte es sein, dass sie auf einer Zarge überwintern. Eventuell helfen in diesem Fall Anfangsstreifen aus Wachs an den Oberträgern der unteren leeren Zarge. Falls noch nicht vorhanden, würde ich die untere leere Zarge jetzt damit ausstatten. Einfach eine leere Zarge damit ausstatten und dann mit der jetzigen tauschen. Aber auch nur dann, wenn sie nicht schon in der zweiten Zarge bauen.


    Weiterhin viel Freude mit deinen Bienen!


    Bernhard

  • Hallo Bernhard!


    Und Danke, der Hinweis könnte Berechtigung haben:wink:
    Wird geschraubt auf jeden Fall!


    Die OTs der unteren Zarge haben schon Anfangsstreifen gehabt.


    Ich wundere mich ein bisschen, dass so ein starker Schwarm bei guter Tracht und doch nun auslaufender Brut nicht flotter ausbaut. Sie haben abends auch immer für 1-2 Std ein Futterangebot 1:1 bekommen, das wird aber fast nicht angenommen.
    Oben ist wie gesagt eigentlich kein Platz mehr zum Stiften gewesen und Bienen reichlich, dass nicht alle auf die ausgebauten Waben passen.


    Aber jetzt werden einmal Zellen wieder frei und andererseits gibt`s neue Baubienen, bei weiterem sonstigen Angebot wird wohl Zarge Nr zwei in Angriff genommen, denk ich mir mal so.


    Spannend, dass die Bienen eben nicht immer das tun, was man sich so denkt und auch nicht mitgelesen haben...:lol:


    Von daher hab ich jetzt schon viel Spaß an den Bienen...


    Grüße!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    im Stabilbau und in bestimmten Trachtsituationen macht sich die Sommersonnenwende am 21. Juni jeden Jahres bemerkbar. Wenn die Bienen vor der Sommersonnenwende gern und willig bauen, schalten sie "meiner Meinung nach" dann in den Wintermodus, wo es mehr um die Sicherung des Bestandes geht - als um die Entwicklung und Ausbau desselben.


    Das mag in Rähmchenbeuten völlig anders sein, weil dort durch die verschiedenen Manipulationen einige Regelmechanismen umgangen werden.


    Viele Grüße


    Bernhard