Waben aus HR-Naturbau

  • Von zwei frisch auf Naturbau umgestellten Völkern hier zwei Beispiele von Waben aus den Honigräumen:
    Die Waben sind aus zwei verschiedenen Völkern. Rechts ist viel Drohnenbrut dabei, so sieht es bei fast allen HR-Waben dieses Volkes aus.


    lBitte sagt mal was dazu.



    Holbee

  • Schließt du das aus den Weisel- (Spiel- ?) zellen, die so zahlreich zu sehen sind?


    Es kann schon sein, dass sie in Schwarmstimmung sind, einfach weil sie bis jetzt nicht geschwärmt haben. Ich hatte keine Ableger zur Schwarmverhinderung gemacht, weil es e8in ziemlich schwaches Volk aus einem eingefangenen Schwarm vom letzten Jahr ist.


    Holbee

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  • Die Weiselzellen + der klassisch unförmige Bau + Drohnenzellen = eventuell noch in Schwarmstimmung
    Dazu kommt, dass ich immer wieder mitten in der Saison doch noch mit Anfangsstreifen erweitern kann, obwohl alle sagen, das gäbe nur Drohnenzellen.


    So war das auch dieses Jahr.
    Ausserdem hatte ich dieses Jahr mit Verbau an meinem Zuchtrahmen zu kämpfen.
    Da konnte ich sehr schön sehen wie die Zellen kleiner wurden und die Wabe insgesamt immer homogener.
    Zuletzt hatten die mir den Rahmen in drei Tagen komplett zugebaut, sehr schön und mit kleinen Zellen.


    Hat das Volk den Schwarm geknickt, kann das Erweitern mit Anfangsstreifen das ganze Jahr klappen.
    Möglicherweise brauchen die dann nicht so viele Drohnen - aber das ist nur meine Theorie.



    Soweit zumindest meine Beobachtung seit 2007.


    Grüße!
    Arnd

  • Das ist ein interessanter Beitrag, Arnd. Ich fange erst an, Beobachtungen beim Naturbau zu machen.


    Zum Beispiel fiel mir auf, dass die Zellen der rechten Wabe aussen kleiner sind als in der Mitte. Wie kann man das erklären?


    Ein ganz anderer Gesichtspunkt: Wie komme ich eigentlich an den schönen Honig solcher Waben, ohne die Brutzellen mit zu schleudern?



    Holbee

  • Dieses Jahr hat bei mir das erste Erweitern mit Anfangsstreifen, nach der Futterwaben-Entnahme, nur insoweit geklappt, dass jedes Volk eine dicke, fette Dadant-Drohnenwabe hatte.
    Die sind dann teilweise nur mit 8 oder 9 DA-Waben durch die erste Tracht.


    Eins hat inzwischen wieder ein neues Rähmchen mit Anfangsstreifen bekommen.
    Ich schau morgen mal wie das geworden ist.


    Hat das noch jemand hier so beobachtet?



    Grüße!
    Arnd

  • Hallo, zusammen,
    ich habe auch Naturbau im Honigraum.
    Allerdings sind die Honigwaben gedrahtet, außer bei den 2/3 Flachzargen.
    Ich habe es auch ohne Absperrgitter probiert und hatte nur Drohnenbau oben.
    Seitdem nehme ich Absperrgitter und tausche auch nicht die Waben.
    Meine Honigwaben werden exakt ausgebaut, wie aus einem "Bilderbuch".
    Ich habe es dieses Jahr gewagt, auf zwei meiner 4/3 Zargen, 3/3 Zander, gedrahtet mit Anfangsstreifen, zu geben.
    Die Rapsblüte ist nun vorbei. 6 von 10 Waben sind ausgebaut und zur Hälfte verdeckelt. Jungfräulich.
    Ich warte noch die Lindenblüte ab, dann müßten die Honigräume voll sein.


    Mit Geduld schaffen es die Bienen, zurückzufinden. Meine Bienen brauchten immerhin 15 Monate, um das zu kapieren,
    seitdem reduziert sich der Drohnenbau und ich habe wieder kleinere Zellen, so wie der BIEN es will.


    Liebe Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • [quote='arnd','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=237176#post237176']Dieses Jahr hat bei mir das erste Erweitern mit Anfangsstreifen, nach der Futterwaben-Entnahme, nur insoweit geklappt, dass jedes Volk eine dicke, fette Dadant-Drohnenwabe hatte.
    Die sind dann teilweise nur mit 8 oder 9 DA-Waben durch die erste Tracht.


    Eins hat inzwischen wieder ein neues Rähmchen mit Anfangsstreifen bekommen.
    Ich schau morgen mal wie das geworden ist.


    Hat das noch jemand hier so beobachtet?



    Grüße!
    Arnd


    Hallo Arnd,
    die Drohnen werden unterschätzt.
    Werden wenig beobachtet oder wissenschaftlich analysiert.
    Sie sorgen wahrscheinlich für Harmonie und Wärme der Brut im Stock.
    Wenn der BIEN die Freiheit hat, nach seinem Gusto zu bauen, gehören die Drohnen einfach dazu.
    Sie dienen auch in der Not als Eiweiß-Quelle.
    Das fühlt das Bienenvolk.
    Ich kann das nicht wissenschaftlich belegen, sind nur meine Erfahrungen.


    Holbee : wenn du Flachzargen ohne Draht nimmst, wohl über Absperrgitter, kannst du Scheibenhonig gewinnen.
    Wichtig für eine neue Qualität ist, daß der Honigraum immer jungfräulich bleiben soll.
    Das ist meine persönliche Erfahrung, kriege auch viel Resonanz im Verkauf bei den Kunden.


    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Holbee : Schwarmstimmung siehst du, wenn sie so zipfelig bauen und nicht über die ganze Breite wie links (ich brauchte die Bilder nicht mal anzuklicken :wink:).
    Den Honig kannst du nur ausschneiden, wenn du ihn haben willst, und diese Stücke dann als Wabenhonig essen.


    arnd : ich mach meine TBE nicht umsonst - im ersten Jahr bauen die und die Naturschwärme fast keinen Drohnenbau, der kommt erst im Frühjahr des zweiten, von daher ist das hier

    Zitat

    Hat das Volk den Schwarm geknickt, kann das Erweitern mit Anfangsstreifen das ganze Jahr klappen.
    Möglicherweise brauchen die dann nicht so viele Drohnen - aber das ist nur meine Theorie.

    korrekt.:wink:
    Denk wie die Bienen in Zyklen - der Schwarm verläßt das alte Zuhause und braucht im neuen noch keine Drohnen, sondern erst im nächsten Frühjahr.
    Daß der Imker das nicht akzeptieren kann, ist ja sein Problem und nicht das der Bienis....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen