Schwarmfänger vorm Flugloch

  • Hallo
    Ich liebe Schwärme, aber da meine Bienen nicht zuhause im Garten aufgestellt sind, ist es schwierig, trotz täglicher Kontrolle, sie alle zu fassen. Da gab(oder gibt?) es so einen kleinen Kasten mit Absperrgitter, den man vor das Flugloch klemmte. Ging ein Schwarm ab, kann man ihn so Abends bequem "pflücken". Weitere Vorteile: Man weiss genau aus welcher Beute der Schwarm kommt, man kann in etwa termingerecht die Weiselzellen verwerten etc. etc.
    Werr hat Erfahrung mit solchen Kisten, und was ist so Eure Meinung?
    Schöne Grüsse

  • Hallo, habe vorgestern einen Imkerkollegen besucht der hatte bei Hinterbehandlungsbeuten einfach ein Absperrgitter davor gemacht, er sagte die Bienen werden dadurch aggressiv.Es hat natürlich auch die Flug-und Jungbienen behindert, ich fand es nicht gut. Das Fanggerät sollte doch schon ein Stück vom Flugloch entfernt sein, ähnlich wie es die Korbimker benutzten, hab ich mal auf einem Bild gesehen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

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  • Ich hab die ganze Nacht über das Drohnenproblem gegrübelt.Aber keine richtige Lösung gefunden. Da die Schwärme meist zwischen 11 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags abgehen, müsste man die Bienenstände 2 mal am Tag anfahren, einmal um das Gitter gegen 10 Uhr anzubringen und dann gegen 16 Uhr um es abzumachen, damit die Drohnen freien Flug haben. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass wenn die Drohnen tagelang nicht rauskommen, die Bienen ganz schön nervös werden, und eher weniger an Tracht denken

  • Also für mich ist das mit dem Absperrgitter keine Lösung, da der ganze Ablauf im Volk durcheinander kommt.Wie das bei den Korbimkern gehandhabt wird weis ich nicht genau, muß das Buch nochmal suchen, aber der gesammte Schwarm mit Drohnen muss in den Sack.


    Der Imker lässt das Absperrgitter nur so lange vor dem Flugloch, bis er die alte Königin entnommen oder einen Ableger gebildet hat. In seinem Fall besteht aber die Gefahr das die alte Königin schon abgestochen wird. Mich bestärkt diese Annahme, weil er berichtete das die Schwärme nur eine kurze Zeit am Baum blieben und dann wegflogen. Ein normaler Vorschwarm hängt normalerweise doch meistens länger.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    habe das Buch von Otto Rheinheimer gefunden, es heißt. Anleitung zur zeitgemässen Bienenzucht.Er schreibt:


    Man kann Schwärme gleich zu Beginn des Schwarmaktes auch am Flugloch abfangen, indem man einenSchwarmfänger oder Fangbeutel benutzt, den man an das Flugloch der Beute hält. Der Kasten muß genügend Lüftungsgitter haben und durch einen Schieber zu verschließen sein.Man kann einige leere Rähmchen mit Richtstreifen einhängen. Ist der Schwarm drinnen, schlie0t man den Schieber und stellt den Kasten in den Schatten. Am Abend kann man den Schwarm mitsamt den Rähmchen in die Beute einhängen. Das Abfangen des Schwarmes ist allerdings unnatürlich, besser ist es schon, die Königin beim erscheinen am Flugloch abzufangen, in einen Käfig zu geben und an einer günstigen Stelle aufzuhängen usw dann sammelt sich der Schwarm.


    Fazit lieber Schwärmen lassen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

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  • Dieser Schwarmfangbeutel der Korbimker ist NICHT das, was ich meinte. Denn da muss man ja auf der Stelle sein, wenn der Schwarm kommt. Ich meinte einen Kasten, einer Pollenfalle ähnlich, nur mit Apsperrgitter. Den hängt man einige Tage vorher ans Flugloch, anstatt die Weiselzellen zu zerstören, lässt man dann den Schwarm kommen.

  • Hallo Luxnigra,
    und dann gibt es noch meine Erfindung um die Schwärme abzufangen.
    Wenn Du willst sende ich Dir mal die Infos zu.
    Ist 100% Drohnenfreundlich, da das Flugloch auf 200mm zu 15mm aufstehen kann.
    Nachteil ist, dass Du die Bienen am Haus haben solltest damit der Schwarm nicht zu lange hängt aber das hast Du ja.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Ich habe von einem Imker gehört der einen Eimer (mit Drainagelöchern) vor die Beuten stellt. Seine Köninginnen haben gestutzte Flügel und fallen beim Schwärmen in den Kübel, wo sich auch der Schwarm aufhängen kann, wenn noch ein Querbalken eingebaut ist. Wie das allerdings genau aussieht (Höhe des Eingangs usw.) ist mir nicht bekannt.


    Franky, für deine Erfindung würde ich mich auch interessieren, bitte leite das mail auch an mich weiter.


    Doris