Bienenkisten-Betriebsweise auf Magazinbeuten übertragbar?

  • Hallo Leute,


    ich habe mich vor längerem mit der Seite Bienenkiste und deren Betriebsweise auseinandergesetzt.


    Nun habe ich ein paar Beuten von einem Altimker geerbt. Ein Volk habe ich mittlerweile auch schon in einer Beute. Was mir aber nicht gefällt, ist das ständige eingreifen in das Volk.


    Ich möchte nicht den großen Honigertrag und es wäre auch nicht schlimm, wenn ein Teil der Bienen mal schwärmen würden.


    Wer hat sich mit dem Thema mal befasst und kann mir sagen, ob eine ähnliche Betriebsweise mit einer Magazinbeute möglich ist und wie man sie dann umsetzt.


    1. Kann ich z. B. einfach 3 Zargen mit Rähmchen (mit oder ohne Mittelwänden) als Wohnraum überlassen? Ich stelle mir das so vor, dass die Bienen ja auch eine große Baumhöhle übernehmen und nach und nach den Raum annehmen und ausbauen.


    2. Was würde passieren, wenn man Wildbau nicht entfernt?


    3. Wo würden sie den Honig lagern? Meine Vermutung in der oberen Zarge, weil sie fluglochfern liegt.


    4. Welche Ideen habt ihr dazu? Wie würdet ihr aufbauen?


    5. Woran könnte es scheitern?


    Gruß
    bini

    Nimm dein Leben in die Hand, sonst tuns andere! :-)

  • Das, was Du vorhast ist eher mit der Warré-Beute vergleichbar. Dazu kann Bernhard sicherlich einiges sagen. Man kann die Betriebsweise der Bienenkiste nicht auf ein Magazin übertragen, weil das eine eine Horizontalbeute ist und das andere eine Vertikalbeute (s. Geschichte). Man kann fast in jedem beliebigen Gefäß Bienen halten, wenn das Volumen stimmt.
    Der Unterschied liegt in der Frage, wie man die Bienen dann später bearbeiten kann (Völkerdurchsicht, Schwarmkontrolle, Honigernte, Varroabehandlung, ...). Hier hat die Bienenkiste/Krainer Bauernstock mit den flachen Waben und der Bearbeitung von unten ein Alleinstellungsmerkmal, was wesentlich die Bearbeitung bestimmt. Das lässt sich nicht aufs Magazin übertragen.


    Liebe Grüße
    Erhard

  • Wenn ich zu meinem Stande geh
    Wenn ich zu meinem Stande geh
    Und tausend Bienen um mich seh
    Und hör das altvertraute Summen,
    Dann müssen Leid und Gram verstummen.



    Dann denk ich nicht an Gut und Geld,
    Nicht an den Hader in der Welt,
    Nicht an den Lärm auf allen Gassen,
    Nicht an der Feinde grimmes Hassen,



    Noch an der Freunde Neid und Spott;
    Dann dank ich still nur meinem Gott,
    Daß er im Tollhaus dieser Erden
    Dies Heim des Friedens mir lies werden.



    Kehr ich vom Bienenstand zurück,
    Ist aufgehellt der trübe Blick.
    Denn, was mir grau und schwer erschienen,
    Das gab ich meinen lieben Bienen.



    Die trugens in die Luft hinaus,
    Gleich allem Schmutz aus ihrem Haus,
    Und was sie mir dafür gegeben,
    Ist neue Kraft zu frohem Leben.



    von Edmund Herold "Der Bienen-Narr"

  • Drohn sehr schön obwohl ich Gedichte eigentlich blöd finde (persönlich ... das gilt nicht für andere) :)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"