Honig aus dem Brutraum schleudern ?

  • Hallo ihr lieben,
    auch bei mir befindet sich in den Bruträumen relativ viel Honig ( Raps ).
    Mein Pate meinte, ich kann den zeitnah in den Honigraum umhängen und dann mit abschleudern weil der Rapshonig da raus muß bevor der kristalisiert.
    Die verdeckelte Brut schlüpft dann im 'Honigraum, so daß die Waabe dann nur noch Honig enthält.
    Ich will nun nicht die Aussage meines Paten in Frage stellen ( eigentlich tue ich das gerade *überleg* ).
    Ich fühl mich ein wenig unsicher, ob ich den wirklich mit in den Honigraum hängen und schleudern soll ???
    Ich würde dazu gerne mal eure Meinung lesen....
     
    Gruß aus dem hohen Norden
    Thomas

  • Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen.


    Das gleiche Problem habe ich auch und bin daher auch sehr an Antworten interessiert. Mein zweiter Brutraum hat bestimmt aktuell 30kg Honig....kann die Zarge kaum heben. Brut ist da schon längst keine mehr drni. War aber mal... . Was kann ich damit machen? Soviele Futterwaben braucht kein Mensch... .


    Viele Grüße
    aPoLLo_pRo

  • Hallo Zusammen,
    hier wird im Forum ja schon lange und strefflich über Honig aus Brutwaben diskutiert.
    Mein Meinung dazu ist, dass zwischen Brutwaben und Brutwaben Welten - manchmal auch Jahre - liegen können.
    Eine Brutwabe die in diesem Jahr ausgebaut - ob Naturbau oder Mittelwand ist Sache der Briebsweise - und in den Honigraum umgehängt wurde, kann nicht so viele Brutzyklen durchlaufen haben, dass ich sie nicht zur Ernte verwenden würde. Anderst sieht es mit Brutwaben aus die im letzten Jahr bereits diese Funktion hatten, die sind nicht mehr zur Schleuderung zugelassen.
    Eine Anmerkung zum Schluss, dunkle oder sogenannte "alte Schinken" sind nicht einmal mehr als Brutwaben zu verwenden.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

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  • Hallo ihr lieben,


    Die verdeckelte Brut schlüpft dann im 'Honigraum, so daß die Waabe dann nur noch Honig enthält.
     
     
    Gruß aus dem hohen Norden
    Thomas


    Hallo Thomas,
    bitte keine Brut in den Honigraum, von der Du nicht genau sagen kannst, dass sie noch vor dem Schleudern schlüpft!
    Ansonsten sehe ich es wie Eisvogel. :daumen:


    Gruß,
    Jörg

  • Ok, dann schmelze ich das alles ein. Im Honigraum ist ja auch was. Und dann kann ich dick und fett auf meine Honiggläser "AUS UNBEBRÜTETEN WABEN" drauf schreiben ;-) ist ja auch was. Dank für eure Antworten.


    Liebe Grüße :p_flower01:
    aPoLLo_pRo

  • Das Problem mit dem verhonigen des Brutraums ist häufig bei Anfängern zu finden, war zumindest bei mir so. Wenn man die Bienen aber ein paar Jahre hat und den Zyklus besser beherrscht wird das fast kein Problem mehr. Die Bienen brauchen schon früh im Jahr einfach Platz. Wer im März den Honigraum draufstellt, hat häufig im April diesen gut angenommen und dort auch den Honig. Je stärker das Volk, desto mehr Platz braucht es im Honigraum. Also nicht geizen. Wenn Brutwaben nicht hochgestellt werden, muss auch keine Biene nach oben im Frühjahr und diese wärmen. :roll:
    Ich selbst hab es mir zur Maxime gemacht, das Honig nur aus unbebrüteten Waben kommt, egal ob einmal bebrütet oder schon etwas dunkler.


    Dominik

  • Hallo Apollo,
    wie jetzt, Du schmelzt Waben mit dem HONIG ein? Ich hoffe nicht.
    Wenn die Waben wirklich "alte Schinken" sind und 30 kg Honig enthalten, dann schleudere diese Waben extra und verwende diesen Honig ihn als Bienenfutter z.B. für Ableger.
    Der Honig ist doch deswegen nicht schlecht und die Haltbarkeit bei richtigem Wassergehalt ist auch nicht kürzer.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Raphonig kristallisiert nicht sofort in den Waben, das dauert. Aber das ist eh egal, denn die Bienen können selbst einen Honigklotz super verbrauchen. Sie benötigen zwar Wasser dafür, aber glaub mir, wenn etwas in den Zellen ist, bekommen die das auch wieder raus :)
    Alte Imker haben auch den Tipp, das falls Honig im Honigraum mal kristallisiert sein sollte, diesen einfach als unterste Zarge untersetzen und oben eine neue aber ausgebaute aufsetzen. Dann tragen die den Honig wieder hübsch um und machen ihn gleich auch flüssig. Musste ich aber noch nie ausprobieren.


    LG
    Dominik

  • Ich habe jetzt meine eigene Lösung für das Problem gefunden. Ich werde die Waben ausschleudern und meinen Kunstschwärmen in der Futterzarge servieren. Das ist die Beste Lösung (für mich). Die Bienen haben mir trotzdem genug Honig in den Honigraum geschleppt. Und den aus den Brutwaben bekommen SIe dann wieder um Ihre neuen Mittelwände auszubauen. Ich denke das ist ein guter Deal.

  • Joa, kann ich machen. Aber der ist eh teilweise noch nicht verdeckelt und hat noch einen relativ hohen Wassergehalt (denke ich). Aber nen Schwapper Wasser dazu kann ja nicht schaden.


    Gruß
    aPoLLo_pRo