Völkervermehrung und Varroabekämpfung durch Brutscheune : jetzt um die Sonnwende???

  • Liebe Imkers, ich bin etwas unschlüssig und brauch bitte etwas Zuspruch.
     
    Ich möchte ein Volk gerne die nächsten Tage aufteilen und hab mir das so vorgestellt:
     
    1. Bienenflucht zw. HRäume und BR über Nacht
    2. am Folgetag Honigräume runter, reife Waben raus zum Schleudern, den Rest einem anderen Volk aufsetzen zum vervollständigen (bei diesem auch die reifen Waben zum Schleudern raus.
    3. Das zu teilende Volk: Königin suchen, separieren und Rest auf komplett unbebrütetes Wabenwerk mit Königin auf den alten Platz stellen.
    4. Alle Altwaben mit wenigen ansitzenden Bienen in 2 Ableger aufteilen, darauf achten dass jüngste Brut zum Nachschaffen vorhanden ist.
    5. Ableger auf anderen Standplatz
    6. Alle 3 Einheiten sofort flüssig füttern (1:1)
    7. Altvolk baldmöglichst (solange noch keine gedeckelte Brut vorhanden) gegen Varroa behandeln (Fangwabe wäre die edelste Lösung, ist mir aber unterm Strich als Anfänger momentan zu aufwändig)
    8. Beide Ableger nach 9 Tagen alle Nachschaffungszellen bis auf eine brechen.
    10. Wenn beide Ableger keine verdeckelte Brut mehr haben (21 Tage) gegen Varroa behandeln.
    11. Je nach Entwicklung erst das Altvolk und dann auch die Ableger erweitern und in diesem Zuge gleich vollständig fürn Winter einfüttern.
     
    Die Frage ist, reicht die Zeit für die drei Einheiten aus, dass sie fürn Winter stark genug werden und ich sie dann auf 2 Flachzargen Zander einwintern kann ???
     
    Bin für jeden Tipp dankbar, bitte auch Alternativen.

  • Hallo Frank,
    rechne es selbst nach und gleiche es mit den Trachtverhältnissen deiner Umgebung ab: In 40-50 Tagen schlüpft in den Ablegern die erste Brut. 22.6. + 40 Tage = 1.8. 22.6.+50Tage = 11.8. Scheint mir etwas spät.
    Gruß Ralph

  • Mhm, die Ableger bekommen aber von Anfang an die verdeckelte und Junge Brut mit, die Bienenmasse müsste eigentlich ausreichen. Und das Altvolk bzw. dessen Kö legt ununterbrochen weiter und die behält die meisten Flugbienen.


    Oder meinst Du spät ausschliesslich bezüglich Futterversorgung? Sie sollen ja ständig mit kleinen Mengen (je nach Wetter mehr oder weniger) gefüttert werden mit 1:1 bzw. dann zur Wintereinfütterung etwas dicker.


    Oder meinst Du etwas spät bezüglich Pollenversorgung?


    Auf den Kirchhainer Seiten lese ich von Ablegerbildung noch viel später ... Wo ist mein Denkfehler?

  • Was mir nicht gefällt das du Nachschaffungsqueens verwenden willst.


    Ich würde folgendes machen autteilen wie du gesagt. Dann Nassheider horiziontal drauf. Ne woche und dann alle Zellenbrechen dann gekaufte begatte queen einweiseln.

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Ja, mit begatteten gekauften Kö geht das flinker, die gehen sofort in Eilage. Was spricht aber gegen Nachschaffungsqueens? Sind die in der Quali soooo viel schlechter?


    Ich dachte mir, der Weg mit Nachschaffen ist irgendwie natürlicher und standortbezogener. Auch als Test. Oder habt ihr schlechte Erfahrungen damit gemacht? Im Prinzip ist das wie Vermehrung übern Schwarmtrieb, nur dass ich Völker auswählen kann, die schwarmträge sind.

  • Sie sind kleiner. Wenn Du im Bauch deiner Mutti nur 1/3 weniger platz gewesen wäre dann wärst du sicher auch nicht so voll entwickelt oder? Was dann kleiner wäre kannst Du dir ja dann denken... Als mann.
    Die Nachschaffungszellen sind Notzellen aus einer arbeiterinnenzelle. Gute queens werden nur aus vorher geschaffen Queenzellen die größer sind. wo die queen made sich frei entfalten kann. Die Eierleiter sind besser entwickelt etc... Das siehst du am Anfang nicht, nur dann wunderst Du dich das sie meist im Winter dir verreckt... Schon gehabt. Deswegn nur große voll wertige Queens. Wie bei Frauen.... einfach so vorstellen. Da stehen die meisten Männer ja auch auf großen B... und guten Ausgebauten Hintern, So duck und weg nicht das ich noch anschiss kriege--

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Ja, mit begatteten gekauften Kö geht das flinker, die gehen sofort in Eilage. Was spricht aber gegen Nachschaffungsqueens? Sind die in der Quali soooo viel schlechter?


    Ich dachte mir, der Weg mit Nachschaffen ist irgendwie natürlicher und standortbezogener. Auch als Test. Oder habt ihr schlechte Erfahrungen damit gemacht? Im Prinzip ist das wie Vermehrung übern Schwarmtrieb, nur dass ich Völker auswählen kann, die schwarmträge sind.


     
    Hallo,
    Nachschaffungszellen werden von den Bienen meist an schon älteren Larven gebaut. Das gibt keine vollwertige Königinnen. Wenn Du nur offene Brut mit ganz jungen Maden gibst, also 1 Tag alt, die man fast nur mit Lupe sieht, besteht das Problem wohl nicht. Wird beim umlarven ja auch nicht anders gemacht. Am besten die Waben von Bienen abschüteln. Oder eine frisch ausgebaute Wabe mitten ins Butnest hängen, so das dann eine neu bestiftete Wabe entsteht ! Wenn das Spendervolk der Maden für Dich Ok ist mach es ruhig !
    Ob gekaufte Könniginnen besser sind weiß man vorher nicht. Hab schon viele kleine Königinnen erhalten die dann bald umgeweiselt werden, weil Sie in der Beurteilung der Bienen durchfallen, welchen Stammbaum Sie auch immer haben mögen.


    Grüße aus Leipzig
    Thomas

  • O.k., kann soweit folgen. Muss ich dann mal sehn wo ich 2 Kös herbekomme, denn ich dachte die suchen sich automatisch die passenden - also jüngsten - Eier bzw. Maden zum Nachschaffen aus ...


    ...dann könnt ich ja auch 3 Ableger machen, denn wenns bald weiter geht mit Nachwuchs reicht die Zeit ja noch aus ?!


    Die ALtwaben bekomm ich aber dann nicht wirklich ohne verdeckelte Brut hin - bezüglich Varroabehandlung und Tausch gegen Leerwaben ....


    Mal von den Königinnen abgesehen, passen die einzelnen Punkte / Schritte bezüglich Teilung und Brutscheune usw.... ?

  • Hallo Frank,
    ich lass in der Brutscheune immer erstmal nachschaffen, wenn möglich, tausche ich die verdeckelte Weiselzelle dann jedoch mit einer jüngeren Weiselzelle aus einem anderen Volk. Ich will das die gesamte Brut geschlüpft ist. Dann einen vor dem Verdeckeln reifen Baurahmen einsetzen, als einzige Möglichkeit für die Milbe. Der wird später herausgenommen und vernichtet. Dann wird eine junge, bereits begattete Königin zugesetzt. Kann aber auch die geschlüpfte Queen sein, wie man will...............
    Gruß Katrin

  • Moin!


    Danke für Eure Tipps, werd drüber nachdenken und die Schritte nochmal mit meinem Mentor besprechen. Am Samstag muss alles über die Bühne sein .... wird schon klappen.
    Die Idee, quasi 2x Nachschaffen lassen bezügl. Brutfreiheit in der Scheune / Ableger durch jüngere Weiselzelle oder jüngste Eier / Maden ist prima !!


    ... und wenns schief geht (warum auch immer) kann ich immer noch vorm / beim Wintereinfüttern zurückvereinigen ... oder aus zwei einen Ableger machen (wegen Einwinterungsstärke).