Kaufhife bei Refraktometer

  • Hallo zusammen
    ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mir ein Refraktometer zu kaufen. Dieser Gedanke wächst mit der diesjährigen Wetter-Situation immer mehr. Ich wollte Euch mal fragen, welche Erfahrung Ihr mit welchen Geräten habt.
    Ich tendiere zu dem ApiOptik von Holtermann. Hat jemand Erfahrung mit dem Gerät ? oder einen Tipp , wo man(n) gute Geräte erwerben kann.


    Und noch eine Frage : wie oft müssen die Geräte justiert werden ?


    Grüße aus dem verregneten Südhessen und mit der Hoffnung auf schönes Juni-Wetter


    Jockel

  • Moin Jockel


    Ja, Refraktometer müssen nachgeeicht werden.
    Ich kalibriere jede Saison neu. Heißt, einmal im Jahr.
    Es ist immer nur wenig nachzustellen, aber es ist eine Abweichung vorhanden.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Wie eicht man denn ein Refraktometer? Ich wusste bisher nicht, dass das nötig und möglich wäre. Hab das ApiOptic von Holtermann mal geschenkt bekommen und da steht in der beiliegenden Gebrauchsanweisung nichts darüber drin.

  • Normalerweise ist da eine kleine Ampulle mit Eichflüssigkeit dabei und an dem Refra ist eine Einstellschraube. Eichflüssigkeit drauf, Schraube drehen bis der vordefinierte Wert eingestellt ist - fertig für mindestens ein Jahr. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Geht das eigentlich auch mit Zuckerwasser sagen wir 1:1 - dann ist doch definiert dass der Sirup 50% Zucker enthält?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Das mit dem 1:1 Zuckersirup klappt nicht, weil das Gerät 50% Wassergehalt nicht anzeigen kann. Wenn man die Mischung stärker macht könnte es gehen, ich werde das mal ausprobieren. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Moin


    Huh, vorsicht beim selbst herstellen einer Eichflüssigkeit.
    Wenn die nicht hinhaut, sind alle eure zukünftigen Messergebnisse für die Katz.
    Ich habe mir mal die Herstellung der Eichflüssigkeit für die Aräometer angesehen - das ist nicht mal eben so auf der groben Haushaltswaage gemacht.
    Ich rate da dringend von ab.


    Eichflüssigkeit kann man zur Not bei mir bestellen.
    Wie eben auch Aräometer und Refraktometer.
    Mail oder PM genügt.
    Zu den Aräometern: die brauchen nie nachgeeicht zu werden. Ein echt großer Vorteil.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo,


    im Arbeitsblatt 703 ("Handrefraktometer zur Wassergehaltsbestimmung im Honig") des Bieneninstituts Kirchhain werden ja relativ scharfe Vorgaben für eine genaue Messung gemacht (relativ aufwendige Erwärmung und Wiederabkühlung der Probe, um eine Lösung aller Kristalle zu erreichen; Vermeidung von Luftbläschen).
    Kann jemand von Euch evtl. Angaben dazu machen, wie sehr die Meßwerte derart optimal aufbereiteter Proben von denen abweichen, die man mit Honig direkt aus der Wabe erzielt? Erstellt jemand Sammelproben aus verschiedenen Bereichen einer Wabe/eines Honigraumes und mißt diese direkt am Stock?
    (Hinweise darauf, daß erst Messungen des geschleuderten Honigs sinnvoll sind, müssen nicht gegeben werden^^)
    Und eine letzte Frage noch: können grobe Zuckerkristalle das Meßprisma zerkratzen?
    Vielen Dank für potentielle Aufklärung!


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Moin Robert


    Ja, die eine Messung in der Wabe und die Messung nachher im Labor können so unterschiedlich sein, da staunt man Bauklötze.
    Das hängt aber damit zusammen, das der Wassergehalt des Honigs schon auf nur einer Wabe sehr unterschiedlich sein kann.
    Da sind schon mal locker 2 - 3 Prozent von oben nach unten.
    Vom 1. zum 2 Honigraum sind Unterschiede. Je näher zur Brut (Wärme) desto trockener, und so weiter. - Kann so sein, muss aber nicht so sein, die Bienen schaffen es auch umgekehrt :-D
    Zur Refraktometrischen Wassergehaltsbestimmung in Honig gibt es sogar eine DIN Norm. Bezieht sich aber wieder nur auf schon geschleuderten Honig.


    Tja, Sammelprobe direkt am offenen Volk - schöne Theorie, sag ich mal dazu.


    Zu den Kristallen und dem Zerkratzen des Messprismas: Ich kenne gerade die Mohshärte von Zuckerkristallen nicht, aber das Prisma ist aus Glas - zumindest die Prismen von meinen Refraktometern - und ich bezweifle, das Zuckerkristalle da Schaden anrichten können.


    Zum Wassergehalt in Honig allgemein: spiel mal ein wenig damit rum, Du wirst erstaunt sein, was man aus Honig mit jeweils einem optimalen Wassergehalt an Geschmack herauskitzeln kann:lol:
    Nein, Du sollst jetzt kein Wasser hinzugeben oder den Melitherm anschmeissen, sondern über den Schleuderzeitpunkt den Wassergehalt beeinflussen. Kann ich nur empfehlen.
    Schade das es heute geregnet hat, der Rapshonig wäre heute ideal bei mir gewesen.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
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    Guido Sklenar, 1935