Schwarm aus Mauerspalte gepflückt (Bienensauger)

  • Alsooooo, ich habe versucht mit dem Aschesauger ein Volk aus dem Rollokasten zu bergen - das hat aber nicht geklappt.
    Beim Schwarm mag es funktionieren aber bei einem bereits länger eingezogenen Volk klappt es offenbar nicht so gut. Auch ohne Rauch stopften die sich die Mägen aus und brachen das alles wieder im Aschesauger aus. Sie verendeten dort zum größen Teil obwohl wir zu dritt und so schnell wie möglich arbeiteten - aber 2 h sind eben auch bei nur 20-25°C einfach zu lange.


    Eine deprimierende Erfahrung; werde dazu noch ne Galerie erstellen wenn ich Zeit finde...


    Melanie

  • Heute wurde ich zu einem Schwarm gerufen der an der Hauswand saß. Ich habe leider nur noch wenige Bienen sehen können als ich vor Ort war, da alle durch eine offene Mauerwerksfuge (am Haus war der Putz abgehackt) in das Hohlmauerwerk eingezogen waren.
    Ein Öffnen mit Aufbruchhammer habe ich verworfen (Bauherr müsste ja auch zustimmen). Ein Aussaugen hatte ich in Betracht gezogen aber man weiss ja nie wo der Schwarm im Hohlraum sich niedergelassen hatte.


    Dieser schöne Schwarm wird wohl nicht mehr lange leben. :-(

  • Ich würde einfach versuchen, mit dem Smoker viel Rauch durch das Flugloch zu geben. Wenn die Bienen gerade eingezogen sind, kommen sie auch wieder raus, wenn es ihnen nicht gefällt. Ein oder zwei Ladungen des Smokers sollten eigentlich ausreichen, je nach Hohlraum.


    Viele Grüße
    Bernhardf

  • und draußen noch eine Beute mit Lockwabe für den direkten Umzug anbieten?!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    bei mir hatte sich der Schwarm an der Hauswand dann großflächig gesammelt. Hab dann so viel wie möglich in und vor eine Beute mit 2 Honigfeuchten Waaben ( ich hatte nix anderes ) gefegt.
    Ich weis nicht ob ich die Kö mithatte oder ob sie sich dann zum Umzug entschlossen hatte, jedenfalls schienen am nächsten Abend alle Bienen in der Beute zu sein.
    ein RIESEN schwarm..... jaha, ganze 2 Waaben voll ...


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Die Sachen muss man erst einmal mithaben, wenn man zu einem 25km entfernten Schwarm von der Einsatzleitstelle gerufen wird. Ich hab ja keinen Bienenwagen mehr :cool:
    Erstmals hatte ich meine 2 neuen selbstgebauten Schwarmfangkisten mit und wollte eine einweihen.

  • Warum eigentlich einen Schwarm nicht gleich in eine (leere) Beute saugen?


    Wie wäre es mit folgender Konstruktion:
    - Man nehme normalen Gitterboden, Zarge und Innendeckel. Ganz normal zusammengebaut, jedoch nicht stehend sondern liegend.
    - Staubsauger wird an Varroawindel angeschlossen
    - Loch in Innendeckel für das Saugrohr.
    - Flugloch verschliessen und Undichtigkeiten an Varroawindel mit Schaumstoff abdichten
    - Das Ganze mit Gurt umspannen und hinlegen, so dass die Rohre seitlich austreten.


    Damit wären die Bienen gleich in ihrem neuen Heim. Nach Kellerhaft und V-Behandlung müsste man nur noch Rähmchen einstellen und fertig.


    Könnte es bei diesem Vorgehen zu Problemen mit AFB kommen? Während der Hungerkur könnten ja Sporen in die Beute gelangen. Müsste die Beute nach der Hungerkur desinfiziert werden?


    Meinungen?

  • Ich habe es schon mal mit einer einzelnen Zarge probiert - fast unmöglich, die abzudichten. Außerdem fallen sie in den Ascheabscheider wesentlich "weicher", durch die runde Form ist da der Luftwirbel wohl besser. Daß mit der Zarge hat jedenfalls bei mir nicht funktioniert.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo zusammen,


    ich bin heute von einem entfernten Nachbargärtner angerufen worden, weil sich wohl ein Schwarm in seiner Gartenhütte irgendwo zwischen Innen- und Außenwand niedergelassen hat. Allerdings kann er nicht genau sagen, seit wann sie dort sind. Seiner Beschreibung nach hat er aber heute eine große Menge Bienen an einer Spalte zwischen Wand und Dach gesehen, die dann in dem Hohlraum verschwunden sind. Klingt ja so, als seien sie heute erst eingezogen. Wir haben uns für morgen verabredet, uns die Lage mal anzusehen.


    Jetzt also meine Frage, wie ich die wohl am besten da heraus bekomme? Angenommen, man kann einige Außenbretter lösen und käme so tatsächlich gleich an das Volk heran, dann würde ich sie ja vor Ort in eine Beute schlagen können, dann zwei Tage Kellerhaft (weil sie ja auf den gewählten Standort eingeflogen sind). Danach könnte ich sie doch bei mir aufstellen, obwohl mein Garten nur Luftlinie ca. 150 m entfernt ist, oder sollte ich sie besser außerhalb vom Flugkreis aufstellen?


    Was aber, wenn ich nicht an Bienen heran komme? Strom gibt es dort nicht. Kabel von irgendwo dort hinlegen und die Geschichte mit dem Sauger würde einiges an Vorbereitung bedeuten. Das würde ich als Plan jetzt erst mal zurückstellen. Welche anderen Möglichkeiten gibt es? :confused:


    Und "worst case", wenn gar nichts funktioniert? Abschwefeln?:-(


    Viele Grüße,
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.


  • Und "worst case", wenn gar nichts funktioniert? Abschwefeln?:-(


    Vorher würde ich auf jedenfall das hier versuchen:


    http://www.youtube.com/watch?v=tOoaxoYYGQI


    durch den Drahtkegel kommen die Bienen zwar aus dem Stock heraus aber nicht mehr zurück. Vergleichbar mit einer Bienenflucht.
    In der danebengestellte Beute (mit einer Bannwabe?) können sie sich dann sammeln. So kannst du wenigstens die Flugbienen und die älteren Stockbienen retten.


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    danke, das sieht ja schon mal einfach und praktikabel aus. Hast Du das schon mal ausprobiert?
    Angenommen, sie sind wirklich heute erst eingezogen, dann würde ich mit viel Rauch doch wahrscheinlich auch viele heraustreiben können. Die Königin eigentlich auch?


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Hallo Henrike,


    bis morgen haben die schon gebaut. Auch wenn es nur eine Herzwäbchen ist.
    Beim Vorschwarm kann dieses Stück sogar schon ein paar Stifte haben.


    Dann sieht es schlecht aus.
    Versuch zu horchen, wo sie sitzen.


    Schwierig find ich das.
    Ich drücke dir die Daumen ganz fest!


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...mit viel Rauch doch wahrscheinlich auch viele heraustreiben können.


    Stell' Dir das nicht so einfach vor! Rauch hilft da nur bei extremer Rauchentwicklung und wenn das Volk gerade erst reingeschlüpft ist!


    Ich habe einen Schwarm aus einen Schornstein herausbefördert, indem ich durch die Reinigungsklappe des Schornsteins Rauch eingeblasen habe. Die Antwort der Bienen: sie drückten den Rauch mit Flügelschlagen nach unten - mitten in mein erstauntes Gesicht. Ein Bild für die Götter. *hust* *röchel*


    Ich habe dann mit einem starken Ventilator den Rauch nach oben geschickt. Irgendwann war es ihnen zu viel und sie stürzten mitsamt Königin wieder oben aus dem Schornstein. Von da aus in eine Hecke in Pflückhöhe. Den Sieg schon sicher wähnend schwirrten die Bienen einen Meter vor mir, ich hatte meine Arme schon gierig ausgestreckt, schwirrten ab - hoch in 5 Metern in einen Walnußbaum...(gekriegt habe ich ihn trotzdem)


    Bienen haben teilweise einen eigenartigen Humor, finde ich...


    Ich würde Strom verlegen. (Generator?) Und den Aschesauger einsetzen. Geht schnell und wirklich schonend. Falls die schon länger drin sind, kannst Du Wabe für Wabe absaugen und ausschneiden.


    Gruß
    Bernhard

  • In dieser Hauswand, beziehungsweise in dem Hohlraum zwischen zwei Häusern, ausgefüllt mit Dämmung, hat sich ein kleiner Schwarm eingenistet:


    Ein Schwarmfangsack wurde über das obere Loch gestülpt und mit Panzerband/Gewebeklebeband an der Wand befestigt.


    Ein kräftiger Rauchstoß zu Anfang und danach erst mal Pause. Wer durchgehend räuchert, bringt die Bienen eher um. Also Schock und dann Pause. Dann wiederholen. Die Bienen fächeln oft den Rauch zurück aus dem Loch - da hilft nur dagegen pusten.


    Das ist das Haupteingangsloch - nach der Aktion mit einem Taschentuch verstopft.


    Die Bienen hängen im Sack (und teilweise außen) und fahren als Beifahrer mit nach Hause.


    Aktion geglückt, die Bienen vor der Insektenspraydose bewahrt.


    Gruß
    Bernhard