Nosema durch Agrochemie

  • Hallo,


    auf den 40. deutschen Berufsimkertagen am 23. und 24. Okt. 2010 in Donaueschingen ist ein Thema "Nosema durch Agrochemie" ! siehe pdf


    Eine Situationsbeschreibung findet sich hier.


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

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  • Frau Genersch die stellvertretende Direktorin vom Bieneninstitut der 5 neuen Bundesländer in Hohen Neuendorf hat in der "Applied Mikrobiology and Biotechnology" Nr. 1/Juni 2010 einen Artikel zum Thema Honey bee pathology: current threats to honey bees and beekeeping veröffentlicht.


    Vor drei Jahren wurde sie von Journalistinnen der TAZ über ihre Meinung zum Bienensterben befragt:Bienenkunde - Optimale Völkerführung .

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Das sind ja echt aufregende "Forschungs"ergebnisse, die Frau Genersch Jahr für Jahr aufkocht. Und anschließend finden wir einen weltweiten Konsens, alle sind sich einig:


    Zitat

    consensus exists that pests and pathogens are the single most important cause


    Konsens oder Propaganda?


    :roll:


    Bernhard

  • Na ja,...mit pests and pathogens kennt sich Frau Genersch aus, also redet sie nur darüber :wink:


    Vor drei Jahren hat sie ihre Kompetenz selbst eingeschätzt:

    Zitat

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Das ist völlig in Ordnung, wenn Du über Dinge schreibst und sprichst, von denen Du etwas verstehst.


    Etwas anderes ist, wenn Du eine Verallgemeinerung triffst, die einfach nicht zutreffend ist:


    Zitat

    consensus exists that pests and pathogens are the single most important cause


    Siehe auch: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=21593


    Das wäre nicht weiter schlimm, wenn es nur darum ginge, dass sich ein paar Wissenschaftler streiten. Aber die Behörden, die Politik und andere Entscheidungsträger richten sich danach. Und wenn Du mit einer wissenschaftlichen Veröffentlichung eine verallgemeinernde und nicht zutreffende Aussage triffst, die ein Nichtsachverständiger-aber-Entscheider liest, dann kann das sehr schnell zum Mißverständnis der Lage führen.


    Und das hat wiederum zur Folge, dass die notwendige Vorsicht (!) und das Vorsorgeprinzip zu wenig Anwendung finden.


    Deswegen sollten wissenschaftliche Prinzipien eingehalten werden, die Relativität der eigenen Aussagen diskutiert und genannt werden.


    Ansonsten hat das fatale Folgen für die Bienen, den Naturhaushalt und am Ende uns selbst. Wichtige Entscheidungen hängen davon ab. Und damit meine ich nicht die Sicherung des Industriestandorts Deutschlands, sondern die allgemeine Gesundheit von Mensch und Tier. Ein kostbares und zu schützendes Gut.


    Viele Grüße
    Bernhard