Wer kann mir diesen Schwarm erklären?

  • Hallo zusammen,
     
    folgender Fall:
     
    Eins meiner Völker hat am 11. Mai einen Schwarm abgegeben. Ich habe in dem abgeschwärmten Volk alle bis auf eine Weiselzelle ausgebrochen. Trotz des widrigen Maiwetters waren Anfang Juni wieder Stifte im Volk. Wenn ich in einem abgeschwärmten Volk wieder Stifte finde, sehe ich nicht weiter nach, weil ich mir denke: neue Königin legt, also alles ok.
     
    Letzten Sonntag (13. Juni) höre ich es abends aus dieser Beute quaken. :confused: Die einzige Erklärung, die mir dazu einfiel: die waren mit der von mir stehengelassenen WZ / Königin nicht wirklich einverstanden und weiseln jetzt um. Montag und Dienstag ist auch nichts weiter passiert, Mittwoch schwärmten sie dann. Nicht etwa hoch und weit, wie es von Nachschwärmen gesagt wird, sondern sie setzten sich in gut erreichbarer Höhe in der Nähe der Beuten ab.
     
    Bei der anschließenden Durchsicht fand ich 16 WZ, die zum größten Teil bereits leer waren. Die Königinnen wuselten schon im Volk rum. Soviel zum Thema "der Schwarm geht raus, sobald die erste WZ verdeckelt ist". Die mußten auch nicht auf besseres Wetter warten, das war hier schon Tage vorher prima.
     
    Eine stille Umweiselung war es also nicht, ein Nachschwarm nach 5 Wochen ja wohl auch nicht, aber was dann? Von zwei "Vor"schwärmen aus einem Volk habe ich noch nie was gehört, wer kann mir erklären was da los war?
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Moin, Heike,
    das ist natürlich extrem, aber das Jahr und die Entwicklung waren es auch...:wink:
    Anscheinend war das Bedürfnis des Volks nach dem ersten (Vor)Schwarm noch nicht gestillt, und sie bestanden auf ihren Nachschwärmen, was mit nur einer einzigen stehengelassenen WZ natürlich nicht geht, und deshalb erst diese Mama begattet und legend sein mußte, um die nächsten WZ anziehen zu können, das paßt dann auch mit den 5 Wochen.


    Und ich würde nicht aus so einem einmaligen Ereignis gleich eine "übermäßige" Schwarmneigung machen - in manchen Jahren paßt alles, und in anderen gar nix, das ist halt Natur.


    Interessant wäre noch, ob die neue legende Königin in einem größeren Schwarm saß als die Jungfern, oder war das ein großer gemixter?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo beehead,


    danke für den Tip, aber wie weiß ich VORHER, daß mir eine WIRKLICH schwarmträge Weisel verkauft wird? Lt. Verkäufer sind doch alle angebotenen Weiseln schwarmträge, sanftmütig und die Töchter bringen außerdem noch tonnenweise Honig...:wink:


    Ist für eine "noch-immer-Anfängerin" nicht leicht, da die Spreu vom Weizen zu trennen.


    Du meinst also, dieses Volk will einfach schwärmen, schwärmen, schwärmen...?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

  • Moin, Heike,


    Interessant wäre noch, ob die neue legende Königin in einem größeren Schwarm saß als die Jungfern, oder war das ein großer gemixter?


    Hallo Sabine,


    hilf mir, ich steh grad auf der Leitung. Wie meinst Du das? Ob der letzte Schwarm größer war als der erste? Nein, ähnlich.
    Oder ob der letzte Schwarm größer war, als das Restvolk? Auch nicht.
    Oder ob der letzte Schwarm mehrere Königinnen hatte? Wahrscheinlich, waren zwei Zipfel.


    Oder meintest Du was ganz anderes?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo, Heike,
    a) es gibt keine "schwarmträge" Biene - wenn die Bedingungen stimmen, schwärmen ALLE.:lol:
    b) ich meine die Königin aus deiner stehengelassenen WZ, die hätte, da begattet, ja quasi einen zweiten Vorschwarm darstellen müssen, und die ganzen Jungfern dann die Nachschwärme...
    War das also ein Schwarm - der zweite Vorschwarm, oder auch auch noch mehrere Nachschwärme mit unbegatteten oder warteten die noch auf ihren Einsatz in der Kiste?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    da kann ich bis jetzt nur vermuten: im Schwarm zwei Königinnen, da die Traube zwei Zipfel hatte, einen größeren und einen kleinen. Welche Kö jetzt wo ist? Kann ich Dir evtl. sagen, wenn entweder im Restvolk oder im Schwarm zuerst wieder Stifte da sind. Durchsicht geht heute nicht so wirklich, da in kurzen Abständen Schauer durchziehen.


    Was da an Königinnen im Volk rumrannte (genaugenommen rannten die überhaupt nicht, sondern "flanierten" eher), und evtl. noch nachschwärmen wollte, habe ich bis auf zwei - ähm, "entfernt" . Zwei deshalb, weil eine ja drin bleiben muß und die zweite sich meinem Fangversuch durch plötzliches Abfliegen von der Wabe und blitzartigem Verschwinden in der Bienenmasse entzog.


    Was *ich* sehr interessant fand: die Königinnen waren zwar fast gleich groß, aber von sehr unterschiedlicher Farbe. Von sehr hell bis ganz dunkel war alles dabei. Ist das normal, oder ein Zeichen von unterschiedlichen Rassen hier in der Gegend? Die es offiziell nicht gibt...:wink:


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Sonnenblume44 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hallo Heike,
    die Farbe der Geschlechtstiere hat wenig mit der Rasse zu tun oder welche Farbe dann die Bienen haben.
    Da spielt viemehr die Temperatur bei der Entwicklung eine Rolle.
    Je wärmer, je dunkler.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • .... im Schwarm zwei Königinnen, da die Traube zwei Zipfel hatte ....


    Das sagte Heike, und dazu hab ich eine Frage: Kommt es eigentlich öfter mal vor, dass in einem Schwarm zwei Königinnen sind? Ein Schwarm, der vor ein paar Tagen bei mir hoch oben über meinen Bienen hing, hatte nämlich zwei "Zipfel", so dass meine Frau immer wieder ganz sicher behauptete: "Das sind zwei Schwärme." Ich meinte dagegen, dass sähe nur so aus. Im Anhang zwei Bilder dieses Schwarms. Was meint ihr, sieht so typischerweise ein Schwarm mit zwei Kös aus?


    Holbee


  • Da spielt viemehr die Temperatur bei der Entwicklung eine Rolle.
    Je wärmer, je dunkler.


    Hallo Lothar,


    sollten dann nicht diese Kö´s ziemlich ähnlich sein? Sind ja alle aus demselben Volk. Oder spielt dabei auch noch die Lage der WZ auf der Wabe (mittig oder Randbereich) eine Rolle?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Jule,
    sind Deine Geschwister sich in allem ähnlich?
    Bei meinen gibt es schon Unterschiede, vorallem zur Schwester:wink:.
    Sind ja auch keine eineige Mehrlinge:wink:
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    ich denke, Du meintest mich :-D.
    Mit den Geschwistern hast Du natürlich sowas von Recht...:wink:


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Sonnenblume
    Eine Frage: der allererste Schwarm, enthielt er ganz sicher die alte, gezeichnete Königinn? Denn dieses jahr sind schon komische Dinge passiert, auch mir sind lange nach dem ersten Schwarm immer noch Schwärme abgegangen. Ein Imker berichtete, wie er den Schwarmauszug aus einer Beute beobachtete. nach dessen Einfangen, öffnete er die Beute um das restliche Volk aufzuteilen. Und da lief die alte Stockmutter herum. Also genau verkehrt wie es in den Büchern steht. Meine alte Königin war nicht gezeichnet, daher kann ich nichts genaues sagen. Aber auch ich gebe Sabiene recht: man kann aus der diesjährigen Situation nicht auf schwarmträge oder schwarmwilde Königinnen schliessen. Eher umgekehrt wird ein Schuh draus: Queens, wo nicht schwärmten, haben keine vollwertigen Völker hervorgebracht, und sind eher untauglich

  • Hallo luxnigra,


    Deine Frage kann ich leider nicht beantworten, weil dieses Volk keine gezeichnete Kö hatte.


    Ein anderes Volk (mit gezeichneter Kö) schwärmte einige Tage vorher. Nach ein paar Runden flog der Schwarm zurück zur Beute. Noch während sie wieder reinkrabbelten, öffnete ich das Volk, nahm die HR runter und Madame saß oben auf dem Absperrgitter. Keine Ahnung, wie die dahin gekommen ist. Und sie ist mit Sicherheit nicht in dem Haufen wieder einziehender Bienen gewesen und beim Öffnen mal eben schnell auf das ASG gehüpft.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)