Verwendung D.I.B.-Logo

  • Hey...ich schon wieder. :p


    Nochmal so eine theoretische Frage. Mal angenommen ich bin D.I.B.-Mitglied mit abgeschlossener Honigschulung, entscheide mich aber für den Verkauf im neutralen Glas.


    Darf ich trotzdem einen Hinweis an meinem Marktstand anbringen á la "Honig vom D.I.B.-Mitglied" oder ähnliches ? Das man das Siegel nicht auf einem Neutralglas verwenden sollte hab´ ich soweit begriffen, aber den Hinweis auf die Mitgliedschaft können sie einem ja kaum untersagen würde ich mal vermuten.


    Hat da jemand Erfahrungen bzw Informationen zu ?



    Lieben Gruß,
    ~Alex

  • Das mach ich genauso. Und sehe einer etwaigen Diskussion gelassen entgegen. Die es aber nicht geben dürfte...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • ...einfach direkt beim DIB anfragen. Die sind sehr kommunikativ. - Die Antwort würde mich übrigens auch interessieren...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hallo
    Dafür zahlen wir ja auch Werbebeitrag/Volk, also wenn es deswegen Stress geben sollte, verstehe ich die Welt nicht mehr….
    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Vielen Dank für Eure Antworten. :daumen: Habe dem D.I.B. zwar auch gemailt, Antwort habe ich aber noch keine und wollte auch die gängige Meinung im Forum dazu mal hören. Wenn ich Antwort erhalte lasse ich es euch wissen.



    Lieben Gruß,
    ~Alex

  • Hallo Alex,
    nicht Du bist Mitglied im D.I.B., sondern Dein Verein ist es.
    Was soll der D.I.B. Dir antworten?


    Natürlich kannst Du darauf hinweisen, dass Du eine Honigschulung des Deutschen Imkerbundes mit Erfolg absolviert hast.
    Aber warum nimmst Du dann nicht das Imkerglas? Es erscheint mir - mit Verlaub - etwas doppelbödig, sich vom Deutschen Imkerbund und seiner bewährten Marke, dem Imkerglas abgrenzen zu wollen mit einem Neutralglas, dann aber doch wieder wie ein Trittbrettfahrer zu sagen: ich bin zwar anders, aber doch so gut wie der D.I.B. Imker bzw. Honig.


    Wenn Du im D.I.B. Glas vermarktest, musst Du auch mit einer Marktkontrolle des D.I.B. rechnen, das entfällt beim Neutralglas, dort entziehst Du Dich.


    Also, so richtig redlich finde ich Deine Vorstellungen nicht,
    meint Bienen-Freund

  • Hallo zusammen,
    wenn man sich anschaut wieviel Prozent der überprüften D.I.B.-Gläser jedes Jahr beanstandet werden und wie gering überhaupt nur die getestete Menge ist, frage ich mich warum diese Marke so bewährt ist.
    Nach meinen Anfangsjahren im DIB bin ich auf Neutrale Gläser und später auf den DBIB (der auch kleinere Imker aufnimmt) umgestiegen.


    Gruß,
    Zedi

  • Hallo Zedi,
    da ist was dran. Nur - die meisten Beanstandungen ergeben sich aus einer falschen Sortendeklaration.
    Wie ist das aber bei einem "Neutralimker"?
    Ich würde als aufgeklärter Honigkunde keinen Honig im Neutralglas kaufen, wenn er nicht eine Zertifizierung aufweist, etwa von Bioland, Demeter oder ähnlich.
    Erzählen kann man viel - aber beweisen?
    Beste Grüße, Bienen-Freund

  • Zitat Bienen-Freund Deutschen Imkerbund und seiner bewährten Marke,


    Is ja richtig, aber das DIB-Glas und die Étiketten sehen nich so toll aus, gelinde gesagt. :roll:


    Manche sagen, meine Etiketten sind besser als mein Honig. :oops::wink:

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Es erscheint mir - mit Verlaub - etwas doppelbödig, sich vom Deutschen Imkerbund und seiner bewährten Marke, dem Imkerglas abgrenzen zu wollen mit einem Neutralglas, dann aber doch wieder wie ein Trittbrettfahrer zu sagen: ich bin zwar anders, aber doch so gut wie der D.I.B. Imker bzw. Honig.


    Wenn Du im D.I.B. Glas vermarktest, musst Du auch mit einer Marktkontrolle des D.I.B. rechnen, das entfällt beim Neutralglas, dort entziehst Du Dich.


    Also, so richtig redlich finde ich Deine Vorstellungen nicht,
    meint Bienen-Freund


    Das würde ich nicht zwingend als unredlich bezeichnen wollen - ein Verein wie der DIB sollte gerade in Zeiten wie diesen weit größere Aufgaben wahrnehmen, als nur eine Vermarktungsmarke anzubieten. Und das möchte ich als Eigen-Vermarkter gerne unterstützen. Völlig unabhängig von der Tatsache, dass sich meine Produktionsbedingungen ja mit der Umstellung auf ein eigenes Glas nicht automatisch verschlechtern. Und der DIB ist nun bei weitem nicht die einzige Kontrolle. Auch die Lebensmittelüberwachung guckt da zum Glück und achtet auf mehr als nur Honigtropfen an der Deckeleinlage oder schräg geklebte Etiketten...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Moin


    Mal ne kurze Zwischenbemerkung zu DIB und Neutralglas und den Unterschieden.


    Warum fülle ich teils einige Ernten nur ins Neutralglas ab?
    Hier nur 2 Gründe:
    1. der Preis:
    Wenn ich im DIB-Glas abfülle stehe ich in direkter Konkurrenz mit meinen Nachbarimkern, die auch im DIB-Glas abfüllen.
    Bei mir in der Gegend wird DIB Honig teils für sagenhafte 2,5€ verkauft.
    2. die Qualität:
    Der DIB ist "Trockenheitsfanatiker" was aber einigen Honigsorten nicht zuträglich ist.


    Extrem gute Honige die ich ernte kommen ins Neutralglas, und werden dann für einen angemessenen Preis verkauft.


    Meine Etiketten enthalten keinen Hinweis auf den DIB, obwohl die Richtlinien des DIB eingehalten werden.
    Dieser Honig steht für sich, unter meinem Namen, mein persönlicher Honig, ausserhalb - nein oberhalb des DIB-Honigs.
    Ich stehe mit meinem Namen für diese gehobenen Qualität gerade.
    Nicht eine vor Jahren vergebene Kontrollnummer des DIB.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Bienenfreund,


    leider hast du recht. Es ist eine Schande was zum Teil als Honig verkauft wird. Eine Zertifizierung bietet natürlich eine gewisse Sicherheit. Wie hoch die gewonnene Sicherheit ist, weiß man aber auf den ersten Blick selten.
    Auch der DIB bietet (soweit ich weiß) die Ergebnisse seiner Stichproben weder auf seiner Seite direkt, noch als Download oder als Werbematerial an... Was auch immer das heißen mag :wink:.


    Ich selbst liebäugle mittlerweile tatsächlich auch schon mit einem Bio-Zertifikat, wobei ich das lange Zeit völlig von der Hand gewiesen habe. Ich finde es schade, dass ein Produkt wie Honig überhaupt ein (Bio-) Zertifikat braucht. Ein naturnaher und schonender Umgang mit den Bienen und dem Honig sollte für alle Imker selbstverständlich sein.


    Meiner Erfahrung nach wird die Qualität des Honigs und eine offene wahrhaftige Imkerei (zu Recht aber weniger überprüfbar) mehr geschätzt als ein Zertifikat. Sollte für meinen Honig aber irgendwann die Mundpropaganda nicht mehr ausreichen, käme für mich ein Bio in Frage.


    Dolle Grüße,
    Zedi

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    warum bietest Du nicht einen Teil im DIB und einen Teil im Neutralglas an ? Gibt bestimmt eine interessante Marktanalyse (zum Vorteil vom Neutralglas, wenn die Aufmachung stimmt ):wink:


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)