Top Bar Hive TBH: Wabenbruch wegen Massentracht

  • Hallo
    Bisher war ich vollauf zufrieden mit dem Test meiner TBH: Letztes Jahr einen Vorschwarm (B) eingeschlagen, hat auf 13 Waben ausgebaut, lediglich 6 kg Winterzucker gebraucht, dieses Jahr schon 10 kg Löwenzahn und 15 kg Raps eingebracht. ABER: bei der heutigen Nachschau lagen gleich 4! abgebrochene Waben unten. Ich führe das darauf zurück, dass das Volk geschwärmt hatte, viel freien Platz für Nektar hatte, und somit erst mal alles unten bunkerte. Was dann zuviel für das zarte Gebilde war, bei dem warmen Wetter. TBH stand aber im Schatten.
    Wer hat ähnliche Erfahrung?
    Wenn ich keine Lösung finde, ist das Thema TBH aber gegessen.

  • Hallo luxnigra,
    ja, das Problem hatte ich auch schon, gelöst wurde es durch einen mittig in den Oberträger eingebrachten Schaschlikspieß, also Loch gebohrt, Spieß mit Ponal engeklebt. Seitdem pas du probleme, wobei mein TBH nichtmal richtig im Lot steht...
    Ach ja, ich sehe eher selten nach, und so werden die Waben auch eher weniger belastet


    Grüß Dich und viel Erfolg
    BH

  • Hallo Luxnigra,
    ich würde das Problem wie folgt lösen:
    seitlich und unten eine Holzleiste von etwa 8 bis 10 mm Stärke anbringen.
    Zum Beutenrand dann noch einen Abstand lassen, etwa so breit, das zwei Bienen übereinander da durch passen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Die Maße der TBH sind entscheidend, so weit ich das von den TBH'lern gehört habe.
    Welche Maße hat deine TBH?


    Bernhard

  • Hat die Beute schräge oder grade Seitenwände? TBHs sollten schräge Seitenwände haben. Die Bienen bauen die Waben an den Seitenwänden an und stabilisieren sie damit. Zum Wabenbruch kann es dann nur noch im Zusammenhang mit imkerlicher Wabenentnahme bzw. Völkerdurchsicht kommen. Dabei müssen die Wachsbrücken gelöst werden und Wabenbruch kann dann direkt oder auch als Spätfolge vorkommen. Die Wabenentnahme und Völkerdurchsicht muß deshalb in den warmen Sommermonaten schlicht und einfach unterlassen werden. Die Völkerführung in TBHs muß möglichst minimalinvasiv erfolgen. Wenn in den warmen Sommermonaten Waben gezogen werden, dann am besten direkt ernten und nur die leeren Oberträger zurückhängen.


    Gruß vom Sammler

  • @ Sammler: meine TBH ist Schräg, und genau daher bauen sie NICHT an!
    Bernhard : Die gesamte Wabenfläche entspricht in etwas weniger als bei Dadant, die genutzte obere Breite ist Dadant gleich, die Wabe ist allerdings (logischerweise) um einige cm tiefer als Dadant.
    Brummel : Ein Demeter-Imker, welcher Kuntsch hoch im Naturwabenbau benutzt, und dessen Waben auch brechen, hat senkrecht gedrahtet. Was ihm allerdings wenig nützt, denn meistens wird der Draht nicht bei ihm eingebaut. Ein Schaschlikspiess aus Holz kommt wahrscheinlich gelegener!
    Lothar : Wenn ich eine Leiste rundherum anbringe, dann bauen sie wahrscheinlich auch nicht an, wegen der Schräge, die ja die gleiche ist, wie die Beutenwand. Aber wenn ich nur kurze Stücke von einer Leiste(ca 8cm) links und rechts anbringe, und als Anfangsstreifen eine entsprechend geschnittenes Stück Mittelwand gebe, könnte es klappen.
    Oder ich kombiniere mit dem Schaschlikspiess.
    @alle: Danke; sobald ich das Volk umquartiert habe und alles gesäubert, werde ich mich an den Umbau machen!

  • Für eine Topbarhive sind diese Maße zu groß. Diese Maße hier haben sich unter TBH-Imkern bewährt:


    TBH-Pläne von Phil Chandler





    Die Wabenentnahme und Völkerdurchsicht muß deshalb in den warmen Sommermonaten schlicht und einfach unterlassen werden.


     
    Oder Du wählst die richtigen Maße - dann kannst Du auch im Sommer in den Völkern arbeiten/wühlen.


    Bernhard

  • Hallo Imkerfreunde,
    ohne die Maß-Details der THB zu kennen: die Korbimker setzen Speile ein, zur Stützung des Wabenwerks.
    Auch die Naturbauimker in Japan setzen Speile über Kreuz in die kleinen Zargen.
    Wenn man nur fühlt, wie schwer und labil zum Beispiel Baurahmen sind, wird klar, dass die Wabenelemente stabilisiert werden müssen.
    Meint Bienen-Freund

  • Hallo luxnigra


    Idealerweise sollte die Unterseite der Oberträger nicht glattgehobelt sondern rauh sein, dann können die Waben nicht so leicht abreißen. Wo war denn die Bruchstelle bei deinen Waben?
    Manchmal rutscht auch der eingezwickte Anfangsstreifen wieder heraus, wenn es im Stock warm wird.


    Doris



  • Meine Oberträger sehen aus wie die unterseite eines Schiffs, der Teil wo im Wasser liegt. Sie sind auch nicht gleich ganz oben abgerissen, sondern etwa dort, wo die Zellen bebrütet waren. Ganz oben war immer Honig drin.


    Wenn ich mir die spanische Bauten ansehe, verstehe ich nicht, wieso sie hier abreissen und dort nicht..., wo es dort ja noch wärmer ist.

  • Hast Du die Bienen mit Zucker gefüttert? Die aus Zuckerfutter gebauten Stabilbauwaben sind wesentlich weniger bruchfest.


    Bernhard