Bienenfutter (Zuckerwasser) mit Vitaminen anreichern? (kein Fake...)

  • Stephan : die Heilerde tu ich rein, weil's hier in der ganzen Gegend fast keinen Lehm, gibt, sondern nur Sandboden, und ich weiß, daß die Bienen tw. ihren Spurenelementebedarf aus Lehmwasser decken.
    Das ist dann so ähnlich, als wenn ich in meinem Gemüsegarten Urgesteinsmehl ausbringe - ob's was nützt, kann ich nicht sagen, aber schaden tut's jedenfalls nicht.:wink:


    Tees wirken ja ausschließlich über ihre ÄÖs, deshalb halte ich es für sinnvoller, entsprechende Pflanzen anzuziehen, und die Bienen werden sich schon aussuchen, was sie davon brauchen können.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Stephan achso alles klar. Naja greif das nächste mal einfach zum 0815 Zucker wenn er im Sonderangebot ist (sollte bald los gehen).
    Wenn du dann die Möglichkeit hast (Sammelbestellung über den Verein) und dir das Gematsche mit Zucker auf den Keks geht kauf dir Sirup (ApiRoyal, ApiGold oder Apiinvert). Verschiedene Stimmen, deren Meinung ich schätze, sehen keine Unterschiede zwischen den Sirupen. Preislich nimmt sich das in den Kleinmengen nicht viel - da braucht man nicht auf den Fünfer schauen.
    So bekommst du deine Bienen gut über den Winter und auch über den Sommer über anständig gefüttert. Die restlichen Notwendigkeiten beziehen sie aus den Pollen (wie unten beschrieben).
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Stephan : die Heilerde tu ich rein, weil's hier in der ganzen Gegend fast keinen Lehm, gibt, sondern nur Sandboden, und ich weiß, daß die Bienen tw. ihren Spurenelementebedarf aus Lehmwasser decken.
    Das ist dann so ähnlich, als wenn ich in meinem Gemüsegarten Urgesteinsmehl ausbringe - ob's was nützt, kann ich nicht sagen, aber schaden tut's jedenfalls nicht.:wink:


    Tees wirken ja ausschließlich über ihre ÄÖs, deshalb halte ich es für sinnvoller, entsprechende Pflanzen anzuziehen, und die Bienen werden sich schon aussuchen, was sie davon brauchen können.:wink:


    Hallo, zusammen,
    vielleicht sollte man gemeinverständlich bleiben. Dieses Forum lesen viele Leute, viele zahlen auch keine "GEZ".
    >Tees wirken ja ausschließlich über ihre ÄÖs< .....was niemand versteht ;-))
    In Demeter Richtlinien werden Tees bevorzugt angewendet. Was "Heilerde" bringen soll, verstehe ich nicht. Dieses Verfahren erinnert eher an die Astro-Sender im Fernsehen.
    Das Anbauen bestimmter Pflanzen ist zu begrüßen, aber wozu?
    Beste Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Udo,
    hast Du schon mal beobachtet, das Bienen auf nackter Erde sammeln?
    Vor allem an "fetter" Erde?
    Sicherlich gleichen sie so fehlende Mineralien in der Nahrung aus.
    Sabine möchte ja nur mit Heilerde den Bienen die Möglichkeit geben, diese mit dem Futtere aufzunehmen.
    So wie man im naturgemäßen Garten bei Sandboden Bentonit oder andere Lehmzusätze der Erde zugibt, um aus dieser Humus zu machen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, zusammen,
    ...............
    >Tees wirken ja ausschließlich über ihre ÄÖs< .....was niemand versteht ;-))
    .......... Was "Heilerde" bringen soll, verstehe ich nicht. ........
    Das Anbauen bestimmter Pflanzen ist zu begrüßen, aber wozu?
    Beste Grüße, Bienudo


    Moin!


    ÄÖ=ätherische Öle. Der Ansatz von Sabine ist, den Bienen diese ÄÖ direkt über die Planzen, die man dazu halt pflanzen muss, anzubieten und nicht über den "Umweg" Tee.


    Und *heilerde* = Mineralstoffe, siehe Lothar.


    Der Ansatz ist logisch und nicht in Zweifel zu ziehen. Die Wirksamkeit könnte man diskutieren, wenn man denn dazu gesicherte Daten hätte. So bleiben halt Erfahrungswerte, Beobachtungen.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Zunächst Danke für die Beiträge, die einen Anfänger zwar nicht verwirren, dafür viel "Treibstoff" zwischen den Ohren verbrauchen lässt.

    Traubenzucker mit Vitaminen kann also problemlos verfüttert werden....aber Vitamine selber zusetzen ist nicht sinnvoll (wobei es da eigentlich keinen Unterschied gibt..?) Soll dann auch Fruchtzucker im gleichen Verhältnis beigemischt werden oder ist dies dann überflüssig?

    Die Geschichte mit den ÄÖs ist was für den Futterteig, Öle sind in wässrigen Zuckerlösungen nicht löslich, analog den EDEKA-Vitaminen ( E-, D-, K-, A-Vitamine), die ja fettlöslich sind.

    Die Anpflanzung von Bieneweide setzt voraus, dass die eigenen Bienen auf einem Acker stehen, der selber bepflanzt/gesät werden kann. Einen Balkonkasten voll Bienenweide vor der Beute würden die Bienen als Fake erachten. Wenn ich mir dann ansehe, wie selten Wildpflanzen derzeit in unseren Agrarwüsten werden, brauch ich mich nicht mehr wundern, wenn die Bienen auch nicht mehr wollen....

    Ascorbinsäurezusatz zu Rübenzuckerlösung schadet also nicht, wobei das Verhältnis mich jetzt noch interessieren würde?

    Bei Mineralstoffzusatz (Kochsalz) würde ich mich auch noch über eine Mengenangabe freuen (Prise pro Liter / Gramm je 20 Liter?)

    Danke für Zusatz-Information

    Stephan

    "Sag mir Deine ehrliche persönliche Meinung, ich werde sie respektieren, auch wenn sie mir nicht gefällt"

  • Moin,
    nein, Frucht- und Traubenzucker sind vom Kilopreis her unsinnig für Bienis.
    Da kannst du gleich auch beim Imker deines Vertrauens zu wäßrigen Honig (noch nicht! gärend) kaufen und füttern (wo bleibt eigentlich der ganze Honig, der die DIB-Kriterien nicht erfüllt?:cool:).

    Zitat

    Die Geschichte mit den ÄÖs ist was für den Futterteig, Öle sind in wässrigen Zuckerlösungen nicht löslich,


    Ach ja? Nimm mal nen Liter Futtersirup und tropf 1 Tropfen Lavendelöl rein, rühr sehr gut um, und sag dann nach Geschmacksprobe, nach was er schmeckt - der Sirup ist so zäh, daß das ÄÖ nicht wegdunsten kann. Ich tu sowas aber trotzdem nicht rein.:wink:
    Und Futterteig ist auch Zucker in wäßriger Lösung, nur halt mit sehr wenig Wasser, da sind keine Öle drin...:wink:

    Zitat

    Ascorbinsäurezusatz zu Rübenzuckerlösung schadet also nicht, wobei das Verhältnis mich jetzt noch interessieren würde?


    1 Tl -1/2 EL (5-7,5ml) Pulver.

    Zitat

    Bei Mineralstoffzusatz (Kochsalz) würde ich mich auch noch über eine Mengenangabe freuen


    1 EL (15ml) pro 20 Liter 3:2.
    Die Demeter-Leute haben ein anderes Verhältnis, ich bin da eher sparsamer, und tee-frei.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,
    danke für die vielen Antworten und Erklärungen.
    Sabine meint offensichtlich, wir sollten nicht so am Futter manipulieren, sondern besser das Umfeld ändern.
    Wenn das so einfach wäre.
    Ja, Lothar, verstehe deine Mineralien- und Heilerde-Geschichte. Bei mir, ich lebe sehr ländlich mit Pferden und Kühen,
    suchen sich die Bienen die schlimmsten Stinkepfützen aus. Hat schon seinen Sinn. Sie sammeln weniger im Wasser, eher an der
    feuchten Erde, wie du beschreibst.


    >Zu den ätherischen Ölen< Kamille und Eichenrinde ergibt einen Sud, den ich an das Futter beigebe. Ich mach das schon länger, keine Biene fand
    das ätherisch, einfach nur lecker.
    An Stephan: Ich gebe auf 10 ltr. einen Esslöffel, kein gekochtes Salz, sondern Meersalz.


    Ansonsten würde ich dir raten, alles wegzulassen und nur Bienen zuzulassen. Laß es sie selber machen, ist ihr Ding. Du bist nur der Behüter
    und Beschützer. Die denken nicht nach über Ascorbinsäure oder sowas, sie brauchen eine schicke Wohnung und viel Natur.


    (Kein Fake...)
    Wirklich liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Ja, mir gefällt der Thead auch. Ich finde es auch gut, dass die Frage ernst genommen wird.


    Für mich als Anfänger, der sich gerade für die "Betreuung" eines künftigen Bienenvolkes eine Grundausrüstung zulegt, fällt der Kilopreis für Trauben- und Fruchtzucker wirklich nicht ins Gewicht, wenn ich damit erreiche, dass der Ableger "winterfest" wird und ich daraus ein überlebenfähiges gesundes Volk entwickelt. Ich treib das Ganze eh nicht, um wirtschaftlich Honig zu produzieren, sondern in erster Linie zum Spass an der Freud und zur Befruchtung künftigen unserer Obstbäume am späteren Standort des/der Völker.


    Dass dies mit Wirtschaftsvölkern scheinbar nur nur mit Schwarmverhinderung bzw. Ablegerbildung sowie mit Honigentnahme und anschliessender Zuckerfütterung funktionieren soll, macht das Hobby für mich nicht unbedingt interessanter, wobei ich mich jetzt erst mal mit der klassischen Imkerei befasse (natürlich bedingt über den Imkerkurs, kleinster Aufwand für Völkerbeschaffung und Betreuung durch Verein), wobei mir die "Alternativen Betriebsweisen" und ehemals heimischen Bienenrassen (z.B. dunkle Biene) von der Theorie, was man liest und sehen kann viel mehr zusagen. Dabei sollte dann aber der Imkerpate ebenfalls die entsprechende Betriebsweisen bevorzugen und/oder z.B. dunkle Bienen haben.....


    Aber Rom ist auch nicht in einem Bienenjahr gebaut worden.

    "Sag mir Deine ehrliche persönliche Meinung, ich werde sie respektieren, auch wenn sie mir nicht gefällt"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von StephanL () aus folgendem Grund: Die Rechdschreibbrüfung hat versagt


  • Nabend Stephan,
    dann mach doch Nägel mit Köpfen. Extensive Betriebsweise, 2 oder drei Durchsichten im Jahr.
    Großer Brutraum und nur eine Honigflachzarge für dich.
    Überlaß den Bienen den Honig, dann hast du sehr wenig Futtersorgen.
    Ich schleudere nur einmal im Jahr, nach der Lindenblüte. Was danach kommt, schenke ich
    den Bienen.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo


  • Überlaß den Bienen den Honig, dann hast du sehr wenig Futtersorgen.
    Ich schleudere nur einmal im Jahr, nach der Lindenblüte. Was danach kommt, schenke ich
    den Bienen.


    Guten Abend,
    ja, so handhabe ich das eigentlich auch; mir reichen die 10Kilos die ich ihnen nehme und die Freude, die ich an den Summsen habe


    Gruß
    Brummel

  • Ich schleudere nur einmal im Jahr, nach der Lindenblüte. Was danach kommt, schenke ich
    den Bienen.


    Du schenkst den Bienen gar nichts, Du verzichtest bestenfalls darauf, Ihnen was wegzunehmen. Ich empfinde den Unterschied deutlich, wenn mir jemand 5 Euro schenkt oder mir bloß meine 5 Euro nicht wegnimmt. ...


    Ich schenke meinen Bienen gut verdauliches Winterfutter.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder