Weiselzellen versenden, aber wie?

  • Aufgrund der Nachfrage von F1-Dunklen, die nicht reingepaart sein müssen, erwäge ich, schlupfreife Weiselzellen versenden zu können: 1)Wird viel billiger, da keine Begattungsvölker erstellt werden müssen,
    2)Die Annahme in den Ablegern am Ankunftsort ist viel sicherer
    3) Es fördert die Verbreitung der seltenen Rasse erheblich
    4)Einfacher zu Handhaben beim Zusetzen.
     
    Frage: Ist es überhaupt möglich, Weiselzellen sicher mit der Post zu versenden?

  • Luxnigra .Nein ,die Pakete werden geworfen, gerüttelt, und sonst was.
    Versende lieber geschlüpfte unbegattete Königinnen .


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ist es überhaupt möglich, Weiselzellen sicher mit der Post zu versenden?


    Hi Luxnigra,
    Also da kann ich Josef nur zustimmen. Ob bei der Post gelegentlich auch Fußball mit klein(er)en Paketen gespielt wird, kann ich nicht behaupten, wohl aber annehmen.


    Wenn von 32 teuren Bruteiern, verteilt in 3 Paketen, mit doppelter Styropor-Verpackung, Papierschnitzeln und Kartonstreifen ganze 8 unzerbrochen ankommen, dies trotz
    Vorsicht "zerbrechlich" usw, kann einem nur der Kragen platzen.
    Keiner noch so gut entwickelten Krabbelzelle ist eine derartige Schocktherapie
    zuzumuten.
    Aber vielleicht ist sind die lux. oder deutsche Post etwas sachter im Umgang mit
    Paketen.


    Ciao, Norbert
    PS
    <<Am Moment rabbelt et an den Hunnegzargen! >>
    Linde und Edelkastanie. Das Wetter spielt mit.

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo Norbert
    Viel Spass beim Schleudern!



    Hallo derbocholter


    Also, unbegattete Jungköniginnen versenden ist wohl ein gutes Geschäft für mich, aber nicht seriös: Sie werden kaum angenommen, und Bruder Adam schreibt, dass nicht vollreife Königinnen bei Käfighaft und unterkühlung leiden, und zwar so, dass nachher die volle Leistung nicht zu erwarten sei.


  • Hallo luxnigra ,unbegatte Königinnen zu versenden ist durchaus machbar .Sollten dann pro VersandKäfig 8 -10 Begleitbienen haben . Außerdem werden unbegatte Königinnen die in Versandkäfigen ankommmen, nicht in Vollvölker eingeweiselt ,sondern erst in Begattungskästen .
    ( Mehrwabenkästchen Kieler usw. ) Grundwissen der Imker . Müßten dann auch ca. gegen 17 Uhr auf der Post sein ( fragen ) . Kommen dann auch am anderen Morgen an und können dann sofort in die schon bereit stehenden Weisellosen Begattungseinheiten verbracht werden . Ist somit alles nur eine frage der Organisation .Klappt alles ausgezeichnet auch ohne Leistungsverlust der Königinnen .


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Außerdem werden unbegatte Königinnen die in Versandkäfigen ankommmen, nicht in Vollvölker eingeweiselt ,sondern erst in Begattungskästen .
    ( Mehrwabenkästchen Kieler usw. ) Grundwissen der Imker .



    Wenn es der Empfänger weiss, dann is gut. Aber der weiss es nicht immer, und nachher ist das Geschrei gross:roll::roll:

  • Wenn es der Empfänger weiss, dann is gut. Aber der weiss es nicht immer, und nachher ist das Geschrei gross:roll::roll:


     
    Hallo luxnigra . Du solltest deine Kunden ( Imker ) diesbezüglich aufklären .Und solltest deine Königinnen nur Montags versenden !


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Die Zweitschlupfzelle bewährt sich für solche Fälle und andernfalls der Versand von Ei-Streifen.
    Die notwendige Wärmeversorgung der Zellen ist wesentlich kritischer als die von Begleitbienen zu leistende bei Königinnen.


    Alle Welt achtet bei Rasseerhaltsideen peinlichst auf die Verhinderung der genetischen Vermischung mit dem Verdränger. Genau deshalb wird besamt und sogar aus dem Pool besamter Schwestern wieder hart selektiert. Warum es etwas für die Rasseerhaltung beiträgt, unbegatette Königinnen bzw. Zellen zur Bastardisierung zu verschicken, erschließt sich mir jedoch nicht. Was ist gewonnen, wenn ich eine Königin bezöge, die bei mir Drohnen der Dunklen abläßt, selbst aber Arbeiterinnen des blanken Zufalls produziert und damit ja wohl auch die allerzufälligsten Nachzuchtköniginnen? Erklär's bitte!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ist es überhaupt möglich, Weiselzellen sicher mit der Post zu versenden?


    Zuchtstoff wie Henry vorgeschlagen hat, offene Weiselzellen nach 2 Tagen aus Starter in angebohrten Styrodurblöcken und verdeckelte Weiselzellen 2 Tage vor Schlupf sind relativ unempfindlich gegen Erschütterungen. Probelauf nicht vergessen...
     
    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Fakten, Fakten, Fakten ... nichts als Fakten, bitte!

    ... offene Weiselzellen nach 2 Tagen aus Starter in angebohrten Styrodurblöcken und verdeckelte Weiselzellen 2 Tage vor Schlupf sind relativ unempfindlich gegen Erschütterungen. Probelauf nicht vergessen...


    Moin Molle,


    Du haust hier Ratschläge raus, aber hast Du selbst je offene Weiselzellen ohne Belgeitbienen längere Zeit außerhalb eines Bienenvolkes verwahrt und anschließend noch Königinnen daraus gezogen? Das ist doch die Frage. Und wie hast Du das gemacht?


    Daß in Büchern steht, daß und wann Königinnenzellen angeblich und vor allem relativ unempfindlich gegen Erschütterungen sind, wissen ja alle, die diese Bücher lasen. Daß man Zellen für wenige Minuten - vielleicht auch Stunden - in der warmen (feuchten) Brusttasche oder gut und lichtgeschützt auf dem Beifahrersitz so von Brüter zu Volk oder auch an den Stand transportieren kann, wissen einige aus eigener Erfahrung. Was übrig bleibt, wenn ein erschütterungsfreier Brutschrank für nur 24 Stunden keinen Strom kriegt - wohlgemerkt im Sommer - wissen auch einige. Und jetzt willst Du den unterkühlten Larvenstadien in vollster methamorphotischer Entwicklung auch noch die Stöße und Schläge des DHL-(Dauert-Halt-Länger)-Transportes zumuten? Wo liegt die Ersparnis, wenn ich 10 Zellen zum Preis von zwei Königinnen bestelle, aus denen dann auch bloß zwei Königinnen schlüpfen? Wenn Luxnigra unbedingt unbegattetes "Material" verschicken oder -ticken will, dann eben Eier oder Geschlüpfte mit Begleitung. Das sind bewährte Verfahren.


    Ich glaube ansonsten sollte luxnigra eher anbieten im Kundenauftrag Königinnenzellen zu brechen. Kommt transportmäßig auch billiger.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,

    Fakten, Fakten, Fakten ... nichts als Fakten, bitte!


    Das mit den offenen WZ habe ich in Büchern noch nicht gefunden - es handelt sich um Tatsachen fremder und eigener Erfahrung, deswegen schrieb ich auch Probelauf nicht vergessen.
     

    ... hast Du selbst je offene Weiselzellen ohne Belgeitbienen längere Zeit außerhalb eines Bienenvolkes verwahrt und anschließend noch Königinnen daraus gezogen? ... wie hast Du das gemacht?


    Ja, mit angefeuchtetem Küchenpapier in Plastiktüte gepackt 48 h bei Raumtemperatur auf ca. 1,50 m Höhe in der Küche mit angeklapptem Fenster gelagert. War gerade vorhin am Ablegerstand und von 4 Kö´s eine Schrott und 3 auf´m aufsteigenden Ast mit je drei Waben Brut.


    Grundprinzip: Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (Speichermedium nicht nass -kein Aquarium- sondern angefeuchtet) ist bei offenen Zellen wichtig und wie immer ordentlich Weiselfutter, deswegen nach 48 h im Starter versenden.


    Die Temperatur ist während der Verdeckelung (Umwandlung Larve-Puppe-Imago) wichtig. In den letzten ca. 48 h vor Schlupf ist diese Umwandlung abgeschlossen, deswegen sind die Kö´s in den Zellen relativ unempfindlich gegen Erschütterungen und können verschickt werden.
     

    Was übrig bleibt, wenn ein erschütterungsfreier Brutschrank für nur 24 Stunden keinen Strom kriegt - wohlgemerkt im Sommer - wissen auch einige.


    Ich habe keinen Brutschrank und so fehlt mir jede Erfahrung dazu, doch kommts ganz auf die Phase an in der sich die werdenden Kö´s befinden (s.o.). Verallgemeinerungen helfen da nicht weiter...nur Versuch macht kluch. Hätte ich einen Brutschrank würde ich bei einigen Testzellen 2 Tage oder 1 Tag vor Schlupf den Brutschrank abstellen und dann beobachten und vergleichen mit den normalen Durchgängen.
     

    Wenn Luxnigra unbedingt unbegattetes "Material" verschicken oder -ticken will, dann eben Eier oder Geschlüpfte mit Begleitung. Das sind bewährte Verfahren.


    Das sind für Dich bewährte Verfahren. Andere Leute arbeiten anders und das ist für mich das nützliche am Imkerforum: der eigene Horizont erweitert sich.........
     
     
    Beste Grüße aus der Kornblume in Brandenburg
    Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“