Was ist eine Losnummer?

  • Hallo, ich fange gerade mit der Imkerei an. Bei den Honigglasetiketten die man so sieht ist mir die Losnummer aufgefallen. Ich habe schon gegoogelt und herausbekommen, daß damit die Abfüllung nachvollzogen werden kann. Aber wie erstellt man so eine Losnummer? Muß ich die beantragen? Kann ich mir eine Zahlen- und Buchstabenkombination selber ausdenken?

  • Hallo,


    abgefüllter Honig wird nach Los-Kennzeichnungs-Verordnung als Fertigpackung betrachtet und wäre mit der Kennzeichnung des Loses (z.B. eine bestimmte Schleuderung) zu versehen.
    Zunächst ist wichtig - Du mußt keine Losnummer vergeben, wenn Du das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) mit Tag, Monat und Jahr versiehst. Die Zahlen-/Buchstabenkombination, die Du verwendest, ist Dir freigestellt - Du mußt anhand der Bezeichnung nur das ursprüngliche Los ermitteln können. Einzige Vorgabe ist, die Losnummer mit L zu beginnen, sofern sie sich nicht deutlich genug von den anderen Angaben auf dem Etikett abhebt. Die Losnummer muß auch nicht im gleichen Sichtfeld wie Verkehrsbezeichnung, Füllmengenangabe und MHD erscheinen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Selbermachen. Sie sollte mit "L" anfangen und danach Deinem eigenen System folgen. Wichtig ist, daß exakt nachvollzogen werden kann, welcher Honig da im Glas ist. Dazu gehört eine Rückstellprobe bei Dir im Schrank und eine "Buchführung" was, wann, wo unter welcher Losnummer und mit welchem MHD abgefüllt wurde.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Grundsätzlich immer eine Rückstellprobe nehmen, von allem was Du selber herstellst.
    Zu Deiner eigenen Sicherheit.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo !


    Hallo, ich fange gerade mit der Imkerei an. Bei den Honigglasetiketten die man so sieht ist mir die Losnummer aufgefallen. Ich habe schon gegoogelt und herausbekommen, daß damit die Abfüllung nachvollzogen werden kann. Aber wie erstellt man so eine Losnummer? Muß ich die beantragen? Kann ich mir eine Zahlen- und Buchstabenkombination selber ausdenken?


     
    Google hat Dir dann ja auch die
    Los-Kennzeichnungs-Verordnung gezeigt !
    Das steht eigentlich alles drin.


    Wir halten uns an Ausnahme-Tatbestand 5.


    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    ich kämpfe immer noch mit meinem Perfektionierunswahn bezüglich der Rückstellnummern und Losnummern. Wie genau wird das eigentlich genommen ? Hat überhaupt schon jemals einer diesbezüglich eine Kontrolle gehabt ?


    Da ich meinen Honig in 20KG Gebinden lagere , müsste ich je Gebinde eine Rückstellprobe für 2 Jahr machen. Das würde beispielsweise bedeuten, das ich je 40 Gläser eine eigene Losnummer vergeben müsste. Bei (mal angenommen) 700 KG Honig im Jahr wären das ca. 70 Rückstellproben für die Dauer des MHD.
    Das ist ja dann schon eine ganz schöne Menge. Hat jemand eine Ahnung ob die Rückstellprobe in der Menge der Menge des Abgabegebindes entsprechen muß oder andersherum gefragt: Wie groß muß die Rückstellmenge mindestens sein (gibt es Staffelungen? )
    Am Liebsten würde ich nämlich nur ein Glas je Jahr und Standort zurückstellen, da ja die Produktionsbedingungen "gleich" sind.


    Man, wat ist dat blos fürn ..........


    Verzweifelte Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hat überhaupt schon jemals einer diesbezüglich eine Kontrolle gehabt ?


    'ne Rückstellprobe wollte der Amtmann noch nie sehen. [Und das, obwohl er 2x im Jahr nach dem Rechten in meiner Imkerei vorbei schaut.]. Ich denke, dass wird erst interessant, wenn es Beanstandungen des Honigs gibt.
     

    Da ich meinen Honig in 20KG Gebinden lagere , müsste ich je Gebinde eine Rückstellprobe für 2 Jahr machen. Das würde beispielsweise bedeuten, das ich je 40 Gläser eine eigene Losnummer vergeben müsste. Bei (mal angenommen) 700 KG Honig im Jahr wären das ca. 70 Rückstellproben für die Dauer des MHD.


     
    Äh.... ich gehe davon aus, dass du an einem Wochenende den Standort A und an anderen Tagen den Standort B schleuderst. Gleicher Standort und gleiches Datum sind bei mir eine Charge. Egal wieviele Hobbocks oder Abfüllkübel ich fülle. Denn aller Honig ist an ein oder zwei Tagen durch die gleiche Schleuder und die gleichen Siebe etc. gelaufen.
     

    Das ist ja dann schon eine ganz schöne Menge. Hat jemand eine Ahnung ob die Rückstellprobe in der Menge der Menge des Abgabegebindes entsprechen muß...


    Soweit ich weiß, ein Glas pro Charge (=Losnummer).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo,


    eine Rückstellprobe pro Losnummer ist das, was mir bekannt ist. Diese muß nicht 500g umfassen, sondern (bürokratisch-schwammig ^^) ausreichend bemessen sein, um die erforderlichen Beprobungen zuzulassen. (Übersetzung: 100-200g sollten genügen)
    Die zweite Probe würde nur Deiner eigenen Sicherheit dienen, wenn Du ein Untersuchungsergebnis durch eine weitere Untersuchung verifizieren lassen wollen würdest.


    Robert


    P.S. Bei mir ist immer ein 40kg-Hobbock ein Los, das ist vertretbar.

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • ...Gleicher Standort und gleiches Datum sind bei mir eine Charge.


    Hallo Daniel, so mache ich es auch.
    Du kannst es aber noch vereinfachen:


    Du kannst mehrere gleiche (z.B.Raps-)Honige von verschiedenen Standorten zusammenschütten. Auch von verschiedenen Tagen.
    Dann hast Du auch wieder eine Charge.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    geht leider nicht , da die Honige alle total anders sind, obwohl die Völker direkt nebeneinander stehen.


    Liebe Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hmm...? Also wenn ich hier am Stand Robinie habe, haben sie alle Robinie.
    Nur ganz am Anfang des Eintrags und ganz am Ende wird`s unterschiedlich.
    Und das könntest Du ja dann dem Blütenhonig zugeben...


    Andere Lösung:
    Bis zum Ende der Verfallszeit hebst Du die gelosnummerten auf - und verschenkst sie dann an die Tafel oder sonstwen.
    Der Honig ist ja nicht verdorben, der hält noch 20 Jahre...


    Oder Du machst Met und bringst ihn mit zum IFT.
    Die saufen alles... :oops:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.