Honig noch zu feucht

  • Okay, der Drohn erklärt es Dir:


    Laut Honigverordnung ist es nicht erlaubt dem Honig etwas zuzusetzen oder zu entziehen.
    Wenn Du nun hier schreibst, dass Du Geräte baust, die das können und der Drohn auf Deiner Ebay Site schaut was Du so treibst.


    Dann könnten gewisse Mitleser auf die Gedanken kommen dass Du zu ordnungswidrigem Verhalten aufrufst und dass Du ganze Berufsstände verunglimpfst!


    Nix für Ungut,
    der Drohn entschuldigt Dir Deine Blauäugigkeit!

  • Helmut
    Wer hier im Forum welche Aufgabe inne hat, das kann man rechts neben dem Avatar erkennen.
    Es ist richtig das im Impressum eine andere Person genannt ist. Dennoch solltest Du wissen, daß ich das Forum vor mehr als 10 Jahren in's Leben gerufen habe und es seitdem betreue und hier wesentlich mit entscheide wo es lang geht oder wo nicht.
    Deine ersten 3 Beiträge haben für uns einen seltsamen Beigeschmack. Hier so rein platzen und gleich mal auf eigene Produkte aufmerksam machen bzw. auf Produkte die man an anderer Stelle zum Verkauf anbietet.
    Das funktioniert hier nicht. Warum und weshalb kann man auch an einigen Stellen im Forum nachlesen. Erst vor ein paar Tagen hatten wir die gleiche Diskussion, seltsamerweise ging es da um ein Produkt welches Du auch anbietest. Das ist schon bemerkenswert...
    Die Sache mit der Sammelbestellung habe ich entfernt. Es mag zwar recht praktisch sein wenn man bei einer solchen Bestellung viel sparen kann. Aber solche Bestellungen müssen straff organisiert sein, sonst klappt das eben nicht und die Minuspunkte gehen dann an das Forum weil von da die Initiative ausgegangen ist. Es gibt dabei noch weitere Punkte auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte.
    Wenn Dir das nicht gefällt, dann ziehe weiter zum nächsten Forum. Da wird man evtl. Deine versteckte Werbung tolerieren.


    Damit Du nicht lange suchen mußt, hier nochmal der Grundsatz bezgl. Werbung:
    Wir haben uns entschlossen das Forum weitestgehend werbefrei zu halten. Im Gegenzug dazu gibt es die "Spendierbiene ( http://www.imkerforum.de/content/forum-unterstuetzen.html )" mit deren Hilfe wir die Unkosten bestreiten können.
    Kurz gesagt, wenn hier jemand versucht, für sich einen direkten finanziellen Vorteil zu erwirken und das unter Ausnutzung unser aller Arbeit (Nutzer die hier ihr Wissen weiter geben und Beiträge schreiben, Moderatoren und Administratoren) dann werden wir das nicht dulden.
    Wenn ernsthaftes Interesse an verkaufsfördernder Werbung besteht, dann kann man sich mit mir per PM, Mail oder Telefon in Verbindung setzen. Wir werden eine Lösung finden.
    Beispiele gibt es in der oberen Navigationsleiste unter "IMKI". Weiterhin kann man auch den hier angeschlossenen Imkermarkt (http://www.imkermarkt.de/) nutzen. Dieser ist z.T. kostenlos, bietet aber auch sehr werbewirksame und durchaus bezahlbare Anzeigenschaltungen.


    Zumindest wäre es anständig gewesen, sich vor einer solchen Veröffentlichung mit uns mal "kurz zu schließen", diese Art und Weise die Du an den Tag legst, finden wir unverschämt.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Anlage 1 (zu den §§ 1, 3 und 4)
    Begriffsbestimmungen, Verkehrsbezeichnungen
    Honigverordnung
    Abschnitt I
    Allgemeine Anforderungen
    Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden.
    Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein.


    Es wird Wasser entzogen. Ist Wasser ein 'honigeigener Stoff..????


    Nur mal kurz eingeworfen. Die Diskussion ist fachlich doch recht einseitig.


    helmut dengler@
    bau Dir einen Trockner - ich weiß zwar nicht was es mit Deiner Ebay-Seite auf sich hat - doch bau Dir so ein Ding. Besser einen Honig - aus welchen Gründen auf immer - nachtrocknen, als vergären lassen.

  • Ist Wasser ein 'honigeigener Stoff..????


    Hallo Jonas,
    kurz und knapp: Wasser ist Bestandteil des Nektars bzw. Honigtaus aus dem die Bienen den Honig bereiten. Somit ist das Restwasser das nach der Schleuderung im Honig ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Stimmt. Moin Moin zusammen.
    Ich glaube ich habe mich dazu auch schonmal geäußert. Habe gestern mich wieder ne stunde mit diesen wirklich blöden Etiketten Rumgeplagt. Wenn mann nämlich die Stempel für das Datum und die Sorte drauf macht und die dann befeuchtet. Verläuft das alles ganz schnell wenn nur ein tropfen wasser darauf kommt. Und das sieht mit Verlaub alles andere als gut aus.
    Leider habe ich damals 1000 bestellt also muß ich die erst aufbrauchen aber danach verwende ich nur noch meine eigenen.


    Schönen Warmen Sonntag noch
    Drohn1984

  • Hallo Jonas,
    kurz und knapp: Wasser ist Bestandteil des Nektars bzw. Honigtaus aus dem die Bienen den Honig bereiten. Somit ist das Restwasser das nach der Schleuderung im Honig ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs.
    Gruß Eisvogel



    ... soll ich jetzt sagen, dass mir das alles unbekannt ist?
    Nektar ist KEIN Honig. Nektar wird erst zu Honig, wenn dieser durch den Bienenmagen und mit Sekreten vermischt wird. Dann ist wird er zu Honig. Aber das wirst Du sicherlich auch wissen.


    Es geht um den Begriff "honigeigener Stoff".


    Pollen ok.. Die Zuckerarten ok. Die Mineralinen ok. Hefen ok. Fermente und und und und ... alles ok.
    Wasser... ? JA-ABER .... nicht der %-Satz.
    Spitzfindig? Darüber kann man streiten? Will ich aber nicht.


    Aber das nur eine Wahrheit hier verbreitet wird, stößt das etwas auf. Die Lebenspraxis schaut doch gänzlich anders aus. Frage: Warum werden Honige nachgetrocknet. Besonders jene Sortenhonige, die mal schnell runter müssen, weil ein neues Trachtgebiet angewandert wird. Ein offenes Geheimnis, aber keiner möchte sich eine Blöße geben. Die Hobbyimker haben hier ganz klar das Nachsehen, weil sie die Ausrüstung nicht haben.


    Daß das Aroma/Qualität evt. darunter leidet, ist ein andere Frage. Aber um diese ging es ja nicht.


    Nachtrag:
    vergessen zu schreiben, was passiert, wenn z.B. Auslandshonige mit unter 20% Wassergehalt beim Verarbeiter/markter ankommen. Also wenn ein Honig 16.5 % Wasser hat. Im besten Fall wird da mit einem Honig gemischt, damit er auf den max. zulässigen und aus Haltbarkeitsgründen vertretbaren Wassergehalt kommt. Das hängt von der Honigsorte und den vorhandenen Hefen ab. Wenn kein passender Honig vorhanden ist, dann wird im besten Fall gewartet, bis einer kommt, mit welchem er vermischt werden kann. Wenn aber nichts mehr kommt, dann wird er auf jeden Fall nicht mit 16.5% in den Verkauf kommen. Mit was da aufgemischt wird, darf gerne erraten werden. Ich spreche hier vom Mengen die in die hunderte von Tonnen gehen. So viel zum Wassergehalt von Honigen und der Wegnahme von Stoffen laut Honigverordnung Anlage 1 (zu den §§ 1, 3 und 4

  • Hi Helmut, warum höre ich Stimmen, wenn ich Deine Beiträge lese? Trolltrolltrollolloll...


    rst


  • Helmut D.: ...Die Honigverordnung gilt soviel ich weiß nur für das DIB-Glas und nicht für neutrale Gläser.


    Hallo zusammen,
    hier möchte ich dann auch mal kurz einen Einwurf machen:
    Die Honigverordnung gilt in Deutschland für alle Honige, auch (bzw. insbesondere) für die in neutralen Gläsern. Der DIB, bzw. auch andere Zusammenschlüsse unter deren Label ein Honig in Verkehr gebracht wird, können ihren Nutzern andere Grenzwerte vorgeben, die jedoch qualitativ immer besser sind als die gesetzlichen Werte. Für die Vermarktung eines solchen Produktes gelten dann die entsprechenden Werte. Von behördlicher Seite werden jedoch immer nur die Kriterien der Honigverordnung herangezogen. Für die Kontrolle der Einhaltung der Labeleigenen Vorgaben ist der jeweilige Labeleigner zuständig.


    Gruß
    Werner

  • Auch auf die Gefahr hin, dass Dir das jetzt zu konservativ klingt, aber Du irrst. Die Honigverordnung gilt für sämtlichen, in Deutschland in Verkehr gebrachten Honig. Und die verbietet, dem Honig irgendetwas zuzusetzen oder zu entziehen. Und damit auch kein Wasser. http://www.gesetze-im-internet…v_2004/BJNR009200004.html Und der Umstand, dass etwas "ganz normal" ist, bedeutet ja nicht zeitgleich, dass das auch richtig oder erlaubt sei.


    Hallo,


    ich möchte noch einmal auf dieses Thema zurückkommen. In der deutschen Honigverordnung heißt es u.a.: "...Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden...". Daraus wird geschlussfolgert, dass dies auch für Wasser gilt, da es Bestandteil des Honigs ist.
    Andererseits aber ist gerade Wasser ein flüchtiger Bestandteil des Honigs, der bei imkerlichen Handlungen aus dem Honig verdunsten oder in den Honig eintreten kann. Die Honigverordnung schweigt sich zu diesem Sachverhalt aus. Sie fordert nicht, dass Honig derart zu verarbeiten ist, dass der Wassergehalt unverändert bleibt, aus gutem Grund: Honiggewinnung wäre so nur noch schwer möglich. Außerdem hätte die Forderung, den Wassergehalt des Honigs über die Gestaltung der Umgebungsbedingungen konstant zu halten, kein Schutzziel: Der Honig würde durch verdunstendes Wasser nicht gefährlicher, sondern das Gegenteil wäre der Fall: Er würde haltbarer und die Gefahr einer Vergiftung durch Schaumgärung würde verringert.
    Es ist dem Imker daher unbenommen, den Honig in einem Raum mit getrockneter Luft zu verarbeiten. Auch der Empfehlung von Liebig, die Waben zu entdeckeln und einige Tage in trockener Luft zu lagern, kann daher nicht mit Anwendung der Honigverordnung widersprochen werden.
    Wesentlich problematischer ist die forcierte Verdunstung durch Erwärmung mit dem Melitherm oder der Apitherma, weil es hier zu chemischen Veränderungen kommt, insbesondere an der Invertase. Dennoch ist sogar die Anwendung dieser Geräte völlig legal.
    Insgesamt präsentiert sich eine Aufwertung des Honigs durch Verdunstung enthaltenen Wassers als Grauzone: Einerseits unvermeidbar aufgrund der Wechselwirkung mit der Umgebungsluft, andererseits durch die Honigverordnung untersagt.
    Wegen der mangelnden Definition der Umgebungsbedingungen tendiere ich dazu, dass der Imker die Umgebungsbedingungen auch bewusst so gestalten darf, dass der Honig Wasser an die Umgebung abgeben kann. Damit erscheint mir auch der Vorschlag von Liebig legal, zumal er keine Erwärmung des Honigs voraussetzt. Auch andere im Internet zu findende Vorschläge, wie das versetzte Aufstapeln von Honigraumzargen in einem trockenen Raum für mehrere Tage, liegen auf dieser Linie.
    Ich möchte hier ein mögliches Verfahren einbringen, das ebenfalls dieser Linie folgt und darüber hinaus den Vorteil einer messtechnischen Überwachung bietet. Die geernteten Zargen werden so, wie sie von den Völkern kommen, bienenfrei auf einer modifizierten Zarge aufgestapelt. Die unterste Zarge hat ein Loch, in das ein Kaltluftgebläse eingebaut wird. Gute Dienste leistet hier ein Fön mit ausgebautem Heizsatz und mit Kleinspannung betrieben. Oben wird der Zargenturm mit einem Deckel zugedeckt, wobei rundherum für den Luftaustritt Spalten gelassen werden. In die oberste Zarge wird ein Feuchtesensor gesteckt. Das Ganze wird in einem Raum aufgestellt, in dem ein Luftentfeuchter betrieben wird. Wenn das Gebläse eingeschaltet wird, streicht die getrocknete Raumluft im Zargenturm nach oben und nimmt dabei das aus den Waben verdunstende Wasser mit. Wenn man die Förderleistung des Gebläses Kennt, dann kann man aus der Raumtemperatur, der Raumluftfeuchte und der im Zargenturm gemessenen Luftfeuchte die abtransportierte Wassermenge pro Zeiteinheit berechnen.
    Ich habe ein entsprechendes Rechenmodell in Open Office erstellt und bin bereit, dieses interessierten Forumsmitgliedern zur Verfügung zu stellen.
    Hier eine Beispielrechnung:
    Eingaben:

    • Temperatur 25°C
    • Relative Luftfeuchte Umgebung 30%
    • Relative Luftfeuchte im Zargenturm 35%
    • Förderleistung des Gebläses 5 l/s
    • Molekulargewicht des Wassers 18 g/mol
    • Universelle Gaskonstante 8,314 J/molK
    • Atmosphärendruck 1 Bar


    Errechnete Werte:

    • Dampfdruck (=100% relative Feuchte) 31,6 mBar
    • Molvolumen beim Dampfdruck 784,4 dm³
    • Wassermasse pro dm³ Sättigungsdampf 0,0229 g
    • Wassermasse pro dm³ Umgebungsluft 0,0069g
    • Wassermasse pro dm³ Wabenluft 0,0080
    • Abtransport von Wasser pro s 0,0057g/s
    • Abtransport von Wasser Pro h 21g
    • Abtransport von Wasser pro d 496g


    Der Honig in einem Wabenturm, der 80kg Honig enthält, würde in dem gerechneten Beispiel 0,6% Wasser pro Tag verlieren, sich also z.B. von 18,6% auf 18,0% verbessern.


    Gruß Ralph

  • :) Wassergehalt minieren machen die Winzer auch. Und beim Wein/Most darf man auch nichts dazu oder weg. Oder glaubt jemand, die Anbieter in den Discountern würden den "Trick", nicht nutzen, wenn er nicht legal wäre? Wie sollte der Einkauf erfolgreich zu günstigen Preisen kommen?
    Es ist doch legal, den Honig in den Waben, mehrere Tage bei 30°C im klimatisierten Raum zu lagern. Das dabei der Wassergehalt sinkt, who cares?