Wie lange bleibt Mobilbau mobil?

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Bienenvolk auf 2 Zargen DNM (Heroldbeute von Holtermann) ohne ASG. Da die Bienen die 2. Zarge oben mit MW im April nicht angenommen hatte habe ich die Zargen getauscht. Dabei habe ich gleich die erste überraschung erlebt :oops:. Ein Rähmchen war über die ganze Länge festgebaut und ist beim Abheben der Zarge bis zur Hälfte mit raus gegangen. Die Bienen waren darüber natürlich auch überhaupt nicht erfreut was ich verstehen kann. Die Königin hats gsd überlebt. Seitdem habe ich nur noch eine Kippkontrolle gemacht und festgestellt, daß die Bienen die Mittelwände in der unteren Zarge sehr gut ausgebaut und angenommen haben (ca. hälfte).
    Nun meine eigentliche Frage: Da ich jetzt ja schon wochenlang keine Rähmchen mehr gezogen habe wird doch sicherlich wieder einiges zusammengebaut sein. Ich möchte die Bienen jetzt aber auch nicht dauernd stressen und ein Naturschwarm wäre mir auch recht (für meine Christbeute(da weiß ich wenigstens daß alles zusammengebaut wird :lol:)).
    Mir geht es eigentlich nur darum zu erfahren, wie lange die Rähmchen zu ziehen bleiben und wie man sie dann irgendwann doch noch ohne Brecheisen rausbekommen kann.


    LG Georg

  • Hallo Georg,


    das liegt mit Sicherheit nicht an dem Naturbau.
    Es könnte sein, dass mit dem Volk etwas nicht stimmt.
    Kann es sein, dass bei dir die Wachsmotte eingezogen ist?
    Kontrolliere mal das Volk ob es gesund ist.


    LG Rainer

  • Hallo,


    am Naturbau kann es wirklich nicht liegen, da ich ja mit MW erweitert habe. Ich vermute auch eher, daß es am Beespace liegt, da die Beuten ja für Zander und DN geeignet sein sollen. Tracht wäre zu hauf da, wenn es öfter besser Flugwetter wäre, aber durch die Folie von oben sehe ich zumindest ein paar verdeckelte Honigwaben. Ich ziehe bei diesem Wetter keine Waben, da es auf der Folie so schon warm ist. Kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, daß die Bienen krank sein sollen, oder wieso vergrößern die dann noch ihren Staat?
    Werden die Bienen evtl auch noch die Zwischenräume zu den Zargenwänden verbauen?


    LG Georg

  • Ein paar Wachsbrücken sind normal, auch wenns zwischen Ober- und Unterträger der Rähmchen aufeinandergestapelter Räume klebt. Aber ein Brecheisen solltest nicht brauchen müssen :wink:
    Lücken, die den Bienen zu groß oder zu klein sind, werden gerne zugebaut, deshalb beespace einhalten.

  • Wie kommst Du darauf dass das normal ist?!
    Und was ist normal bei Wirrbau??
    Wieviel Wirrbau ist normal???


    Fragt
    der
    Drohn


     
    Ich habe keinen Wirrbau. Und auch keinen Wildbau. Meine Bienen bauen Naturwaben, die kerzengerade und sauber im Rähmchen nach unten gehen, weil meine Beuten 100% im Lot stehen. Die meisten Imker, die ich kenne, haben trotz Mittelwände keinen so ordentlichen Wabenbau :wink:
    Wachsbrücken zwischen den Oberträgern finde ich "normal". Wenn man fleißig ist, schabt man sie eben regelmäßig weg, dann tut man sich beim zusammenschieben der Rähmchen leichter, keine Bienen zu quetschen.
    Wenn man ein Absperrgitter reintut, wird auch da mal gerne mal ein bißchen drangebaut. Das ist doch kein Weltuntergang.
    Aber wenn Georg schreibt, dass er ein Brecheisen braucht, um die Rähmchen ziehen zu können, dann finde ich das nicht "normal".

  • Sorry, das mit dem Brecheisen war nicht so ernst gemeint. Den Stockmeissel tuts auch, aber ich bin halt noch recht unsicher, wieviel "Zerstörung" so ein Bienenvolk verträgt (Zerstörung in Klammer, da ich ja nicht weiß warum die Bienen das so machen). Ich habe halt eher die Neigung zu Stabilbau, vielleicht liegts einfach auch daran. Hab heute mit meinem Gelegenheitspaten gesprochen. Der sagte mir wenn der Beespace mehr als 8mm beträgt ist das normal. Werd mal nachmessen. Hauptsache ich brauch kein Brecheisen ;-)

  • Kleine Frage, hast du Waben mit Hoffmann-Abständen oder besser Hoffmann-Rähmchen? Diese werden im Winter wundervoll eingekittet, auch wenn das Volk sonst kein großer Kitter ist. Im Frühjahr erlebt man da seine wahren Wunder. Da kann das Rähmchen schon mal schwächer als die eingesetzte Kraft sein. Neu ins Volk gesetzt, lassen die sich wunderbar ziehen, aber so bald der Winter kommt... ojeh.


    Ich verlasse das DNM und vor allem die Hoffmann-Rähmchen!!


    LG


    Dominik

  • Das Problem kenne ich.
    Die Ursache ist die Beute. Die Heroldbeute von Holtermann hat bei DNM einfach zu viel Platz zwischen Oberträgern der unteren und den Unteren Rähmchenleisen der oberen Zarge.
    Bei Zander im Kaltbau ist es besser, weil da die Oberträger dicker sind.
    Wenn Du dauerhaft mit diesen Beuten und DNM-Rähmchen arbeiten willst, dann solltest Du den Abstand irgendwie verringern, was aber bei Heroldbeuten mit dem massiven Falz nicht so einfach ist.