Ableger zurückholen

  • Hallo,
     
    im Ergebnis der Völkerdurchsicht auf meinem Hausstand habe ich gestern von einem Volk einen Königinnenableger gemacht und diesen auf einen ausreichend entfernt liegenden Zweitstand verbracht.
    Nun habe ich heute die erfreuliche Mitteilung erhalten, daß ich diesen Platz wohl am nächsten Wochenende kurzfristig werde räumen müssen, da dort ein "Tag der offenen Tür" stattfinden soll und jemand kalte Füße bekommen hat ...
    Da ich vorhatte, den Ableger nach vier Wochen wieder zum Hausstand zurückzuholen, werde ich das nun vorziehen müssen. Als Alternative hätte ich einen weiteren Platz in unmittelbarer Rapsnähe - zum Aufbau des Königinnenablegers sicherlich nett, aber ich wollte eigentlich nicht in den Raps.
     
    Was ratet Ihr - kann es nach einer Woche wieder nach Hause gehen, oder sollte ich in den evtl. gespritzten Raps beißen und dorthin ausweichen?
     
     
    Robert
     
     
    P.S. Wie jemand schon in einem der anderen Mai-Threads erwähnte, verhielt sich auch dieses besagte Volk lehrbuchwidrig - Weiselzellen in Masse sowie sonstige Schwarmvorbereitungszeichen, aber ebenso reichlich Eier und offene Brut ...

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Ist die schon begattet? Wenn ja ab in den Raps es gibt nix besseres für die Völksentwicklung. Der Raps ist zwar gespritzt aber der Regen da ist sicher alles weggespüllt..

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Also ich würde dann lieber den Ableger wieder nach Hause holen. Ehe ich evtl. Bienen durch gespritzten Raps verliere. Eigentlich müßte es nach 6 Tagen in Ordnung sein.
    Viel Erfolg
    Detlef

  • Hallo,


    schon einmal vielen Dank für die Ratschläge!
    Ich will die (möglichen) Spritzungen im Raps nicht in den Vordergrund stellen - da die Trachtsituation die Saison hindurch an meinem Hausstand meist sehr ordentlich ist, wollte ich mich in diesem Jahr auf diesen beschränken und habe daher keine vorbereitenden Kontakte zu den Bauern am Raps-Außenstand aufgenommen bzw. jetzt keine Zeit, dies noch nachzuholen.
    Mir geht es primär um die geringe Zeitspanne von nur sechs bis sieben Tagen zwischen Verstellen und Wiederverbringen zum Heimstand. Das habe ich bisher noch nicht machen müssen und daher keine Erfahrung damit sammeln können, ob besondere Probleme zu erwarten sind.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • auch wenn es im Forum schon paarmal anders geschrieben wurde - das geht! Hol die Bienen zurück und stelle sie etwas abseits auf. Wenn du den Königinnenableger richtig gemacht hast haben die Jungbienen ohne Ende und die paar alten, die noch da sind haben ihr altes Zuhause längst vergessen... mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Wenn du den Königinnenableger richtig gemacht hast haben die Jungbienen ohne Ende und die paar alten, die noch da sind haben ihr altes Zuhause längst vergessen... mfg


     
    ... und wenn sie es nicht vergessen haben (was ich eher denken würde), dann sind es nur die Altbienen die Dir verloren gehen würden. Das kann der Ableger sicher verkraften und ewig alt soll der ja auch nicht werden ;)

  • So,


    heute im allerersten Morgengrauen habe ich den Ableger zurückgeholt und daheim das eingeengte Flugloch noch mit etwas Koniferenkleinschnitt garniert. Ich hatte den Eindruck, daß die ersten Wagemutigen, die sich durch's Gestrüpp gearbeitet hatten, sich garnicht einflogen, sondern zielgerichtet zu ihrer alten Beute zurückkehrten - aber mittlerweile herrscht reger und normaler Flugbetrieb und keine Anzeichen von Räuberei. Ich sehe das Experiment also als erfolgreich an.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)