Bienen stechlustig

  • Eine Möglichkeit, das Ganze zu beschleunigen, wäre diese: Du holst dir sofort eine Wabe mit Stiften und offener Brut von einem Imker, entweiselst in der beschriebenen Weise das Volk, vernichtest aber alle Brutwaben und hängst sofort die Wabe zum Nachschaffen ein. Du fährst in der schon beschriebenen Weise fort und bist dann schon nach ca. 40 Tagen die Stecher los.


    Hallo, diesen Teil ganz schnell wieder vergessen, das ist eine sprichwörtliche Eselei, weil die Bienen so stark überaltern, dass du zum Schluss nur noch ein schwaches Volk hast, wenn überhaupt. Ich kann nur den ersten Weg empfehlen.
    Gruß Ralph

  • Bin neu in diesem Forum und mir nicht sicher ob ich mich an dieses Thema mit eigenen Fragen einklinken kann...


    Die einen nenn sie Anfänger,
    der Drohn nennt sie Trolle!


    Zeitfresser,
    die grauen Männer aus Momo ;-)


    Gottseidank gibt es noch Sabiene und Radix,
    die können wirklich gut mit denen!


    Dankt dafür


    der Drohn!


    Der bei Trollen gerne auf Besuchsflug kommt ;-=)

  • Hallo zusammen,
    zunächst herzlichen Dank für die rasche Hilfe.
    Hallo Ralph, diese Volk ist einfach bissig auch auf größere Entfernung greifen die einfach an. Das Abfegen von 40 Waben mit diesen Killerinnen - da trau ich mich nicht dran. Hatte bei meiner letzten "versuchten" Kontrolle vor ca 5 Tagen ein komplett verhonigtes Brutnest vorgefunden und keine Stifte und keine Königin gesehen, daraufhin eine Stiftwabe eines friedlichen Ablegers ohne Bienen zugesetzt - als Weiseltest sozusagen - und eine Zarge mit Mittelwänden unter die mit unverdeckeltem Honig gefüllte obere Zarge gesetzt. Da wollte ich heute nur mal sehen was die damit anstellen - unmöglich!!! Was bitte ist ein Bogenschnitt?


    Hallo Daniel, ja, noch habe ich Familie, ein Familienmitglied hatte auch vor kurzem einen anaphylaktischen Schock nach einer Attacke von diesen Biestern und fängt noch diese Woche mit der Hypo an. Ich selbst werde schon seit Jahren erfolgreich behandelt.
    Dein Vorschlag hört sich interessant an. Bienenflucht habe ich leider keine, die giftigen Flugbienen sind dann zwar in der neuen Kiste, aber was mache ich denn dann mit denen? Die Frage ob es derzeit eine Königin gibt oder nicht kann ich ja nicht beantworten. Wenn eine da ist, dann bleibt sie ja in einer der - verstellten Kisten - was geschieht dann mit denen???
    Das Beste wäre ich würde einen mutigen Imker finden der sie einfach dankbar mitnimmt.
    Hallo Drohn – herzlichen Dank für Deinen Beitrag – richtig weiterbringen tut er leider nichts – bin in der Tat nicht schon als Imker auf die Welt gekommen – dachte dieses Forum dient dem Austausch von Imkerwissen.


    Seebiene

  • ...
    Das Beste wäre ich würde einen mutigen Imker finden der sie einfach dankbar mitnimmt.
    ...


    Stopf das Flugloch zu.
    Mach ein Spanngurt um die Kiste!
    Beauftrag eine Spedition die Fracht abzuholen
    und schick sie dem Drohn!


    Falls sie ankommen, zahlt der Drohn die Spedition!


    Garantiert
    der
    Drohn

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: trau Dich!!!

  • Lieber Drohn,
    bei aller Liebe zu Schotten und Schwaben, ... aber abholen mußt Du die samtenen Damen schon selbst.... oder traust Du Dich nicht???
    Seebiene

  • :roll: Okay, da wird nur noch die wirklich absolute Brutalomethode helfen: versuch von jemandem aus der Ex-DDR ein paar Lachgastabletten zu bekommen, wirf die einzeln(!) in den Smoker, und räuchere das Volk ein, bis wirklich ALLE von den Waben gefallen sind - du hörst das..
    Fege sie in einen Schwarmsiebkasten - die alte Königin (und alle Drohnen :roll:) sollte dann auf dem Gitter liegen und *gehimmelt* werden.
    Nimm alle Brutwaben mit offener Brut raus und häng Leerwaben ein.
    Häng eine neue begattete & aktuell auch legende Königin samt Begleitbienen nur noch unter gelochtem Zuckerverschluß ein.
    Kipp die Bienen aus dem Kasten wieder in die Beute, und hol frühestens nach 2 Tagen den Käfig raus, ohne weiter nachzusehen.
    Du mußt sehr, sehr schnell arbeiten, weil die Narkose nicht lange anhält, aber es funzt.
    Nach drei bis sechs Wochen sollte das Problem erledigt sein.


    Die einzige andere Methode ist Abschwefeln des ganzen Volks.


    Sorry, aber nicht alles ist einfach und zur Zufriedenheit des Imkers zu lösen - wenn dieses Volk viele Drohnen abgesetzt hat, werden du und deine Nachbarn leider immer wieder nochmal Probleme bekommen.:-(
    Eigene Erfahrung (und das ist ein Fall, wo ich wirklich fürs Drohnenwabentauschen bin - die vom stichigen Volk müssen leider in den Tiefkühler...:-()

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Miteinander,
    Völker die missfallen verwendet Lothar als Futtermacher.
    Das heißt, ergibt ihnen so viel Futter, bis kein Platz mehr für Brut ist und schwefelt sie dann ab (der Böse!)
    Dann lagert er die Futterwaben mottensicher und verwendet sie weiter (Futterspenden, Ableger).
    Zum Bearbeiten solcher Völker:
    Viel Rauch, Brett vors Flugloch (das setzt ein Anflugbrett voraus), Wassersprüher, Abfegkiste.
    Der Rauch darf nicht zu heiß sein.
    Zuerst kommt ein kräftiger Hieb Rauch ins Flugloch.
    Kurze Wartezeit.
    Dann ein Hieb Rauch unter den leicht geöffneten Deckel.
    Wieder kurze Wartezeit.
    Deckel auf, Brett vors Flugloch.
    Bienen in den Wabengassen leicht mit Wasser besprühen.
    Ab und zu mal Rauch, vorallem dort, wo sich viele Bienen sammeln.
    Vorgehensweise:
    Was abfliegt an Bienen sammelt sich unten vorm verschlossenem Flugloch, auch die Trachtbienen.
    Waben die bearbeitet werden sollen, werden in den Feglingskasten (dazu reicht ein Pappkarton) abgestoßen.
    Natürlich wenn Du die Königin haben willst vorher absuchen.
    Was passiert:
    Du hast weniger Flugbienen umherschwirren.
    Du kannst die Waben mit mehr Ruhe bearbeiten.
    Keine giftigen Flugbienen, die warten unten, keine Biene zweimal bearbeitet, das reizt diese ungemein.
    So bekommst Du das ganze Volk durchgeguckt.
    Zum Schluss Bienen aus Feglingskasten/Pappkarton auf Anfludbrett ausschütten und Brett wegnehmen.
    Die Bienen sind echt froh, wenn sie dann wieder rein dürfen und relativ friedlich.
    Ziel eines solchen Eingriffes sollte sein, Königin zu finden und diese entfernen, evtl. Drohnenbrut ausschneiden.
    Nach neun Tagen wiederholen, diesmal wegen Nachschaffungszellen entfernen und Zusetzen einer Königin friedlicher Herkunft.
    Dazu reicht eine Wirtschaftskönigin.
    Kein Vergleich zu Eingriffen in friedlichen Völkern, soll ich deshalb lieber nicht "Viel Spaß" schreiben?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
    zu dem Thema habe ich auch eine Frage.
    Ich habe seit zwei Wochen eigene Bienen - nach Aussage des Imkers, von dem ich die Völker habe (der ist gleichzeitig Imkereifachberater) Mutter Carnica - Vater unbekannt. Die Bienen stehen im Garten ca 10 m von der Terasse weit weg, das Flugloch in Richtung weg von der Terasse. Es iat schon zweimal passiert, dass eine Biene meine Frau, die ruhig auf der Terasse saß und las richtig gehend angegriffen hat und immer versucht hat in das Haar zu fliegen. Dieses Verhalten fördert nicht gerade die Akzeptanz der Bienen durch meine Familie. Komischerweise machen das die Bienen nur bei meiner Frau, die allerdings kein Perfum und kein Haarspray/Haargel verwendet. - Nach meinen Erfahrungen ist das nicht normal - was kann man dagegen tun? - Umweiseln? - Besteht da nicht die Gefahr, dass die neue Königin gekillt wird?
    Wäre nett, wenn mir der eine oder die andere von Euch Tipps geben könnte.
    Viele Grüße
    Dieter

  • Hallo Sabiene, Danke Dir für Deine Hilfe. Von ExDDR-Drogen in der Imkerei habe ich noch nie gehört. Wo kann man sowas herbekommen - würde gerne selber ein bischen etwas davon schnuppern - only joking - tja auf die eine oder andere Brutalomethode wir es wohl rauslaufen müssen. Hatte die Drohnenbrut ausgeschnitten und hoffe es gibt da keine genetischen Folgeerscheinungen.
    Hallo Lothar, die Idee mit der Fütterei gefällt mir auch gut. Dennoch würde ich ungern den Honig opfern der ja auch nicht unbedingt als Winterfutter geeignet wäre. D.h. die Honigzargen müssen runter - eine Bienenflucht muss her. Abgeschwefelt habe ich noch nie! Hätte aber in diesem Fall keine Skrupel, allerdings brauche ich da auch noch Tipps - imkere in Styrodur!


    Die Frage,- gibt es einen Zusammenhang zwischen Größe und Stecheigenschaft, bleibt noch offen. Es gab doch in der Vergangenheit Imker die mit kleineren Mittelwandzellen experimentiert haben. Die Zellen meiner Bruträume sind nie älter als max 2 Jahre, und die anderen Völker sind ja auch wabenstetig und nett zu mir und meiner Familie.


    Was den Beitrag von Dieter angeht, so vermute ich hier sehr wohl Zusammenhänge, auch ich habe dieses Volk bei einem Fachberater gekauft , auf die Sprüche -stechlustige Bienen sind die besseren Sammler- verzichte ich gerne.


    LG Seebiene

  • Von wegen Umweiseln - ich fände es übertrieben, gleich die Frau auszuwechseln. :wink:


    Kann alles mögliche sein: Duschgel, Bananen gegessen...oder die berühmte Spiegelkugel auf dem Balkon.


    Setze deine Nase ein!


    Bernhard

  • Ich habe gestern auch vier Stiche von einem meiner vier Völker, die allesamt am selben Standort stehen, geerntet. Zwei Völker waren im Vergleich zu den anderen extrem Agressiv.
    Mir ist aufgefallen, dass die braven Völker diejenigen waren, deren Honigräume letzten Samstag geschleudert und danach gleich wieder aufgesetzt wurden. Fehler!!!


    Ich vermute mal, dass die braven Völker gerade die anderen beiden Völker um ihren Vorrat berauben. Deshalb sind die anderen beiden Völker auch so angriffslustig.


    Böser Anfängerfehler.


    Gruß
    Frank