Wieviel Völker würdet Ihr einem Bienenanhänger zumuten?

  • Hallo Leute,
    mein Winterprojekt soll ein Hänger sein und jetzt bin ich am ausklabustern was möglich ist.
    Es soll noch einigermaßen gemütlich hergehen und sich nicht anfühlen als würd ich en total überledenen Hänger hinter mir herziehen.


    Nun da ich noch keine Erfahrung mit größeren Gespannen inkl. Bienen habe wollte ich Euch mal fragen ab vieviel Völker bei Euch der Spaß aufhört?


    Meine Frage bezieht sich auf Völker inkl. Honigräume...


    Naja, und hier noch meine Zugmaschienen. Freelander - 2000kg und Doblo - 1100kg


    Wer hat Erfahrung.....

  • Also wenn du eine Anhängelast von 2000Kg am Zugfahrzeug hast, dann kannste auf den Anhänger nicht 2000 Kg laden, denn der Anhänger wiegt ja auch noch was.


    Je nach dem wie du den baust ist der knoddelig weich und schlingert schon bei der kleinsten Spurrille, oder du baust stabiel und gut und du hast dann nur noch 1500 kg Nutzlast.


    50 Kg pro Volk mit "vollen" Honigraum wird wohl als Kenngröße etwas knapp werden.


    Mein Waagvolk hat jetzt grad rund 80 Kg und ist noch nicht sehr voll mit Honig!


    Also 75 Kg pro Volk ist bei mir untere Schmerzgrenze mit 100kg ist die Sache schon sehr großzügig berechnet.


    Kommt auch auf das Gewicht der Bienenkästen an. Styroporkisten sind da von Vorteil.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Dennis,
    fahr doch mal in die Bunsen-Imkerei, liegt ja in Deiner Ecke. Der fährt diesen Anhänger und dem LKW voll mit Völkern (120 ?) in die Trachten. Wenn ich mich recht erinnere bewirtschaftet er ca. 400 Trachtvölker. Beladen wird mit diesem Weinbergsflurfahrzeug (oder so ähnlich) das auf dem LKW hinten hängt. Er hat einen, so war mein Eindruck, gut durchorganisierten Betrieb der mit minimaler Manschaft läuft.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Moin,


    ich baute einen Plattformanhänger für insgesamt 30 50*50cm-Stellplätze
    Davon können 14 bequem (oder 16 mit etwas umständlichem Aufstieg über die Radkästen) bearbeitet werden.
    Solange die Völker wirklich leer sind ist alles kein Problem.


    Der Anhänger hat eine Achse für 1t (warum erklär' ich später) und wiegt selbst 400kg weil er eine rahmenverstärkende Höherlegung (Gelände) brauchte. Bleiben also bei rationellem Wanderbetrieb 600kg geteilt durch 14 Völker ergibt 42, irgendwas kg. Und ich dachte das wär zu machen ... Pustekuchen. Ein eingefüttertes Wintervolk wiegt bei mir 39kg, ein abgeentetes Sommervolk hat aber schon wieder einen leeren Honigraum drauf und wiegt eben nicht nur 39kg. Also wandere ich effektiv noch mit 12 Völkern was 50kg pro Kiste entspricht.


    Dabei kommt es immer wieder vor, daß 12 abgeerntete Völker mit leeren Honigräumen oder 12 Frühjahrsvölker mit Weidennektar den Hänger weit über seine Grenzen bringen. Und dabei wandere ich nicht auf tischebenen Autobahnen, sondern muß die Fuhre durch Waldwege und ostdeutsche Dörfer lenken.


    Versagervölker, die - weisellose, abgeschwärmt, was auch immer - sich einer Ernte entziehen, weil sie alle Vorräte unten einlagern, belasten den Hänger zusätzlich. Kleine Völker - auch Ableger/Fluglinge - sind manchmal einzargig deutlich schwerer, als zweizargige Völker, die unterm Gitter nur Brutplatz haben. Und ganz übel wirken sich unerwartete Trachten aus. (Ich stand im Apfel und durfte nicht weg, weil der noch blüte. Daneben war ein kleines Rapsfeld. Mein Rapswanderplatz war wo ganz anders und dann mußte ich plötzlich weg, weil Obst-Spritzung anstand. Trotz 3.6 Atü hatte ich noch 4cm zwischen Felge und Straßenbelag und war bei 30km/h schweißnaß, als ich ankam.)


    Leider sind jedoch nur 1t-Anhänger oder ausschlachtbare Wohnanhänger billig zu kriegen, weil alles darüber gnadenlos vom Osteuropäer zum Autotransporter umgebaut wird.


    Ich denke, es ist sinnvoll mit mindestens 60 kg pro Volk effektiv in der Wanderung zu rechnen und lieber zwei oder mehr kleinere Einheiten mit vielleicht nur 10 Völkern zu planen, als eine ungünstige weil teure 1,6t-Autoplattformlösung zu suchen. Mein Anhänger jedenfalls müßte mindestens noch 200kg mehr abkönnen und eigentlich bräuchte ich zwei für den Dreisprung in Obst, Raps, Robinie, Linde, Sonnenblume, Phacelia und Goldrute ...


    Die 30 Plätze habe ich bislang nur ein einziges mal genutzt, als ich 30 einzargige Ableger aus Bayern holte. Da lag der Hänger wegen des niedrigen Schwerpunktes wie Brett.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @ Henry:also manch mal hilft auch einfach stärkere Reifen zu montieren. Z.B. 8 Pr Anstelle von Reinforce oder eben auch größere mit entsprechend höherem Loadindex.


    Bei mir hab ich schon manch mal 5 Atü drinne.


    Die Raupe ist ein Tolles Ding. Gefällt mir. Hat viel Tragkraft und für diese Klasse ein sehr geringes Eigengewicht.


    Hier sind auch intreressante Bilder


    http://www.lesruchersdargonne.com/exploitation.htm


    der 7te Beitrag ist auch intressant.


    http://stuparitul.3xforum.ro/post/3799/5/stupi_paletizati/


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Also alles in allem sind die Möglichkeiten ja wirklich sehr begrenzt wenn ich das hier so lese.
    Wenn ich mal so bei mobile.de guck gibts ja schon ne Allradpritsche für wenig Geld, klar alte Gurke aber 1500€ für so en Schrottbock, ne grüne Nummer dran :u_idea_bulb02:


    Die Kiste steht dann irgendwie beim Bauer und wird nur zum wandern benutzt.
    Wenn ich mir das so überlege ist das wohl besser als einen Hänger zu bauen auf dem nix draufgeht?


    Klar, die nächsten 2 Jahre gurke ich dann halt noch mit Vaters Hänger und guck das ich mal noch 2 feste Standplätze peil und dann krieg ich mit wandern schon 20 Kasten unter.


    Und wenn mal mit 20 oder 30 gewandert werden glaub ich, kommt ein Männerspielzeug her!


    Die Investition für Hänger auf die nichts drauf geht versteh ich nicht ganz...

  • Ich planne auch ein Wanderwaagen.


    Es ist immer die Frage wieviel Völker kannst alleine Bewirtschaften.... Welche möglichkeiten gibt es.


    mir hat das wandergestell gefallen. Nur für den Preis, da kann ich mir auch gleich einen Anhänger kaufen und noch einen etc...


    Der wichtigeste Punkt für mich ist das ich nicht mehr großartig Bienenbeuten komplett heben will sondern nur Zargen.


    Ne richtige Lösung habe ich auch noch nicht. Besonders ich bin klein Imker..

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hallo Micha,
    bau Dir einen Bauwagen um.
    Die älteren, aus Holz, nicht die Alukisten.
    Bei uns wandert auch oft ein Kollege mit umgebauten Wohnwagen ein.
    Die Völker stehen vorn und hinten, jeweils vier oder fünf.
    In der Mitte Platz zum Arbeiten, Lagern usw.
    Allerdings ist so das Gewicht ungünstig verteilt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • es gibt sie nicht die EierlegendeWollMilchSau!


    Wandern ist entweder schuften und schinden bis man Geld hat um sich Kompfortable Technik zu kaufen oder gleich Geld ausgeben, das man nicht so schnell wieder sieht.


    Wenns anders wär, gäbs deutlich mehr Imker!


    Das hier ist auch ne Lösung:


    http://www.apilift.de/Fotos/Ap…tos/apilift-fotos_13.html
    http://www.apilift.de/Fotos/Ap…tos/apilift-fotos_15.html


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!