Vergiftungen in Karlsruhe

  • Gott sei Dank komme ich nicht aus dieser Gegend.
    Wollte Dir nur einmal mitteilen, das Du wirklich oft interessante Aspekte einbringst die einem zum Überdenken so mancher These veranlassen. Dafür meinen Dank, mach weiter so:daumen:
    Andreas

  • Es sind tatsächlich mehrere Imker betroffen und die Vergiftung ist ganz eindeutig.


    Was als Ursache in Frage kommt ist nach meinen Infos nicht so einfach.


    Viele offene ungeklärte Fragen gibts da.


    nur so als Beispiel, ob es aus dem Raps kam?


    Keiner der Betroffenen ist an die Rapsfelder in der Nähe und hat geschaut ob es da frische Fahrspuren gab, was auf einen Spritzschaden schließen könnte.


    Jetzt ist der Raps abgeblüht und man kann auf Grund des vielen Regens nichts mehr in diese Richtung feststellen.


    Irgend wie werd ich den Eindruck nicht los, dass Imker bei Vergiftungen nicht systematisch genug vorgehen und auf den "Staatsaperrat" warten der ihnen dann irgendwie aus dem Schlamassel heraushelfen soll.


    Grüßle



    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Du willst doch wohl nicht damit sagen, daß niemand aus der betroffenen Imkerschaft in der Lage war, Proben zu ziehen, eventuell das Umfeld zu erkunden und nach möglichen Ursachen Ausschau zu halten? Und das nachdem erst 2008 zig Veranstaltungen gelaufen sind, in denen Imker erklärt bekamen, was zu tun sei bei einem Verdacht auf Vergiftung?


    Das sind doch alles kompetente und im Verein organisierte Imker, die sich regelmäßig fortbilden, die sind doch gut informiert und ausgebildet, die müßten das doch aus dem Handgelenk schütteln können?


    Das glaube ich nicht....


    Gruß, Klaus

  • doch da waren Pflanzenschutzberater etc. Vorort. Der Bienenzuchtberater ist grad im Urlaub und da kam sein Chef.


    Der eine Imker jedenfalls konnte mir nicht sagen ob da beim Raps Fahrspuren waren. Dem nach ist auch das Landratsamt diesem Vergiftungsweg nicht nach gegangen. Denke ich jedenfalls, denn es gab keine Pflanzen- Probennahme mit dem Imker zusammen. Ob die Leute vom Landratsamt von sich aus tätig wurden kann ich nicht sagen. Aber wenn ich das von der Ferne diagnostiziere und dann haben die Landratsamtleute schon immer ein sehr verhaltenes Interesse an der Aufklärung von Vergiftungen. Denen sind Befunde wie Maikrankheit, Nosema oder zuviel Varroa immer ganz will kommen. Verfahren eingestellt heißt es dann so oft. Daher war ich sehr verwundert, dass der Imker selber nicht schon von sich aus den Raps erkundet hat, ob da jemand gespritzt hat.


    ich will das mal so erklären.


    Man hat einen Unfall. Ist nicht selber schuld. Sitzt im Auto und wartet bis die Polizei kommt weil für einem selber ist die Schuldfrage ganz klar. Der Verursacher aber hat schon alle möglichen Leute, welche als Zeugen in Frage kommen, auf die Situation angesprochen und die Mitschuld des andern versucht glaubhaft zu machen.


    Der Polizist aber findet dass die Sache eh nur eine Bagatelle ist und versucht die Geschichte so zu regeln.


    Der Geschädigte schaut dabei in die Röhre.


    Der Verursacher grinst sich einen.


    Wer hat solche Situationen nicht schon selber erlebt?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!