Hobby-Imker stirbt an Bienenstichen

  • Hi,


    es wäre interessant zu wissen, ob der Imker von seiner Allergie wußte. Er trug Schutzkleidung. Einige Imker bekommen das Geschenk, von ihrer Allergie zu erfahren bevor sie großen Schaden nehmen. Diese Chance gilt es zu nutzen. Es zeigt sich auch an diesem Fall wieder: Für allergische Imker reicht Schutzkleidung nicht aus. Nur eine Desensibilisierung bringt ausreichende Sicherheit.

  • Die Schutzkleidung schützt im Ernstfall auch nur und jetzt kommt mein lieblings Ausdruck vor einem "Beefrenzy".
    Freitag Schwarm eingefangne und was soll ich sagen irgendwie haben sich 2 Damen in die Bluse geschlischen. Ich dachte die ganze Zeit das summen ist verdammt nah, aber vllt hängen se ja hinten am Schleier, naja. Als sie dann von innen vor meinem Gesicht im Schleier flogen, kam das unbehagen hoch. Wie bitte kommen, zwei Bienen in den Schleier?
    Gott sei Dank kein Stich aber trotzdem, ein oder zwei erwischen einen sicher auch so. UNd sei es wenn sie einen durch die Hose, am Knöchel oder am evtl ungeschützen Handgelenk erwischen, wenn man nicht unbedingt diese Stulpenhandschuhe aus Leder trägt.

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris

  • Moin,
    was mal wieder zeigt, daß die Sch***-Gummizugschleier mit den Wulstkragenjacken der letzte Mist sind - Allergiker sollten sich wirklich die Ami-Teile mit der vernünftigen Reißverschluß-Klettband-Lösung zulegen (Sherriff o.ä.), auch wenn die teuer sind - es lohnt sich.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Mir sind die irgendwo unter dem Gummibund der Blus geschlüpft. Der Reißverschluß der zum schließen des Schleiers da war war zu also richtig zu. Der Gartenbesitzer hat sich immer drum bemüht zu sehen, dass alles zu ist und richtig sitzt das ich nicht gestochen werde.

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris

  • Moin,


    ich trage auch keinen Wulstkragenanzug mehr. Eine falsche Bewegung und sie waren unter dem Schleier.
    Nicht das ich etwas gegen die Nähe von Bienen hätte, aber im Gesicht mag ich keine Stiche.
    Jetzt trage ich die einfachen Oberteile mit Reißverschluß-Schleier für ca.35€.
    Davon kann ich mir 5 kaufen, bis ich an den Preis von einem Sherriff Anzug komme. :wink:
    Nur bei meinen Besten schaue ich ab und zu ohne Schutz nach, damit ich auch sagen:
    "Die tun doch nichts" :cool:
    Gruß,
    Jörg

  • Moin Imkers,


    Wer sich schützen muss, für den ist dichte Kleidung natürlich wichtig.
    Ich benutze aber nur noch den Schleier und den mache ich direkt am nackten Hals zu.
    Letztens musste ich allerdings auch noch mal die Handschuhe anziehen,
    denn nach etwa 10 Stichen in die Finger, wurde es mir zu bunt.
    In die Hosenbeine kann mir nichts mehr krabbeln, ich ziehe die Hose einfach aus.


    s.T.
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Hi,
     
    es wäre interessant zu wissen, ob der Imker von seiner Allergie wußte. Er trug Schutzkleidung. ....... Für allergische Imker reicht Schutzkleidung nicht aus. Nur eine Desensibilisierung bringt ausreichende Sicherheit.


     
    Das würde auch ich gern wissen wollen. Meine Frau entdeckte die Meldung gleich am frühen Morgen. Da Sie für mich auch schon mal den Notarzt rufen musste, war *der Riemen runter*. "Such Dir doch ein anderes Hobby!" Nun bin ich lt. Tests nicht allergisch, trotzdem nach jedem Stich absolut flattrig (Psyche?)
     
    Er soll in Frieden ruhen. Mein Beileid für die Angehörigen.
     
    Absolute Stichvermeidung geht leider kaum. Sei es beim Ausziehen der Jacke (gestern früh erst wieder, trotz abschütteln), sei es durch den Stoff (gestern nachmittag). Und nen Pulli unter die Jacke und eine zweite Hose habe ich probiert, halte es aber keine 10 Minuten in der Sonne aus damit.
     
    Kein gutes Image für die Bienen. Tragisch.
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Grüß euch,
    laut Presse wuste er von seiner, wie dort steht, Allergie nichts. Es heißst : Welchem Risiko sich der 46-Jährige aus dem südlichen Landkreis Landshut (keine 50km von mir weg) während all der Jahre als Hobby-Imker ausgesetzt hatte, kommt nun erst - drei Tage nach dem tragischen Unfall - ans Licht. Ohne zu wissen dass er auf die toxischen Bienenstiche allergisch reagiert, näherte er sich immer wieder den Insekten, kümmerte sich um sie, pflegte sie.
    Anscheinend wurde er zum ersten mal gestochen?


    Noch a andere Frage von mir, was hiermit nix zu tun hat. Weiß zufälliger weise wer von euch, was zu Zeit aktuell für Kulturen (Landwirschaftliche) gespritzt werden und mit was?


    Lieben Gruß
    permaniederbayern

    Jeder Garten sollte soviel Natur enthalten wie es einer verträgt, wir Vertragen sehr viel davon, auch zum Leidwesen unserer Nachbarn und Mitbürger.

  • Widersprüchliches ist zu lesen:


    "Normalerweise kümmert sich sein Vater um die Bienen. Doch weil der zurzeit im Krankenhaus liegt, machte sich am Samstag sein 46-jähriger Sohn daran, den Bienenschwarm im elterlichen Garten in Wurmsham (Kreis Landshut) abzuschöpfen....


    Offenbar wurde er gleich zu Beginn der Arbeit schon einmal gestochen, doch davon ließ er sich nicht abhalten. Er zog dementsprechende Schutzkleidung an und setzte seine Arbeit fort.


    „Doch diese Bekleidung war nicht völlig abgeschlossen“, erklärt ein Polizeisprecher, „und so haben es ein paar Bienen geschafft, beim Hosenbund hineinzukrabbeln.“


    Dann machten die Tiere das, was sie immer tun, wenn sie sich bedroht fühlen: Sie stachen mehrfach zu. Dadurch erlitt der Mann einen Allergieschock. Der 46-Jährige schaffte es noch, vom Garten ins Haus zu gehen, wo er im Eingangsbereich bewusstlos zusammenbrach.


    ...........


    Nach Polizeiinformationen hatte der 46-Jährige eine Allergie gegen Bienenstiche. Warum er sich trotzdem in Gefahr begab, ist nicht bekannt...."



    (http://www.abendzeitung.de/bayern/190581)


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ohne zu wissen dass er auf die toxischen Bienenstiche allergisch reagiert, näherte er sich immer wieder den Insekten, kümmerte sich um sie, pflegte sie.
    Anscheinend wurde er zum ersten mal gestochen?


    Hi,


    das hat mit erstem Stich nichts zu tun. Dass man beim jetzigen Stich nicht allergisch reagiert, heißt nicht, dass einer der nächsten Stiche einen nicht aus den Socken haut.. Mein Sohn reagierte erst beim 9. Stich allergisch und bei uns im Verein stellt sich bei einem Imker erst nach 15 Jahren und Unmengen an Stichen die Allergie heraus. Das macht die Sache ja so tückisch und die Schutzkleidung so sinnvoll.


    Hier ist übrigens ein hölländischer Laden, der Blousons ähnlich den Sheriff Produkten verkauft. Ich habe einen vergleichbaren Blouson mit etwas anderen Taschen. Das Teil bewährt sich sehr gut. Insbesondere hat man nicht immer den dusseligen Hut über dem Kopf, der die Sicht nach oben einschränkt und unter dem sich der Mief staut.


    http://www.imkereifachbedarf.d…rofi/flypage-ask.tpl.html