Seuchenfreiheitsbescheinigungswahn auf Belegstelle

  • Moin,


    es gibt da eine Belegstelle, wo es vormals keine gab. Und es gibt eine Kreisreform, die das Gebiet einem neuen AmtsVet unterstellt mit dem nichts abgestimmt ist und der für "sowas seine Mitarbeiter hat" Konkret möchte nun der Mitarbeiter bei jeder Anwanderung von EWK's unverzüglich die Seuchenfreiheitsbescheinigung per Post zugesandt haben. Auch bei "Wanderung" im neuen großen Kreis.


    Nun frage ich mich, ehe ich auf die Idee komme, daß dann auch das Amt für jede Abwanderung eine Seuchenfreiheit auf der ursprünglichen Seuchenfreiheitsbescheinigung des Ausgangskreises bescheinigen muß und daß ein Belegstellenbeschicker ja vielleicht eine ablaufende Seuchenfreiheitsbescheinigung haben könnte, die auf der Belegstelle eine Untersuchung durch das Amt zwecks "Abwanderung" nötig macht, wie man das anderswo handhabt.


    Die Amtsveterinärlich angeregte Regelung vor der Großverkreisung war lax und problemlos: Kopiene der Seuchenfreiheitsbescheinigungen wurden in einem Ordner gesammelt und hätten genauso gesammelt auf Verlangen dem Amte übergeben werden können.


    Wie lößt die Welt, insbesondere die Inseln und die Drohnenwaben-zur-Besamung-holer das Problem?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Von meinem Länderinstitut kam der unter Amts(-Tier-)ärzten nicht seltene Rat, sich doch irgendwie gütlich zu einigen, was mich wenig erfreute. Ich bin schließlich nicht in der Hand des Veterinärwesens, sondern ich habe ein Interesse an Faulbrutfreiheit.


    Ich braue eine juristisch feste Definition, daß ein EWK oder anderer Begattungskasten keine Bienenwohnung darstellt. Dann wäre die Definition der "Bienenvölker" im Sinne der Bienenseuchenverordnung nicht erfüllt und nur für die gilt die Meldepflicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bienenvölker sind Kolonien der Honigbiene, die auf Dauer angelegt sind und eigenständig für ihr Überleben sorgen können, sowie einen für den Imker nutzbaren Honigertrag erbringen können.


    Diese Formulierung habe ich an unseren AmtsVetOR herangetragen. All dass sind Begattungseinheiten nicht. Versuchs doch mal.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Darauf ziehlt meine Idee mit den Bienenwohnungen. Das "Bienenvolk" ist bereits im Gesetz definiert, daran kommt keiner vorbei. Klappt das nicht dann zieh' ich das komplett durch. Dann laß' ich die tatsächlichen Bienenvolkeigentümer - also die anwandernden Beschicker - eben knallhart das ganze Wanderprozedere durchziehen und bin lediglich der Grundstücksteller. Das bedeutet bei 15 - 30 Abwanderungen pro Woche mit Rücksendung der Scheine ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Henry,


    so haben wir es hier auch gemacht.
    Und dann immer wieder mal den Vet. gefragt, ob er ja auch alle seine Scheine erhalten hat.
    Irgendwann hat er die Lust verloren und wir sammeln die Scheine wieder im großen Ordner auf der Belegstelle.
    so läuft es übrigens auch auf den Inseln.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-