Welche Tauchpumpe?

  • Liebe Bienenfreunde,


    habt Ihr bitte einen Tipp, welche Tauchpumpe zum Zuckerwasser-anrühren gut geeignet ist? Klarwasserpumpe oder Schmutzwasserpumpe?


    Danke!


    Gruß,


    Summ!

  • Moin,


    Du kannst eine Klarwasserpumpe benutzen, Du darfst die bloß nicht in den Zucker setzen.
    Ich habe die Zuckeranrührerei einmal in einem Kubitainer / IBC mit einer Benzinmotorpumpe erlebt. Da wurde am Ablaß eingepumpt und oben mit einem Schlauch das dünne abgesaugt. Dabei wurde der Zucker ordentlich verwirbelt.
    Sauerei war's trotzdem und nach meiner Auffassung Ersparnis gegen Sirup mit Anlieferung gleich 0.


    War aber schöne Bienen-Geigelei, weil mit der Pumpe dann auch ein Futtergeschirr in 1.4 Sekunden voll und in 1.5 Sekunden übergelaufen war. Ganz Klasse ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dann kannst du auch gleich mit dem Holzlöffel rühren. Du sollst das Wasser oben abziehen und unten wo der Zucker liegt wieder reindrücken oder du nimmst halt doch eine Schmutzwasserpumpe, die kannst du direkt in den Zucker stellen. Ist vom Preis her sowieso egal, falls du nicht unbedingt die billigste willst. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Hallole,
    60L Fass + Schmutzwasserpume von Obi.
    Pumpe nach Gebrauch umbedingt in einen Eimer mit Klarwasser sauber laufen lassen.
    Ergänzungsweise dann noch Abstellventile an die Schläuche.
    Damit fülle ich direkt in kleinere Kanister ab.
    Klappt super allerdings verwende ich zunehmend Fertigsirup weil der länger Haltbar ist und zu weniger Räuberei führt.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )



  • hallo Summ,


    Du wohnst am Hang. Deine Bienen stehen wahrscheinlich unterhalb Deines Hauses.
    Dann schlage ich Dir folgendes vor:
    Kauf ein 200l (oder größer) Kunststoffaß mit großer Öffnung oben. Lebensmittelecht. Markiere Dir 50l / 100L / 150L Füllmenge.
    Mach unten seitlich ein Loch rein und eine Gartenschlauchverbindung mit Steckverschluß. Wenn das Faß 2-5m oberhalb der Beuten steht, kannste oben Dein Futter anrühren - wir rühren mit der Hand -( ca. 50 Grad heißes Wasser auf Teilstrich(e) einlaufen lassen und die entsprechende (Bio-)Zuckersäcke einfüllen. Das Wasser wird durch die Zuckermasse sofort auf Handwärme runtergekühlt. Dann ein wenig rühren, wenn Du willst nach Wallawalla-Methode, fertig. Mittels des gelegten Wassergartenschlauches, brauchst Du nicht mal das Futterwasser zu Deinen Bienen tragen.
    Jonas


    Nachtrag:
    Warum willst Du diesen Teil der Imkerarbeit mechanisieren?

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  • Lieber Jonas,


    danke für Deine Nachricht, das habe ich exakt so gemacht. Ich habe ein 200l Gefäß mit Gartenschlauchanschluss. Da der Lagerraum für die rund 1,5 Tonnen Zucker bei der Garage ist, wird genau dort die Flüssigkeit angesetzt und mit einem 50 Meter Schlauch direkt zu den Beuten geführt.


    Nur: Ich habe dort kein warmes Wasser, deshalb habe ich an die Pumpe gedacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit kaltem Wasser einfach ist, 200 Liter Zuckerwasser zu rühren.


    Gruß,


    Summ!

  • Summ,
    bei meinem letzten Kommentar zu Deiner Frage:
    Ich habe zwar die techn. Möglichkeit beschrieben, aber vergessen darauf hinzuweisen, dass der Gartenschlauch ein Problem darstellen kann. Denn dieser besteht i.d.R. aus minderwertigem und weichmacherhaltigem Kunststoff. Es ist zu überdenken, ob Du das (handwarme) Futter da durchlaufen lassen sollte. Vielleicht ist es übertrieben darüber nachzudenken, doch ich meine, Du solltest diesen Aspekt überdenken.


    Zu den 200l Fäßern. Regentonnen bestehen aus Kunststoffgemischen, welche noch zu wertvoll sind um als Energiequelle verwendet zu werden. Ich würde davon abraten. Da ist alles drin. Du solltest Dir eine (meist blaue) Tonne oben mit großem Deckel kaufen. Gibt es auch gebraucht aus dem Lebensmittel-, Medizin- und Kosmetikbereich.


    Oder kauf gleich einen kleinen gebrauchten 500 L Cubitainer. Der hat aber den Nachteil, dass die Öffnung oben klein ist und man schlecht rühren kann. Sonst wäre das die Lösung. Dann wäre die Idee/Vorschlag mit Pumpe von Franky eine gute Ergänzung.


    Es gibt auch lebensmittelechte Schläuche, diese bestehen aus Silikon und sind aber sehr teuer. Von dieser Seite betrachtet, war mein Tipp wohl dann doch nicht so gut.


    Nein, es muß kein warmes Wasser sein. Die Auflösung dauert dann eben etwas länger. Abends ansetzten, mehrmals umrühren, stehen lassen bis in der Früh, umrühren und die Reste auflösen. und rühre noch etwas Propolislösung mit rein. Aber Achtung: bei 1:1 Ablegerfutter, hält diese Pampe bei Wärme nicht lange > sofort verbrauchen.


    Und immer gut nachher mit klarem Wasser spülen und austrocknen lassen. Sonst hast Du schnell alles voller Schimmelpilze.

  • Moin,


    wenn Ihr von "Gartenschlauch" schreibt, dann meint Ihr aber hoffentlich nicht 1/2" oder 3/4". Durch so einen Schlauch ist Bienenfutter nicht mit blanker Schwerkraft zu treiben. Nächstes Problem ist die Anfälligkeit gegen Hefen auch innerhalb der Schläuche und Schieber. Die erste Mischung wirst Du vielleicht noch in die Geschirre bringen, anschließend aber wird Dein Schlauch innen zum Hefezuchtgebiet (gerade wenn Du mit weiterem Wasser rummachst) und Du spülst mit der zweiten Fütterung die Sauerei in die Geschirre, worauf die zügig sauer werden. Gerade deshalb setzen die Imker ja hochprozentige Zuckersirupe invertiert ein. Weil die eben nicht verderben oder auskristallisieren. Weder in den Tanks noch in den Schläuchen, Schiebern oder Pumpen. Mit Wasser und Zucker mußt Du sehr viel Zeit und Energie in's Pumpen investieren um so eine hohe Konzentration durch Lösung zu erhalten. In meiner Erinnerung lief die Benzinpumpe bei 1:1 (also gährigen 50% Wasser) bestimmt eine Stunde. Und dann ist Dein Futter noch immer nicht invertiert ...


    Zucker, Wasser und die ganze Umpumperei wirst Du wohl bei keinem Berufsimker in Deutschland mehr finden. Wenn Dir bei der dritten Fütterung 100kg Zucker zu Jauche wurden und Du nun auch die Futtergeschirre erst sterilisieren mußt, ehe Du weiterfüttern kannst, weißt Du warum ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Danke für Eure Antwort und Eure Tipps!


    Ich werde also eine lebensmittelechte Tonne kaufen und das ganze mal ausprobieren. Der 50 Meter-Schlauch, den ich bereits gekauft habe und auch zum Auswaschen der Schleuder mit heissem Wasser verwende, ist lebensmittelecht (und eben hitzebeständig bis 60 Grad), ich werde also anschließend den Schlauch von anderer Stelle im Haus mit 60 Grad heissem Wasser gründlich durchspülen. Wenn das ganze nicht funktioniert, muss ich eben Kanister verwenden.

  • ... da möchte Dir aber widersprechen henry@.
    Die Soße läuft sehr wohl durch einen Schlauch. 3/4 Zoll sollten es aber schon sein. Bei fertigen Sirupen hast Du wohl recht. Diese verwendet aber summ@ nicht. Er hat sich für Kristallzucker entschieden. Dieser läßt bekanntlich mehr Möglichkeiten der Verwendung offen. Ich nehme an, das summ@ Bio-Zucker verwendet. Invertierte Zuckerlösungen gibt es nur von sehr wenigen Firmen. Apiinvert als Bio haben wir vor 3 Jahren gekauft - und uns sich über 25 Völker eingegangen. Ob es ein Produktionsfehler war, wissen wir nicht. Tatsache ist, dass ein Teil unserer Völker auf auskristallisiertem Bio-Apiinvert verhungert (!) sind. Wir haben uns mit Südzucker außergerichtlich gütlich geeinigt. Ein weiterer Bio-Imker ebenso. Dort war das gleiche passiert. Dieser Imker darf in seiner Vereinbarung mit Südzucker nicht mal darüber sprechen. Wir haben eine derartige Vereinbarung nicht gemacht.


    Will sagen: es gibt viele gute Sirupe auf dem Markt. Bei den Bio-Sirupen sind wir mit Bio-Apiinvert auf die Schnauze gefallen und rühren seitdem wieder mit Bio-Kristallzucker selbst an. Sirupe haben wirklich einen großen Vorteil. Sie halten 'ewig' und lassen sich problemlos lagern. Und der Verbrauch ist etwas geringer als bei handgerührten Zuckerlösungen. Leider fragt sich aber kein Mensch, ob und in welcher Zeit aus den Verpackungsfolien Stoffe an die Zuckerlösung abgegeben werden.
    Deine Ausführungen zu den Schimmelpilzen finde ich etwas übertrieben. Die Problematik ist aber sicherlich bei einem 1:1 Verhältnis gegeben. Deshalb ist eine strikte Reinigung und Trocknung erforderlich. Summ@ muß den Hahn und den Schlauch gut reinigen. Das ist wirklich kein Problem. Notfalls wird er wohl einmal heißes Wasser durchlassen und die übrige Zeit den Schlauch zum Bewässern nehmen. Wir haben heute 300 l in 1 Std. fertig für die Auffütterung gemacht - inkl der Rührerei per Hand. Von 'guten Schwingungen' will ich hier gar nicht erst anfangen zu reden. Normal geht es in einer 1/2 Stunde, doch weil die Solaranlage nur 20 Grad warmes Wasser liefern konnte hat's etwas länger gedauert. Aber ich gebe Dir recht, die Handhabung z.B. von Sirup im Karton ist wesentlich einfacher.


    Im übrigen sind Hefen überall in der Luft und ich behaupte hier mal ganz frech, dass viele Imker mit ihrer Futterwabenaufheberei und späteres Einhängerei in andere Völker, wesentlich mehr Hefekulturen in diese Völker und dann in die Tracht tragen, als es durch einen gereinigten Gartenschlauch möglich wäre.

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  • Guten abend!


    Pumpen haben bei mir den Zucker nie wirklich ausreichend bewegt! Deswegen benutze ich einen Bootsmotor... natürlich einen elektrischen. Geht super!


    Gruß Andreas

  • ... es gibt viele gute Sirupe auf dem Markt. Bei den Bio-Sirupen sind wir mit Bio-Apiinvert auf die Schnauze gefallen....

    Ich rate schon immer von dem BIO-Zermon ab, oder?

    Leider fragt sich aber kein Mensch, ob und in welcher Zeit aus den Verpackungsfolien Stoffe an die Zuckerlösung abgegeben werden.

    Schon uralte Bienenzeitungen berichten über die Verunreinigungen, die Kristallzucker in Säcken aus Papier, Jute oder Leinen aus und durch diese aufnimmt. Ich verwende ausschließlich Sirup lose oder in den 10-l- bzw. 14.5-kg-Gebinden. Die kommen mit keiner Folie in Kontakt und auch mit keinen Schwingungen oder Strahlen (außer ich telefonier beim Abfüllen)


    Auf einem Bienenvolk (T:>30°C) braucht eine mit Hefen geimpfte Zuckerlösung 1:1 weniger als 3 Tage, um so sauer zu werden, daß sie nicht mehr abgenommen wird. Zum Impfen reicht der eingetrocknete Rest aus. Bei den Hefen und Schleimpilzen geht es mir nicht um den Eintrag in Winterfutter oder Honig. Es geht um das "Umkippen" des Futters in den Fütterern.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi zusammen,


    ich versuche es dieses Jahr zum ersten mal mit Futterteig statt Zuckerwasser.
    Wie sind damit eure Erfahrungen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.