Futterzarge funktioniert nicht bei Ableger

  • Hallo nochmal,
     
    schon wieder ich. ;)
     
    Aber ich hab halt noch eine Frage, die mir unter den Nägeln brennt.
     
    Wir haben ja mittlerweile 2 Schwärme und einen Ableger. Und unser Problem ist, dass der Ableger nicht mit der Futterzarge "unzugehen" weiß. Jetzt sind schon zum 2. Mal etliche ertrunkene Bienen im Futter (Zarge seit 2 Tagen erst drauf). Und als wir vor 2 Tagen die andere Futterzarge (haben 2 Stck.) gegen die jetzige ausgetauscht haben war sie voller toter Bienen. Auch der Abstieg zum Futter unter dem Blech war regelrecht verstopft.
     
    Komischwerweise sind bzw. waren beide Futterzargen auch schon bei unseren Schwärmen im Einsatz, wo ich keine einzige tote Biene gefunden habe.
     
    Also, nicht, dass jetzt jemand sagt "das Blech wäre verbogen" oder so. Beide Zargen funktionieren auf unseren Schwärmen tadellos, wohingegen auch wieder beide Zargen beim Ableger nicht funtionieren.
     
    Ich tendiere jetzt schon dazu das Abdeckblech komplett zu entfernen und einfach eine Schwimmhilfe in die Zarge zu legen. Dann geht zwar der Vorteil des bienenlosen Futter nachfüllens verloren, aber evtl. ertrinken dann auch nicht mehr so viele Bienen.
     
    Was meint ihr dazu? Oder hat auch schonmal jemand erlebt, dass ein bestimmtes Volk mit der Technik einer Futterzarge nicht klarkommt?
     
    Wiederum schonmal ein dickes vorrauseilendes Dankeschön und VLG.
     
    rooman

  • Also Bild ist recht schlecht, da ich sonst nochmal raus müsste.


    Sieht deinen Futterzargen aber recht ähnlich nur niedriger und anstatt Gitter halt ein Edelstahlblech.


    Hier haben wir sie gekauft: http://server5.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0129000253276899&AnbieterID=12865


    Ich hoffe das hilft weiter. Herumgebogen habe ich an der Zarge nichts. Ist also in dem selben Zustand wie sie vorher auf dem Schwarm funktioniert hat.


    VG


    rooman

  • Hmmm, das liest sich, als ob die Bienen einfach nicht wieder an der Wand hochkrabbeln können - am Gitter/Blech gehen sie eh nur ungern rauf und runter, grad in kalten Nächten.
    Streich doch mal probehalber beide Seiten der Abtrennung mit einem breiten Flachpinsel quer mit Wachs ein, daß du viele horizontale Linien zum Festhalten hast, vielleicht wird es dann besser.
    Oder - wie breit ist da der Spalt zwischen Gitter und Zwischenwand?
    Wenn die Bienen abstürzen und reinfallen, kommen sie bei großer Breite nicht mehr raus.
    Dann kannst du es mal mit einem Schwimmer IN diesem bienenzugänglichen Teil versuchen (Korkstückchen, Styroporchipse, etc).
    Warum das jetzt so ist, erschließt sich mir aber auch nicht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke dir erstmal. Leider bin ich heute nicht mehr so lange da. Werde deine Tips morgen aber mal beherzigen. Das mit den Schwimmhilfen im Spalt hört sich auch erstmal gut an.
    Wie gesagt funktionieren die Zargen bei den anderen Völkern ja. Spaltbreite etc. müsste also passen. Der Aufstieg ist auch nicht senkrecht, sondern leicht genaigt und an der Holzseite sind auch kleine horizontale Rillen eingefräst. Da sollten sie also schon hochkommen.


    VLG


    rooman

  • ...Streich doch mal probehalber beide Seiten der Abtrennung mit einem breiten Flachpinsel quer mit Wachs ein...


    Ich hatte in meinen Golzbeuten Kanister mit Zuckerwasser eingestellt.
    Eine äußerst bequeme Art, zu Füttern...:wink:
    Deckel abgeschraubt und ein Rohr (aus Metall-Fliegendraht) reingestellt.
    Das ging vom Boden bis oben zur Mündung.
    Im ersten Jahr sind mit elend viele Bienen ersoffen.
    Nach dem Einpinseln mit Wachs war`s ok.


    Sabine könnte also Recht haben. Probier`s mal...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Rooman!


    Habe bei Ablegern exakt das gleiche Problem. Es liegt definitiv nicht am "verbogenen" Blech oder ähnlichem.


    Habe das Blech entfernt und die Futterzarge mit Stroh ausgefüllt! Dieses Problem mit Ablegern hatte ich auch letztes Jahr.


    Ein Schwarm, den ich vor kurzem eingeschlagen hatte, hat mit dem Abstieg unter dem Blech keine Probleme.


    Mit freundlichem Gruß

  • Hallo


    dan müssten de schwarmbienen aber andere Füße haben.....


    Ich vermute das das Problem eher am nicht vorhandenen Schwimmer liegt


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Moin, Thorsten,
    ich bin mittlerweile davon überzeugt, daß das ein Temperaturproblem ist, bedingt durch die geringe Kopfzahl der Ableger. Kalte Nächte, kalte Zargenwände, kaltes Gitter, kaltes Futter.
    Und nicht genug Kumpelinen dabei, die reingefallene wieder rausholen und reanimieren können.
    Deshalb hat das Wachstauchen des Gitters, oder Linien streichen, ja geholfen, da kann sich auch kalte Biene noch gut einkrallen.
    Zur Not Futterzarge runter und ein paar Wochen, bis sie deutlich stärker sind, mit aufgesetzter Halbzarge und zip-lock-Beuteln füttern...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Leute, echt cool, dass ihr euch so intensiv damit beschäftigt. Nach gestriger Durchsicht kann ich aber (zum Glück) Entwarnung geben. Nur ca. 5-10 tote Bienen am Abstieg. :)


    Ich denke mal so ganz ins Blaue geschossen, dass die Temperaturtheorie nicht ohne ist. Weil seit die Futterzarge wieder geputzt und neu befüllt auf em Kasten ist, hat das Wetter sich ja um 180 Grad gewendet und es ist jetzt s...heiß. D.H. die Temp von Deckel, Blech, Futter und überhaupt allem anderen ist nun um bestimmt 10 Grad höher. Und nu funzt es....:)
    V.a. baut der Ableger seit der geputzten FuZa wieder wie Sau. :) Wahrscheinlich sind die Bienen da vorher wegen der vielen toten garnicht mehr ans Futter gekommen. Beim Wabenziehen war der Futterkranz auch richtig dunkel und aromatisch im Geruch. Nicht so fade wie eingelagerter Sirup. Wahrscheinlich also wirklich nur das, was die Bienis selber eintragen konnten und wirklich kein Stück Futter.


    Nu denn. Jetzt haben sie ja wieder einen ungehinderten Zugang zum Futter und noch `ne Zarge Mittelwände bekommen. Ich hoffe, dass sie noch schön stark werden bis zum Winter.


    Soweit mal danke an alle Beteiligten und VG.
    rooman

  • Hallo Rooman,
    ich habe auch solche Bleche, allerdings keine praktischen Probleme. Auf die einfache und preiswerte Lösung von Sabine bin ich als Anfänger natürlich nicht gekommen: Um auch etwas sehen zu können, habe ich das Blech durch teures Aluminium-Streckgitter ersetzt.
    Wolfgang

  • So, nochmal ein kurzes update:


    Also in der Weber-Futterzarge sind doch immer wieder einige (zwischen 5 und 15) tote Bienen unten am Zugang zum Futter. Und was mich da noch stört ist, dass ich nicht sehen kann was los ist. Seit zwei Tagen habe ich nun eine FuZa vom Holtermann ausprobiert. Die hat zwar einen senkrechten, aber unlackierten Abstieg und als Abdeckung ein Aluminiumstreckgitter.
    Ergebnis: Die Menge Futter (3 kg Zucker auf 1,8 l Wasser), bei der die Bienen mit der anderen Zarge 5 Tage zur Abnahme gebraucht haben, war nun innerhalb von nur 18 Stunden weg. Keine einzige tote Biene. Und ich sehe jederzeit was unter der Abstiegsabdeckung los ist.
    Ich werde mir also für die zwei anderen Zargen auch noch so ein Streckgitter oder Lochblech besorgen und die Abstiege mit Wachs bestreichen.
    Hab jetzt eh mal aufgehört zu füttern. Was will ich mit vollen Futterräumen. Für den Winter wird dann natürlich wieder entsprechend aufgefüttert.


    VG


    rooman