Bei Schwarmfangbörse angemeldet, was nun?

  • Hallo,
    ich habe mich als Schwarmfänger für meinen 3km-Umkreis bei der Schwarmbörse registrieren lassen. Dieser Kreis überschreitet die Bundeslandgrenze zwischen Brandenburg und Berlin.
    Falls jetzt Schwärme einzufangen sind, möchte ich sie lediglich weitergeben. In welcher Form ist das üblich? Als Schwarmtraube? Auf Mittelwänden? In was für einem Behälter? Darf bei der Weitergabe die Grenze eines Bundeslandes überschritten werden (anderes Veterinäramt zuständig)? Darf ich jenseits der Grenze eines Bundeslandes einen Schwarm fangen und zu mir bringen? Darf ich in einem Faulbrutsperrbezirk einen Schwarm fangen und was muss ich dabei beachten?
    Für Aufklärung wäre ich dankbar.
    Gruß Ralph

  • Hallo Kleingartendrohn !


    Warum fragst Du nicht beim Betreiber der Seite Schwarmbörse ?
    Vielleicht weiß man da, was man sich dabei gedacht hat !


    > Müßte mir entgangen sein, das diese mit dem Imkerforum identisch sind.
    > Also Mellifera e.V. oder Herrn Klein fragen, die können sicher alles dazu beantworten.


    Aber welche Erfahrungen haben andere User von hier mit der Schwarmbörse gemacht ?
    Das ist sicher interessant !


    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht () aus folgendem Grund: Der Link mit der rechten Schreibung

  • ...bin als einer der ersten angemeldet: bisher NULL Schwärme. - Ist halt Buckfast-Gegend hier :wink:


    Ein Bekannter von mir hat über die Schwarmbörse innerhalb einer Woche gleich zwei Schwarmmeldungen erhalten. - Es scheint also zu funktionieren...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Zum Thema Faulbrut-Sperrbezirk: http://www.schwarmboerse.de/sc…ng/bedingungen/index.html (muss man eigentlich lesen, bevor man sich registriert, bzw. Schwärme weiter gibt) :u_idea_bulb02:


    Zum Thema Veterinäramt/Bienenseuchenverordnung: Die Weitergabe von Schwärmen ist anders als die Weitergabe von Bienenvölkern nicht weiter reguliert. Schwärme sind keine Bienenvölker im Sinne der Bienenseuchenverordnung (s. §1 Abs. 1)


    Schwärme gibt man natürlich "nackt" in einer Schwarmkiste weiter. Entweder man gibt dem Empfänger die Kiste leihweise mit, oder man schüttet die Bienen in eine Kiste des Empfängers um. Wer keine Schwarmkiste hat, kann auch einen Pappkarton nehmen und den mit etwas Gaze/Fliegengitter o.ä. in eine Transportbox umbauen. Es gibt hier auch andere kreative Vorschläge im Forum. Besonders gut hat mir die Idee mit dem Papierkorb gefallen.


    Den Umgang mit Schwärmen (wie einfangen, wie versorgen?) kann man eigentlich jedem Imkerbuch entnehmen. Ansonsten habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt: http://www.bienenkiste.de/doku/betreuung/schwarm/index.html


    Erhard

  • Aber welche Erfahrungen haben andere User von hier mit der Schwarmbörse gemacht ?
    Das ist sicher interessant ! Gruß B.K.


    ......wenn Du über 10 Völker hast, hast Du mehr mit Deiner eigenen Schwarmbörse zu tun als mit der anderen.:wink: Bin angemeldet aber bisher null Kontakt.
    Da mischen einfach zu viele mit.Auch leider zu viele unerfahrene Imker, die auf diese Art zu Ihrem ersten Volk kommen wollen.Bitte nicht falsch verstehen, es sei jedem gegönnt. Nur sollten solche öffentlichen "Einsätze" in jeder Lage auch sauber und routiniert durchgeführt werden. Ich würde bei der Meldeliste schon voraussetzen, das die gemeldeten Imker wenigstens 2- 3 Jahre Bienen gehabt haben sollten.
    Bin angemeldet aber bisher null Kontakt.
    Bisher 4 Schwärme gefangen. Einer von mir. Rest über Polizei/Feuerwehr/Landesverband.


    Schwärme fangen ist meines Erachtens die beste Form der Öffentlichkeitsarbeit.



    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Der Anteil von Anfängern in der Schwarmbörse ist m.E. relativ gering. Und Anfänger, die sich gleichzeitig als Schwarmfänger für herrenlose Schwärme melden, sind noch seltener.
    Das kann man eigentlich ganz gut daran erkennen, dass nur ein Schwarm gesucht wird. Viel mehr Imker suchen gleich 5-10 Schwärme. Das sind dann m.E. gestandene Imker, die ihre Winterverluste ausgleichen wollen. Und aus diesem Grunde gibt es im Moment wahrscheinlich auch noch so wenig Schwarmangebote. Da werden Ableger gebildet, Schwärme vorweg genommen bzw. Naturschwärme selbst behalten, um die eigenen Bestände wieder aufzufüllen. Und dann noch das schwierige Wetter in diesem Mai.
    Mal sehen, was der Juni noch so bringt...


    daniel : In Hamburg werden (anders als im Rest der Republik) u.a. deshalb wenig herrenlose Schwärme über die Schwarmbörse vermittelt, weil unser Landesverband sich trotz Empfehlung des DIB und intensiver Bemühungen unsererseits bislang nicht zu einer Kooperation durchringen konnte.


    Erhard

  • Bin ebenfalls registriert - bisher 0 Treffer was Schwärme angeht!!!

    ...schon zwei Minuten gespielt und noch immer enorm hohes Tempo...!

  • daniel : In Hamburg werden (anders als im Rest der Republik) u.a. deshalb wenig herrenlose Schwärme über die Schwarmbörse vermittelt, weil unser Landesverband sich trotz Empfehlung des DIB und intensiver Bemühungen unsererseits bislang nicht zu einer Kooperation durchringen konnte. Erhard


    ........schein aber dann sehr gut zu funktionieren.:wink: Man muß ja nicht jede Empfehlung annehmen.
    Massenzusammenschlüsse / Globalisierung hat nicht nur Vorteile. Das wird aber noch dauern, bis da ein paar mehr Leute ihre Erfahrungen machen.


    Liebe Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Erhard,

    Zum Thema Veterinäramt/Bienenseuchenverordnung: Die Weitergabe von Schwärmen ist anders als die Weitergabe von Bienenvölkern nicht weiter reguliert. Schwärme sind keine Bienenvölker im Sinne der Bienenseuchenverordnung (s. §1 Abs. 1)

    Das klärt für mich schon einmal, dass ich innerhalb meines 3km-Kreises Schwärme fangen und weitergeben darf, obwohl die Landkreisgrenze durch dieses Gebiet läuft. Die Dame vom Veterinäramt hat mir da nicht so eine klare Auskunft gegeben.

    Schwärme gibt man natürlich "nackt" in einer Schwarmkiste weiter. Entweder man gibt dem Empfänger die Kiste leihweise mit, oder man schüttet die Bienen in eine Kiste des Empfängers um. Wer keine Schwarmkiste hat, kann auch einen Pappkarton nehmen und den mit etwas Gaze/Fliegengitter o.ä. in eine Transportbox umbauen. Es gibt hier auch andere kreative Vorschläge im Forum. Besonders gut hat mir die Idee mit dem Papierkorb gefallen.


    Eine sehr konkrete Auskunft. Vielen Dank. Ich werde mir also eine geeignete Kiste, vermutlich eine Pappkiste besorgen und einrichten.
    Vielen Dank Ralph

  • Ich war angemeldet, hatte dann allerdings Bedenken, was den Datenschutz angeht. Gibts ja immer mal wieder, dass entsprechende Datensätze gehackt werden. bla bla bla. Für mich war es jedenfalls die Sache nicht wert. Aber trotzdem ein Kompliment an die Macher/innen.

    ...drama makes the world go round... darf ja bloß nicht langweilig werden!

  • Ich war angemeldet, hatte dann allerdings Bedenken, was den Datenschutz angeht. Gibts ja immer mal wieder, dass entsprechende Datensätze gehackt werden. bla bla bla. Für mich war es jedenfalls die Sache nicht wert. Aber trotzdem ein Kompliment an die Macher/innen.


    Bislang wurde nichts gehackt und unser Umgang mit den Daten ist sehr gewissenhaft. Wir machen wesentlich anspruchsvollere Sachen beruflich und sind uns der Problematik mehr als bewußt. Abgesehen davon ist der einzige mögliche Schaden, der bei der Schwarmbörse entstehen könnte, dass jemand Deine Adresse und Telefonnummern erfährt. Ich kann mir kaum einen Hacker vorstellen, den das so interessiert, dass er sich die Mühe macht :lol:

  • Also ich bekomme ja nun immer wieder Schwarmmeldungen hier im Berliner Raum rein; dieses Jahr allerdings auch wenig bisher und leider waren alle zu weit weg. Ich habe dann versucht, über die Schwarmfangboerse Schwarmfänger in der Nähe vermittelt zu bekommen. Leider dauerte die Antwort-Email mit diesen Daten rund 25 Minuten was sich aber inzwischen als ein Problem des Greylistings meines Providers herausgestellt hat (also daher Tipp an andere Benutzer mit ähnlicher Verzögerung einfach mal ne andere Empfänger-Email zu verwenden wenn es zu lange dauert).
    Die in der Email gelisteten Kollegen konnte ich beim Anruf dann aber leider nicht erreichen oder sie hatten dann doch kein Interesse weil eben doch nicht so nah - dann habe ich mir ganz erfolgreich Imker per Google gesucht oder über die Imkerverbände in der Reion vermittelt (also noch ein Tipp an alle Interessenten: Handy an und eben wirklich erreichbar sein - auch am Wochenende, abends im Bette, wann auch immer!)


    Also kurzum: Die Schwarmbörse ist ein nettes Instrument mehr für das Vermitteln von Schwärmen aber wo - wie in diesem Jahr - nichts zu vermitteln ist, kann eben nichts vermittelt werden ;-)))


    Grüße
    Melanie

  • ein Problem des Greylistings meines Providers herausgestellt hat (also daher Tipp an andere Benutzer mit ähnlicher Verzögerung einfach mal ne andere Empfänger-Email zu verwenden wenn es zu lange dauert).


    Melanie dein Provider kann mit Whitelists umgehen. Eigentlich sollte eine Emailadresse nur einmal, nämlich beim ersten Kontakt, in der Greylist landen.
    Na egal.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Melanie dein Provider kann mit Whitelists umgehen. Eigentlich sollte eine Emailadresse nur einmal, nämlich beim ersten Kontakt, in der Greylist landen.
    Na egal.

    Greylisting ist voll neben dem Standard und gerade wenn die erste eMail nicht oder nicht zügig beantwortet wird (weil sie in der Greylist hängt) ist der erste Eindruck im rektum ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder