Bienen stechlustig

  • Zitat

    Gehört habe ich sicherlich viel, aber noch längst nicht alles verstanden!



    Der Baum der Erkenntnis: Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens
    von Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela
    ISBN: 978-3596178551



    :daumen:


    Bernhard

  • Also ich habe gerade den Fall einer Frau deren Tochter mehrfach von den Bienen der Nachbarin gestochen wurde. Die Bienen stehen direkt am Zaun; die Tiere fliegen über das Grundstück der Frau an und ab.
    Der Imker soll über rund 2000 qm Grund verfügen; dennoch lehnte er das Verstellen oder zumindest Umdrehen der Beuten ab. Die Folge: Die Frau hat eine einstweilige Verfügung beantragt und auch bekommen daß der Imker die Beuten verstellen oder die Bienen fortbringen muß...was aber bisher auch nicht geschah.
    Der Imkerverein zeigte sich wohl wenig hilfreich; man sagte, es gäbe keine Grundstücke auf die die Bienen verbracht werden könnten und schickte die Frau nun selber auf Flächensuche wobei sie bei mir anrief und das erzählte. Der Anwalt der Frau versuchte vergeblich, den Vorstand zu erreichen; Rückrufbitten wurden ignoriert.


    Das sind natürlich solche Geschichten die absolut kontraproduktiv sind - für Bienen und Imkerei im Stadtgebiet. Ob nun falsch behandelte Bienen oder Stecher - sowas sorgt für böses Blut und da sollten gerade die Imkerverbände mithelfen, daß solche Streitfälle geklärt und geschlichtet werden. Wenn sich die Betroffene an die Zeitung wendet...brrrr, nicht auszudenken...


    Melanie

  • Hallo Melanie,
    da kommt demnächst die Einstweilige Verfügung, das die Tochter den Garten nicht mehr während des Bienenfluges betreten darf.
    Wo kommen wir denn da hin, wenn wir jetzt bei jedem Wehwechen so einen Weg einschlagen.
    Die Tochter ist doch tagsüber in der Schule, Abends auf Zug um die Häuser.
    Vielleicht liegt es auch an deren Parfum, Haarspray?
    Wie oft muss denn der Nachbar von dieser Seite Partylärm, Grillgerüche und -rauch, das Gehupe wenn Frl. Tochter abends abgeholt wird usw. ertragen?
    Der Imker hat doch sicherlich nicht erst seit gestern Bienen?
    Das ist doch nur ein Aufhänger im Nachbarschaftsstreit.
    Sollen die Nachbarn doch ihre Abgrenzung höher machen, dann ist Ruhe.
    Viele Grüße
    und Satire aus
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • So einfach ist das Ganze nicht - die Leute sind da gerade erst hingezogen und wenn Frau Tochter beim Gang durch den Garten 4 Stiche abbekommt, dann - so vermute ich - wird das nicht grad eine sanfte Biene sein die der Imker da hat. Die Frau hat es ja zunächst auch mit Reden versucht aber wenn der Imker nicht mal wenigstens die Bienen verstellt und damit seinen guten Willen demonstriert dann ist eben genau so eine einstweilige Verfügung die Folge - einfach unnötig, die Sache so eskalieren zu lassen! Ich lege jedenfalls großen Wert darauf, daß meine Bienen nicht grad die Flugbretter durch den Gartenzaun stecken - das muß doch einfach nicht sein.


    Melanie

  • Ih diskuttiert hier um des rechthabens Willen; das ist nicht der richtige Weg. Es darf nicht soweit kommen, das das rechtlich geklärt werden muss! Thor

  • melanie
    wieviele Völker hat der denn ?sind es denn stecher?Du wiest doch schon mehr oder sollte ich mich da irren ?Oder haben seine neuen Nachbarn ein Schwimmbecken neben seinen Bienenstand gebaut und die Tochter liegt mit Sonnencrem und Mückenspree daneben
    solch ein Streit schadet allen Imkern und im Winter kippen solche Leute uns die Beuten um weil sie da mut haben
    motto umweiseln helfen spende freiwillig 2 begattete weiseln
    mfg Corinna&Stephan

  • Liegts am Wetter, an mir oder was kann das sein? Da es alle Völker betrifft, weiß ich auch nicht weiter. Liebe Grüße Landbiene


    Moin , Moin aus Hamburg ,
    (was) , hast Du denn für eine Tracht zur Zeit ? :cool:
    Wer nichts bekommt der gibt auch nicht gerne :cool: und wo viele im Hause sind, ist schlecht einsteigen:wink:


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Drohne Daniel,


    der Raps ist gerade vorbei, in der nächsten Umgebung blühlt etwas Klee und andere Wiesenblumen wie Beinwell und Margariten.
    An so etwas habe ich noch gar nicht gedacht. Dem Schwarm habe ich aber keinen Honig entnommen. Und die Waben sind ziemlich voll mit Honig.
    Kann es trotzdem daran liegen, das wenig Tracht zur Verfügung steht?


    Gruß Landbiene

  • Bin neu in diesem Forum und mir nicht sicher ob ich mich an dieses Thema mit eigenen Fragen einklinken kann.
    Auch ich habe momentan ein Problem mit einem besonders aggressiven Bienenvolk und wollte die erfahrenen Imker um Ihren geschätzten Rat bitten.
    Dieses Volk habe ich mir im Frühjahr 2009 von einem Imker der Region gekauft, daheim auch schnell festgestellt, dass es sich um ein Stechervolk handelt.
    Im nachhinein bereue ich es, es nicht sofort wieder zurückgegeben zu haben…..
    Habe es dann letzten Herbst einmal umgeweiselt, hat aber auch nicht den Erfolg gebracht.
    Es handelt sich um eine vergleichsweise sehr kleine, eher dunkle Bienenrasse, die wirklich grundlos attackiert und im Hausgarten eigentlich nicht tragbar ist.


    Frage 1: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Größe der Bienen und Ihrer Charaktereigenschaften?
    Frage 2: Was außer umweiseln kann ich tun, (Bienen sitzen im Moment auf 4 Zargen Zander) eine detailierte Durchsicht und Suche nach einer Königin ist so gut wie nicht möglich, Honigabnahme??? nicht dran zu denken!!! Verstellen auch nicht!!!
    Für ein paar brauchbare Tipps wäre ich dankbar.


    Seebiene

  • Seebiene : Ich nehme an, dass es dein einziges Volk ist. Was tut dieses Volk denn? Ist es aggressiv, wenn man daran arbeitet, oder greift es alles in der Umgebung an?
    Wenn es das letztere ist, dann würde ich versuchen, von einem Imker, der friedliche Bienen hat, eine Absprache für eine Wabe mit Stiften und jüngster Brut zu erhalten. Dann würde ich das Stechervolk entweiseln. Zu diesem Zweck würde ich alle Waben entnehmen, ein Absperrgitter vor dem Flugloch anbringen, alle Waben vor der Beute abstoßen und die Waben wieder einhängen. Nach 9 Tagen würde ich die Nachschaffungszellen beseitigen und die versprochene Wabe von dem Imker zum Nachschaffen einhängen, evtl. mit Bogenschnitt. Die Nachschaffungszellen würde ich auf mindestens 2 Waben (besser mehr) verteilen, wenn sie verdeckelt sind, und den Stecher in ebensoviele Teile wie vorhandene Weiselzellen aufteilen. Damit werden die Bienen meist schon bedeutend friedlicher. Der Rest sollte klar sein. Ca. 2 Monate nach dem Entweiseln sollten sich die so gebildeten Ableger normalisieren. Außerdem hast du dann die Möglichkeit der Selektion.
    Eine Möglichkeit, das Ganze zu beschleunigen, wäre diese: Du holst dir sofort eine Wabe mit Stiften und offener Brut von einem Imker, entweiselst in der beschriebenen Weise das Volk, vernichtest aber alle Brutwaben und hängst sofort die Wabe zum Nachschaffen ein. Du fährst in der schon beschriebenen Weise fort und bist dann schon nach ca. 40 Tagen die Stecher los.
    Gruß Ralph

  • Moin , Moin aus Hamburg ,

    Es handelt sich um eine vergleichsweise sehr kleine, eher dunkle Bienenrasse, die wirklich grundlos attackiert und im Hausgarten eigentlich nicht tragbar ist.
    Frage 2: Bienen sitzen im Moment auf 4 Zargen Zander, eine detaillierte Durchsicht und Suche nach einer Königin ist so gut wie nicht möglich, Honigabnahme??? nicht dran zu denken!!!
    Seebiene


    Seebiene : Zu diesem Zweck würde ich alle Waben entnehmen, ein Absperrgitter vor dem Flugloch anbringen, alle Waben vor der Beute abstoßen und die Waben wieder einhängen. Gruß Ralph


    .....und nicht vergessen .........!!!! Das ganze filmen und den Film hier einstellen :lol::cool:


    Hast Du Familie ?:wink:


    Grüße aus dem Norden


    Daniel


    .....noch nicht probiert aber wenn Du das Volk ein paar Meter verstellen würdest und an den alten Platz eine neue Beute stellen würdest, dann wärst Du die alten giftigen Flugbienen schon mal los.
    Danach Bienenflucht unter die Honigzargen. Nach ca. 24 Stunden dürften sich die Honigzargen schon mal relativ stressfrei ernten lassen. Dann aus den zwei Zargen jeweils ein Volk machen. Dann hättest Du schon mal 2 weisellose Völker und eine Zarge mit der Du dann wie vom Kleingartendrohn beschrieben verfahren könntest. Tut so vielleicht weniger weh :wink:
    Habe ich aber noch nicht ausprobiert...ist nur graue Theorie.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)