Österreich 2010: Vergiftungen durch gebeiztes Saatgut

  • Aus Österreich erreicht uns die Meldung erneuter Bienenvergiftungen durch gebeitzes Saatgut.


    Zitat

    Nach der Maisaussaat 2010 gibt es bereits wieder Bienenschäden, vor allem in der Steiermark und in Oberösterreich. Bereits das dritte Jahr in Folge treten die Schäden auf, trotz “risikomindernder Auflagen” durch die Zulassungsbehörde, die offensichtlich Bienenschäden nicht verhindern können. Bereits 2008 waren mehr als 3500 Bienenvölker betroffen.


    Weiter heißt es:


    Zitat

    Angesichts der neuerlichen Bienenschäden fordert Biene Österreich zum Schutz der Honigbienen und der anderen Bestäuberinsekten ein Verbot der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden.


    Der ganze Text von Biene Österreich findet sich hier:


    http://www.biene-oesterreich.a…p?id=2500%2C1128424%2C%2C


    Packt die Koffer - Imkerdemo in Österreich?


    Bernhard

  • Traurig, sehr traurig, dass immer noch Bienen sterben müssen, nur weil man Mais nach Mais nach Mais nach Mais...........


    pflanzen will.


    Als die Vrroa zu uns kam, wurde das Wandern der Bienen aus den entsprechenden Gebieten verboten!


    Um den Schaden zu begrenzen.


    Als der Maiswurzelbohrer nach Europa kam, hat man die Fruchtfolge nirgends umgesetzt!


    Nein man hat als weiter Monokultur betrieben.


    Die richtige Fruchtfolge hätte schon in den USA diese Schädling eingedämmt und er wäre nie nach Europa gekommen.


    Einzig BAYER mit seiner Monopolstellung der entsprechenden Mittel hat diesem Käfer seinen Siegeszug ermöglicht und so ist auch BAYER dafür verantwortich dass diese Bienen alle sterben mußten.


    BAYER sagt bei sachgerechter Anwendung gibt es keine Bienenschäden!


    Nur wie sind dann alle diese Bienenvergiftungen seit 1997 zu verstehen?


    Alle nicht Sachgerecht Angewendet?


    Eine größere Lachnummer gibt es von der Chemischen Industrie wirklich nicht!


    Mir graut vor der nächsten Generation Pestdiziede


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • In Deutschland sind bereits etwa 70.000 Völker an Clothianidin (so heißt der Wirkstoff in dem Beizmittel) gestorben, zumindest hat BAYER dafür Schadenersatz bezahlt. Als Konsequenz daraus haben sie es jetzt sogar als Granulat zugelassen, das dieses Jahr auf ausgewählten Flächen ausgebracht werden darf. Der Landesverband Bayerischer Imker macht eine Unterschriftenaktion dagegen:


    http://lvbi.de/verbot_der_neonicotinoide_online.html

  • Leute, fangt mal ei euch selbst an, sonst seid ihr nicht glaubwürdig. Hier in Luxemburg sind nur noch Varroabekämpfungsmittel zugelassen, die auch in der EU-Biolabelverordnug stehen. Ist zwar noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin ein Anfang. Wer Perizin und Co. anwendet, hat schlechte Karten, eine saubere Landwirtschaft einzuklagen

  • Packt die Koffer - Imkerdemo in Österreich?


    Keine Sorge Bernhard, wir fertigen schon unsere Demo Tafeln und Transparente an. Im Herbst des vergangene Jahres waren wir 1.500 am Wiener Ballhausplatz, offenbar erfolglos. Nun werden wir auch noch Honigbeuteln mitbringen.


    Josef

  • Hallo Josef,


    gibt es im Internet eine Seite / Link mit Bildern von der damaligen DEMO?


    und wie erfahren wir wann's los geht?


    ich scharre schon mit den Hufen :-)


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Zitat aus DaFNE:


    [INDENT]Im Jahr 2010 wurden dem Institut für Bienenkunde für den Zeitraum zwischen Auswinterung und Berichtsstichtag (15.11.2010) aus 76 Imkereibetrieben Vergiftungsverdachtsfälle gemeldet. Die betroffenen 98 Bienenstände verteilten sich auf 7 Bundesländer. Die Mehrzahl der Imker vermutete einen Zusammenhang mit dem Maisanbau, aber auch mit einem Pflanzenschutzmitteleinsatz in anderen Kulturen (z.B. Raps, Obst, Wein).


    Von den Vergiftungsverdachtsfällen waren nicht alle Bundesländer bzw. Bezirke mit Maisanbau gleichermaßen betroffen. Vielmehr zeigte sich ein regional gehäuftes bzw. auch vereinzeltes Auftreten.
    [/INDENT]


    aus: http://www.dafne.at/dafne_plus_homepage/index.php?section=dafneplus&content=result&come_from=&&search_fields[offer_number]=100472&search_fields[title_ger]=&search_fields[research_objective]=&search_fields[beauftragungsjahr]=&search_fields[antragsteller]=&search_fields[projektleiter]=&project_id=2909

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  • Neuer Angriff gegen Maiswurzelbohrer und Bienen in Österreich:


    Zitat

    Neu wird sein, dass nach einer nicht vom Maiswurzelbohrer gefährdeten Vorfrucht (defacto sind das alle Kulturen außer Mais) kein neonicotinoidgebeizter Mais angebaut werden darf. Ausgenommen davon sind Saatmaisflächen


    http://www.agrarnet.info/?id=2500%2C1571232%2C%2C


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Was ich besonders interessant finde, die Ösis werfen Mesurol in einen Topf mit den Neonicotinoiden - anders als bei uns. Bei uns ist Mesurol (das ist das rote Zeug an den Körnern) ohne Einschränkung erlaubt und imho nicht mal von verschärften Bestimmungen wg. Abrieb etc. betroffen, ist ja B3. Wissen unsere Nachbarn mehr als wir? Aber wahrscheinlich hat hier nur die Lobbyarbeit nicht funktioniert...
    Kein Wort von Guttation, aber immerhin wird den Imkern empfohlen, Bienentränken aufzustellen :evil:


    cu