Ticker, Ticker: Bienendieb stellt sich

  • Hallo,
     
    dei Bienendieb von Kirchheim u.T. hat dem Fandungsdruck nachgegeben und hat sich auf der Polizei gestellt. Artikel noch nicht online. Er ist 72 Jahre alt.* Die Alten sind doch noch Kerle, sie schleppen die schwersten Beuten weg. Ob er für weitere Diebereien verantwortlich ist muss noch geklärt werden.
     
    Gruß
    Herbert
     
    Ob er das Neutral- oder Einheitsglas benutzen wollte ist nicht bekannt.:wink: Der Verdacht besteht, dass er nicht nur Carnica-, sondern auch Buckfastvölker klaut.
    *Das nehme ich evtl. zurück, denn nur schlechte Imker müssen Bienen klauen!

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Reue

  • Und wie heißt er? Osama Bien Laden?


    Der wird jetzt bestimmt auf Guantanamo Bien verhört. :wink: Die Verhörmethoden sollen dort menschenverachtend sein. Schwefelrauch aus Smokern liegt in der Luft - ein Geruch wie in der Hölle. Der Gefolterte wird gezwungen, so lange Honig zu essen, bis er langsam dehydriert. Dann wird ihm Bienengift unter die Finger- und Fußnägel gespritzt, bis die Nägel abfallen. Anschließend wird er mit Wabenresten eingerieben und in ein Faß gesteckt, dass voller Wachsmottenmaden ist. Seine Schreie hallen dumpf, während das Klopfen immer schwächer wird.


    Kurz bevor er abnippelt, wird er kurz reanimiert - um dann in das Auffangbecken eines überdimensionalen Sonnenwachsschmelzer gelegt zu werden. Heiß brennt die Sonne im Süden, das Wachs tropft langsam auf seinen Körper herunter und verbrennt seine Haut. Langsam hebt sich der Wachsspiegel bis das kleine Imkerlein in einem Block aus Wachs verschwindet.


    Das Gesicht des Schreckens wird dann freigelegt und der Wachsblock ins Bienenmuseum gestellt - als abschreckendes Beispiel für die anderen Terroristen.


    Wenn er anfängt zu stinken, wird er auf einem öffentlichen Platz abgebrannt.


    Willkommen im Mittelalter der Menschlichkeit, huah huah.


    Highway to hell,


    Bernhard

  • ...verfolgt irgendjemand den dort erwähnten zweiten Fall?


    Für mich überraschend war hier, daß es jemand aus der Nachbarschaft war, die Völker also nicht hunderte von Kilometern entfernt neu aufgestellt werde...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Für mich überraschend war hier, daß es jemand aus der Nachbarschaft war, die Völker also nicht hunderte von Kilometern entfernt neu aufgestellt werde...


    Ist das nicht fast die Regel? Hab schon oft gehört, dass Tage nach dem Diebstahl der Beklaute seine Flubienen wieder am Stand hat...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich habe Verständnis für jeden, der aus Not klaut.


    Der gehört nicht dazu.


    Hoffentlich tut die Strafe ordentlich weh!
    Aber wahrscheinlich ist das wieder einer, dem seine "schwere Kindheit" angerechnet wird...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich habe Verständnis für jeden, der aus Not klaut.


    Wie wärs mit fragen? Nachher ist das noch eine moralische Legetimierung für Imkereinsteiger mit Ebbe in der Geldbörse. Was ist eigetlich Not?
    Nö du. Das geht so garnicht.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ja Remsi,


    das kann ich nachfühlen. Das ist wahrscheinlich wie bei den Bienenvergiftungen. Da schweigen die Nichtbetroffenen auch oder spielen die Vorfälle herunter. Sind sie erst betroffen reagieren sie dann anders (dann waren es die Viren...).


    Andere wiederum sind so oft betroffen, dass sie völlig betroffen anfangen Fragen zu stellen. Mir fällt da spontan die Frage ein: Was zur Hölle motiviert einen 75-jährigen Imker auf Bienenklau-Tour zu gehen? :confused:


    Hat er sich jahrzehntelang unbeliebt gemacht bei seinen Nachbarimkern? Indem er sie als unfähig zur richtigen Varroabehandlung anschuldigte? Indem er Nachbarimker wegen Schluderei beim Veterinäramt angezeigt hat ? Indem er mit Paketbienen aus Allerwelt die Krankheiten eingeschleppt hat? Indem er stets die alten Imker beschimpfte - "keine Rentnerimker mehr"? Und dann ist er selbst alt geworden. Was hat diesen armen einsamen alten Mann isoliert? Man weiß es nicht.


    :-D


    Bernhard

  • Diebstahl bleibt Diebstahl.


     
    Das stelle ich auch nicht in Frage und Diebstahl ist auch meiner Ansicht nach verwerflich.


    Was ich sehr wohl in Frage stelle, ist, wie die moderne mittelalterliche Gesellschaft heute mit solchen Themen umgeht. Wir schauen zurück in die Geschichte, meistens mit Verachtung. Wie altertümlich und rückständig unsere Vorfahren doch waren! Verachtung!


    Doch wer genauer hinsieht, wird erkennen, dass sich unser barbarisches Verhalten in keinster Weise geändert hat. Das Einzige, was sich änderte, ist die Technik!


    Was für ein Fortschritt, bleibt mir da nur zu sagen.


    Wäre doch schön, wenn wir nicht nur technisch, sondern auch menschlich fortschreiten.


    Bernhard

  • Na da fragt sich doch was menschlich ist? Meinem Kollegen hat vor 2 Wochen jemand seine Zuchtkönigin gezielt geklaut. Der Kollege ist so, dass er jeden Umlarven lässt und das ohne Gebühren also für nix. Was ist von einem so hinterhältigen Zeitgenossen zu halten der trotzdem die Weisel klaut? Ehrlich gesagt wüsste ich erst mal nicht wie ich reagieren würde, wenn ich so einen Typen bei mir erwischen würde. Ich denke, wenn er im falschen Augenblick an mich gerät, könnte ich doch etwas handgreiflich werden. Einen Satz heiße Ohren wäre sehr wahrscheinlich und von meiner Seite her angemessen.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Zitat

    Einen Satz heiße Ohren wäre sehr wahrscheinlich


    Das finde ich sehr menschlich :daumen:


    Mein persönlicher Favorit unter den Meinungsausdrucksverstärkern ist die gute alte Mistgabel. :wink:


    Öffentliche Hetzjagden jedoch erinnern mich zu sehr an Hexenverfolgungen und -verbrennungen.


    Meiner Meinung nach ist es wichtig, nachdem die Meinung so oder so geäußert wurde, dass der Frieden wieder gefunden wird. Und nachhaltige Lösungen.


    Ich kann Dir noch ganz andere wahre Geschichten erzählen. Wenn Imker den anderen Imker vergrault, indem er die Völker mit Insektenspray durch den Eingang vernebelt. Oder wenn dieser ständig die Königinnen am fremden Stand abdrückt, die Magazine umstößt - und und und.
    Hass, Gier, Neid - es gibt so viele Abgründe. Die Frage ist, wie Du damit umgehst.


    Die Welt wird nicht besser, wenn wir Gewalt mit Gewalt beantworten und Destruktivtät mit Destruktivität.


    Dem Gegenüber sollte die Grenze aufgezeigt werden und die Folgen seines Handelns. Eine Lösung findest Du am besten auf persönlicher Ebene. Die jedoch wird durch den öffentlichen Raum völlig zerstört und nachher geht es nur darum, jemanden fertig zu machen. Pranger und Scheiterhaufen eben.


    Bernhard