Wandergenehmigung - Eine Anfängerfrage

  • Hallo zusammen,


    ich habe da mal eine Frage zum Wandern. Habe in einem anderen Thread folgendes gelesen: "Wandergenehmigung braucht man nur, wenn man aus dem eigenen Kreis auswandert - nicht innerhalb desselben".


    Nun ist´s bei mir so das ich direkt an der Grenze zu einem anderen Kreis wohne und auch in den Imkerverein des anderen Kreises eingetreten bin. Gilt für die Anwendung des oben stehenden Satzes nun das ich einen Wanderwart kontaktieren muss wenn ich aus dem Kreis in dem ich wohne herauswandere oder wenn ich aus dem Kreis in dessen Imkerveiein ich Mitglied bin herauswandere ?


    Ausserdem wüsste ich sehr gern ob das Ganze generell nur auf´s eigentliche "Wandern" angewandt wird oder auch bei festen Ständen die dauerhaft an einem Platz bleiben sollen ?


    Noch mal kurz ein Szenario:


    Ich richte einen festen Stand bei einem Freund ein der im gleichen Kreis wohnt wie ich, in dessen Verein ich aber nicht Mitglied bin. Kann mir der Stand verwährt werden, z.B. weil man an einen sturen Wanderwart gerät der keinen Imker aus einem anderen Verein dort haben möchte ?


    Und abschliessend nochmal die Frage ob ich mich ins Fettnäpfchen gesetzt habe weil ich in einem anderen Kreis dem Verein beigetreten bin, als dem in dem ich wohne ? Können mir daraus Nachteile entstehen ?


    Ich weiß...viele dumme Fragen, aber für etwas Aufklärung wäre ich euch sehr dankbar. :)



    Lieben Gruß,
    ~Alex

  • Och Mensch, mach Dir nicht zu viele Sorgen.
    Du wirst zwangsläufig immer irgendwem auf die Füße treten, entscheidend ist aber doch, wie Du Dich dann und allgemein verhältst.


    Zunächst: der Wanderwart, soweit überhaupt vorhanden, kann Dir eigentlich recht wenig offiziellen Stress machen, wenngleich man sich schon ein bisschen an den örtlichen Gepflogenheiten orientieren sollte, wenn sie nicht allzu absurd sind.
    Wirklichen Ärger machen könnte Dir nur der Vet, der sich aber halt mit dem BSV/Wanderwart austauscht.


    Für feste Stände reicht beim Aufstellen eine Seuchenfreiheitsbescheinigung, die man schlauer Weise jedes Jahr über eine Futterkranzprobe erneuert, um flexibel sein zu können.
    Wieviele und welche Vereinsfettnäpfchen Dein anderer Verein wo aufgestellt hat, weiss ich nicht. Schau doch einfach mal bei der einen oder anderen Versammlung als Gast vorbei - Du kannst doch schließlich nichts dafür, dass der andere Verein bessere Neuimkerwerbung betreibt.:wink:


    Sollte irgendwessen Herzblut dran hängen, kannst Du ja auch in den zweiten Verein eintreten und müsstest nur den unmittelbaren Vereinsbeitrag doppelt zahlen. Mit dem Vorteil, besser vernetzt zu sein, von mehr freiwerdenden Ständen, abzugebendem Material etc. zu hören...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hey,


    naja...bin wohl in der Tat jemand der sich eher ein bisschen zu viel sorgt :Biene:, auch wenn das Ganze (hoffentlich) niemals irgendwie relevant wird für mich. Möchte es einfach möglichst stressfrei halten. *g*


    Aber das klingt ja schonmal so als müsste man das alles gar nicht so eng sehen. Danke für die Tips. :daumen:



    Lieben Gruß,
    ~Alex

  • Guten Morgen,
    einige Dinge lieber doch etwas enger sehen, da sie rechtlich relevant sind.
    Soweit ich weiß:


    ***************
    die folgenden Informationen sind rechtlich nicht verbindlich
    ***************


    - jeder Dauerstand (bzw. auch dessen dauerhafte Auflösung) muss dem Vet gemeldet werden (Bienenhaltung verpflichtet zum Einzahlen in die Tierseuchenkasse). Name und Adresse am Dauerstand anzubringen ist nicht notwendig aber sinnvoll.


    - bei jedem Wanderstand (auch im gleichen Kreis) sind Name und Adresse anzubringen. Bei Wanderung außerhalb des Kreises muss außerdem eine Kopie des Gesundheitszeugnisses am Stand angebracht werden.


    - beim Verbringen eines Volkes innerhalb des Kreises kein Gesundheitszeugnis nötig.


    - beim Verbringen eines Volkes in einen anderen Kreis ist immer ein Gesundheitszeugnis notwendig und der Vet des Zielkreises zu informieren. (Mit Gesundheitszeugnis aber ohne Vet falls man auf einen bestehenden Dauerstand umsetzt, da der Vet ja eh über Dauerstände bescheid weiß.)


    - beim Aufstellen der Völker ist die Erlaubnis des Grundstückeigentümers einzuholen.


    - der Wanderwart hat (glaube ich) keine offiziellen Befugnisse, kann aber für jede Wanderung im eigenen Interesse kontaktiert werden, da man seine Bienen ja auch nicht gerne 100m neben einem anderen (zugewanderten) Imker stehen haben möchte (um optimale Pollen- und Honigversorgung zu sichern).


    - übliche Sicherheitsvorkehrungen sind immer zu beachten (Völker nicht direkt an die Grenze eines Kindergartens mit Flugrichtung zum Kindergarten aufstellen:confused:).


    ***********


    Narürlich sollte man sich immer bemühen ein freundschaftliches Verhältnis zu allen ortsansässigen Imkern zu behalten. Viele Imker sind SEHR hilfsbereit, andere sind SEHR empfindlich (gerade wenn es um Wanderung, die Bienengesundheit und ein Kilo Honig mehr oder weniger im Honigraum geht :wink:).


    Verbieten kann dir aber kaum jemand etwas, solange die oben stehenden Dinge beachtet werden.


    Dolle Grüße,
    Zedi

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  • Hallo !



    Hinweis: Amtsveterinär und Tierseuchenkasse sind zwei getrennte paar Schuhe. Und es wird auch fast überall anders gehandhabt.
    Es gibt Gegenden da verschiebt der AmtsVet die Sache auf andere u.a. BSV.
    Die Tierseuchenkassenmeldung kann (muß aber nicht) über den Verein laufen, ist bei Euch eine Freistellung von der Beitragszahlung gegeben - dann bekommt man vielleicht nichtmal eine Rückmeldung das die Meldung eingegangen ist.


    Zitat


    - bei jedem Wanderstand (auch im gleichen Kreis) sind Name und Adresse anzubringen. Bei Wanderung außerhalb des Kreises muss außerdem eine Kopie des Gesundheitszeugnisses am Stand angebracht werden.


    - beim Verbringen eines Volkes innerhalb des Kreises kein Gesundheitszeugnis nötig.


    Und die Anzahl der aufgestellten Völker soll auch draufstehen (für die die nicht zählen können).
    Und mit "Kreis" ist hier nicht der Landkreis gemeint ! Sondern das Zuständigkeitsgebiet des jeweiligen Amtsveterinär. Das kann auch in die Kreisstadt und den Landkreis oder in verschiedene Altkreis getrennt oder wie auch immer sein.
    Auch können sie das Gesundheitszeugnis bei "jedem" verstellen der Bienen haben wollen. So ist es in einem hessischen Landkreis Pflicht, nachdem die Vereinsbelegstelle als Faulbrutverteiler ausgemacht worden ist !
    Da hilft nur fragen ...


    Zitat


    - beim Verbringen eines Volkes in einen anderen Kreis ist immer ein Gesundheitszeugnis notwendig und der Vet des Zielkreises zu informieren. (Mit Gesundheitszeugnis aber ohne Vet falls man auf einen bestehenden Dauerstand umsetzt, da der Vet ja eh über Dauerstände bescheid weiß.)


    s.o.


    Zitat


    - der Wanderwart hat (glaube ich) keine offiziellen Befugnisse, kann aber für jede Wanderung im eigenen Interesse kontaktiert werden, da man seine Bienen ja auch nicht gerne 100m neben einem anderen (zugewanderten) Imker stehen haben möchte (um optimale Pollen- und Honigversorgung zu sichern).


    Es gibt Wanderimker die nennen einen Wanderwart auch: Wanderverhinderungswart ....


    Zitat


    Dolle Grüße,
    Zedi

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.