Von DNM Segerberger auf Dadant US

  • Hier im Forum gibt es schon einige Tipps, aber ich wollte nur noch schnell meine Freude teilen.
    Seit dem ich mich entschlossen habe, das System zu ändern, hab ich diesen Tag entgegen gefiebert
    und da kann man so schlecht still halten.
    Nun kurz, wie ich von Segerberg DNM auf Dadant US wechsle.


    Am Samstag hab ich aus meinem Wirtschaftsvolk einen Kunstschwarm gebildet. Einfach
    (wobei das natürlich eine längere Sache war) die Königin gesucht und in einem Iltis gefangen.
    Diesen habe ich in die neue Dadantbeute gehängt. Etwas Futterteig auf den Boden der Beute
    und dann von 6-7 vollbesetzten Brutwaben die Bienen in die Beute eingeschlagen. Schön mit
    Wasser besprüht, so blieben sie auch ruhig. Bei dieser Hitze, waren die Bienen aber doch schon
    schnell wieder trocken :)


    Danach hab ich die Beute in die Garage, kühl und ruhig stehen lassen. Also für alle die keinen Keller
    haben, ein anderer kühler Ort geht auch. Keller hätte ich auch gehabt, wollte mir aber die Schlepperei
    mit der Beute ersparen.


    Heute hab ich ihn dann an den alten Standort des Volks gestellt. Das alte Volk habe ich ca. 1,5m einfach
    leicht schräg daneben gestellt.


    Dann Rähmchen mit Mittelwänden gegeben. Die hatten in den zwei Tagen schon ordentlich Naturbau
    betrieben. Die Königin mit Futterteigverschluss in die Wabengasse gehängt und nun werde ich warten.


    Die Flugbienen schafften es sogar in der ersten halben Stunde die "alte" Beute wieder zu finden. Sie
    flogen erst um die neue Beute und entschieden sich immer in kleinen Gruppen wieder in die alte zu fliegen.
    Komisch... Aber nach ca. 1h war auch das vorbei und keine einzige Biene flog mehr in die alte Beute.


    Da ich in der zweiten Segerberger Beute partout nicht die Königin finden konnte, werde ich das am Mittwoch
    versuchen und dann den zweiten Kunstschwarm bilden.


    Die auslaufende Brut in den Beuten wird dann nach und nach auf die Kunstschwärme verteilt, bis alle drüben
    sind. Das sollte ca. in 3 Wochen der Fall sein.


    LG


    Dominik


  • Hallo Dominik ,hättes Dir den ganzen Zirkus mit Garage usw. sparen können .Einfach Volk verstellen ,neuen Kasten mit Mittelwänden am alten Platz stellen mit Mittelwänden auffüllen .Königin suchen , sichern unter Futterteigverschluss einhängen und Bienenbrutwaben abschlagen.
    Die abgeschüttelten Brutwaben wieder in die alte Beute geben und stehen lassen . Darauf achten das noch genügend Bienen in der alten Beute sind die die Brutwaben bebrüten können . Im wöchentlichen Abstand mit Oxalsäure behandeln. Und nach der Behandlung wieder einige Waben in einen Eimer abschlagen und vor die jeweilige Beute kippen ( Abends ) .


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hey Josef,
    hey Dominik,


    ich hab noch eine (wie ich finde!) einfachere Variante, die auch bereits erfolgreich durchgeführt wurde: Ersten Teil so wie Josef gesagt hat. Königin käfigen und in mit MW bestückten Brutraum hängen. Honigwaben abfegen. 2. Zarge mit Absperrgitter oben rauf setzen. An die Brutwarben werden nun mit wenigen Handgriffen zwei Bügel gemacht. Ich nehme etwas Blumendraht und einen Zahnstocher oder Nagel. Die so präparierte Wabe kann dann einfach zwischen zwei MW gehängt werden. Nach 21 Tagen alte DN-Warben raus nehmen, schleudern oder ausfressen lassen. Vorteil: weniger Arbeit und das Volk bleibt als Einheit erhalten. ( hmm... dann nenn ich aber fairerweise auch noch den Nachteil: bei starkem Varroabefall gibt es nicht die Möglichkeit von brutfreier Behandlung). Die Methode funzt auf jeden Fall beim Umsiedeln von DN auf Zander; bleibt letztlich an Dir, wie Du es machst.


    LG und viel Spass
    Jon

  • Hey Josef,
    hey Dominik,


    ich hab noch eine (wie ich finde!) einfachere Variante, die auch bereits erfolgreich durchgeführt wurde: Ersten Teil so wie Josef gesagt hat. Königin käfigen und in mit MW bestückten Brutraum hängen. Honigwaben abfegen. 2. Zarge mit Absperrgitter oben rauf setzen. An die Brutwarben werden nun mit wenigen Handgriffen zwei Bügel gemacht. Ich nehme etwas Blumendraht und einen Zahnstocher oder Nagel. Die so präparierte Wabe kann dann einfach zwischen zwei MW gehängt werden. Nach 21 Tagen alte DN-Warben raus nehmen, schleudern oder ausfressen lassen. Vorteil: weniger Arbeit und das Volk bleibt als Einheit erhalten. ( hmm... dann nenn ich aber fairerweise auch noch den Nachteil: bei starkem Varroabefall gibt es nicht die Möglichkeit von brutfreier Behandlung). Die Methode funzt auf jeden Fall beim Umsiedeln von DN auf Zander; bleibt letztlich an Dir, wie Du es machst.


    LG und viel Spass
    Jon


     
    Hallo Jon , von DN auf Dadant US wird hier umgestellt . Dabei sollte auf jeden Fall eine Varroa Behandlung stattfinden egal ob starker Befall oder nicht .Und Honig sollte aus Brutwaben auch nicht geschleudert werden !


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hi Josef,


    US Dadant ist doch größer als DN, oder? Also wäre es doch ein Equivalent zu Zander. Ich schleudern auch keine Brutwarben; stell die einfach höher und lass sie ausfressen. Ob eine Varroabehandlung statt finden sollte, finde ich sollte von Fall zu Fall entschieden werde. Wenn es fast keinen Befall gibt (damit mein ich, bei einzargigen Völkern jetzt im Juni/Juli weniger als 1 Milbe/Tag) finde ich nicht, dass man unbedingt behandeln muss und die Bienen eine Säurebehandlung aussetzen muss. Letztlich beleibt die Entscheidung jedem Imker selber überlassen.


    Lieben Gruß zurück
    Jon

  • ... Dabei sollte auf jeden Fall eine Varroa Behandlung stattfinden egal ob starker Befall oder nicht ...

    Bitte auch jeden 4. November eine Gripostatkur machen und WickMediNight trinken, egal ob Grippe oder nicht. :roll: Und bitte Wadenwickel um Weihnachten rum, egal ob Fieber oder nicht. :daumen: Und nach dem Skiurlaub trägt man Gipsbein ... :roll:


    Eine Idee von Martin Thore, einem alten Hasen aus dem IV Grimma und Umgebung:


    1. Vormittags oder vor wenigsten 4 Stunden Bienenflug alle Bienen (also sicher auch die Königin, in einen Eimer kehren und in die neue Beute am neuen Platze schütten. Dabei Leerwaben aus dem Segeberger entfernen.
    Was wird passieren: Die Flugbienen fliegen zur Brut und wärmen diese. Die Königin fliegt nicht. Schlüpfende Bienen versorgen die noch vorhandene offene Brut. Nachschaffung beginnt. Die Jungbienen bleiben und beginnen zu bauen.
    2. Am übernächsten Tag morgens oder nächsten Tage abends Dadantkiste an den Platz der Segeberger stellen und die Segeberger oben drauf.
    Was wird passieren: Die Flugbienen verstärken nun wieder das weiselrichtige Volk.
    3. Am Tag 9 oben in der Segeberger Zellen brechen und Bienen dazu vor die Dadantbeute stoßen.
    Was wird passieren: Jungbienen laufen unten ein und untertützen Brutpflege und Bautätigkeit. Ältere fliegen nach oben und wärmen.
    4. Am Tag 25 (Drohnen!) alle Waben oben gnadenlos vor die Kiste fegen und abräumen. Die sollten dann brutfrei sein.
    Was wird passieren: Du wirst die ganze Zeit unten in die Dadantkiste gucken wollen und das nicht können, weil die Segeberger drauf steht. Das wird Dich ganz mürbe machen aber den Bienen gut tun. :wink: Du hast deshalb unten für ausreichend Futter im Fütterer oder eine Tasche gesorgt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @all danke für die vielen Tipps! Man lernt nie aus. Gerade wenn man etwas Neues macht, hört man Ratschläge gerne.


    Henry
    diese Lösung hab ich dann doch nicht genommen. Da ich nicht immer auf den Tag genau sagen kann, wann ich bei den Bienen bin.


    @Josef (derbocholter)
    genau so hab ich es dann gemacht. Das zweite Volk ist auch umgesetzt und nun sieht es bei mir folgend aus.


    Die Königin wurde aus dem zweiten Volk wieder in einen Iltis gesetzt und mit Futterteig verschlossen in die Dadant Beute zwischen den Rähmchen geklemmt. Hinzu wurden die Bienen von 7 Brutwaben abgefegt. Die Kiste habe ich sofort an den alten Standort gestellt, die Flugbienen umschwärmten die schicke neue Kiste.
    Das alte Volk ohne Königin habe ich dann mit einem Absperrgitter und einer Zeitung auf meinen 1-Zargen-Ableger gesetzt. Ich möchte nächste Woche aus diesem Ableger auch einen Kunstschwarm gewinnen und ihn in eine weitere Beute einschlagen, die ich aber leider noch nicht habe... (Manchmal braucht Qualität eben seine Zeit). Oben habe ich den Adam-Fütterer gesetzt und 1:1 Zuckerwasser aufgefüllt. (so einfaches Füttern macht wirklich Freude)
    Das erste Segeberger-Volk wird nun Ende der Woche komplett vor das Flugloch der Dadant-Beute gefegt. Damit ist diese Umstellung dann hoffentlich abgeschlossen.


    LG


    Dominik

  • So zwei Segeberger Beuten sind nun komplett leer. Der Ableger hat
    die noch restliche Brut aufgenommen und ist nun das stärkste Volk
    auf dem Stand :)
    Die beiden Dadant Völker haben sich super entwickelt. Beide Köni-
    ginnen legen, der Mittelwandausbau ist sehr gut fortgeschritten.
    7-8 Waben von 11 angebotenen. Mal sehen ob sie es bis Ende Au-
    gust noch alles ausbauen.


    Beim Abfegen des letzten Volkes konnte man jedoch sehr gut be-
    merken, dass nun die trachtlose Zeit begonnen hat.


    Sofort beflogen Bienen die leergefegten Waben und rochen an
    der Zarge. Aber nach 20 min war auch dieser Spuk vorbei, als
    ich alle Waben entfernt und die Segeberge Zargen weggeschafft
    hatte.



    Insgesamt ist es doch ein wenig Arbeit, zwei Völker von Segeberger
    auf Dadant umzusiedeln. Da zeigt sich, dass 22 Waben doch recht
    arbeitsintensiv sind. Ich habe für die Erstellung des Kunstschwarms
    insgesamt ca. 45min pro Volk gebraucht. Wenn ich alle Arbeitsschritte
    zusammenzähle.
    Beim ersten Volk hab ich die Bienen Schritt für Schritt in die Beute
    gefegt, was auch noch mal jeweils ca. 15min gedauert hat.
    So hab ich sicherlich für das Umsetzen 2h insgesamt gebraucht.
    Natürlich auf mehrere Tage verteilt. Trotzdem hat es sich gelohnt und
    es gab keine Einbußen beim Honigertrag. Würde ich also jedem wieder
    so empfehlen, wenn er Segeberger auf Dadant umsetzen möchte.


    LG


    Der Bien


    Dominik

  • Das nächste Update:
    Die beiden Kunstschwärme haben sich prächtig entwickelt. Ich habe
    beide Völker immer mal wieder mit dem Adam-Fütterer gefüttert.
    Das haben sie sehr gut angenommen und bis heute haben sie auch von
    11 angebotenen Waben alle ausgebaut. Die Beuten platzen vor Bienen,
    die Königinnen, die alle schon in Eilage waren, konnten mit dem Futter-
    angebot und dem großen Platz, schnell ein großes Brutnest aufziehen.
    Mal sehen wie die Volksentwicklung in einem Monat ist, dann schau ich
    das letzte Mal in die Kisten. So werde ich jetzt in einer Woche den letz-
    ten Rest auffüttern.


    Den letzten Segeberger Ableger musste ich leider auf Grund von Zeit-
    mangel nun doch erst mal belassen. Nächstes Jahr wird dieser dafür
    im Mai als Kunstschwarm in Dadant umgesetzt, wie oben beschrieben.
    Er ist immer noch das stärkste Volk, mal sehen wie lange noch.


    LG


    Der Bien

  • Hallo zusammen ,


    bin auch am umstellen von DNM auf Dadant , weis aber nicht ob ich die Dadantwaben mit Pilzköpfen ( Abstanshalter ) oder Dadant mit
    Hoffmannsabstant nehmen soll .


    Wie ist eure Erfahrung , oder was ist besser .


    Stocki


  •  
    Hallo Stocki.
    Da die Dadant Rähmchen ca.27-28 mm breit sind würde ich 7 mm Pilzköpfe nehmen .Hoffmann Seitenteile wirken wie ein Schild und werden auch zu sehr verkittet .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wie ist eure Erfahrung , oder was ist besser.

    Ich habe beides am Laufen allerdings die Pilzköpfe erst seit diesem Jahr und bin jetzt schon der Meinung dass die Hoffmannseitenteile alle raus fliegen. Man kann mit Pilzköpfen einfach keine Bienen mehr zerquetschen und schaben muss man auch nciht mehr so viel.
    Allerdings bin ich noch nicht gewandert und da sollen die Hoffmannseitenteile wirklich gut sein habe ich mir sagen lassen.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich habe beides am Laufen allerdings die Pilzköpfe erst seit diesem Jahr und bin jetzt schon der Meinung dass die Hoffmannseitenteile alle raus fliegen. Man kann mit Pilzköpfen einfach keine Bienen mehr zerquetschen und schaben muss man auch nciht mehr so viel.
    .


    dito, werde keine Hoffmannteile mehr kaufen.


    -Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)