Wie lange umstellen?

  • Hallo zusammen,
     
    hat jemand von Euch Erfahrung wie lange man einen Ableger aus dem alten Flugradius raußstellen muss bis sie "vergessen" haben, wo sie ursprünglich herkamen?


    Ich habe zwei Bienenstände. Einer sehr nah am Haus, der andere ist fast 20km weit weg. Daher wollte ich den Ableger nur so kurz wie möglich auf den anderen Stand verbringen und schnellstmöglich wieder herholen.
    Hoffe ich habe mich nicht zu umständlich ausgedrückt ;-)
    Gruß
    Roman

  • ...mache doch einfach "Umstellen auf kurze Distanz", wie hier im Forum 1000-fach diskutiert, und die ganze Fahrerei (einschließlich des Denkens :wink:) erübrigt sich...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Den Thread habe ich gelesen (zumindest die ersten Seiten). Sicher, es ist eine Option. Habe dies letztes Jahr auch schon ausprobiert. Trotzdem würde mich interessieren wie lang ein Volk woanders gestanden haben muss, bevor man es an den Stand zurückholt.
    Gruß
    Roman

  • Ich durfte lernen, wenn auch nicht aus der Praxis, dass die (Flug)Bienen sich mehrere "Standorte" merken können. Du musst demzufolge warten bis die Flugbienen abgeflogen sind - also ca 4 Wochen - bevor du wieder zurück wanderst. Diese ganze Sache hat mir für dieses Jahr meine Ideen vermasselt ;)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    warum machst du den Ableger nicht gleich mit etwas stärkerer Bienenmasse ? Dann dürfte der Anteil der Pflegebienen größer sein, so das der Verlust der Flugbienen nicht weiter ins Gewicht fällt . Nach einigen Tagen dürftest Du dann genug "frische" Flugbienen haben.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Das habe ich hier auch schon gelesen, ist aber nicht ganz nachzuvollziehen. Ein KS hat nach 3Tagen Haft auch seinen alten Stock "vergessen". Ich glaube das hat bloß noch keiner richtig ausprobiert, den Ableger schon nach ein paar Tagen zurückzuholen. Außerdem sind im Ableger sowieso hauptsächlich Jungbienen (oder sollten zumindest sein!). mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Ich sollte noch ergänzen dass meine Post eigentlich auf der Idee gründet die Bienen in ein ziemlich nahes Rapsfeld zu stellen. Es ging nicht um Ableger. Da hatte ich nicht richtig gelesen. :oops:
    Olli

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  • condor :

    Zitat

    Ein KS hat nach 3Tagen Haft auch seinen alten Stock "vergessen". Ich glaube das hat bloß noch keiner richtig ausprobiert, den Ableger schon nach ein paar Tagen zurückzuholen.


    Wovon wir schreiben, haben wir ausprobiert.:cool:
    Und KS oder Schwärme kannst du nicht mit Völkern oder Ablegern vergleichen - das ist ein ganz anderer Zustand.
    Beim Wegfahren von Ablegern sind 3 Wochen Minimum, besser vier.


    Olli : wenn das Rapsfeld ziemlich nah ist, warum willst du sie dann noch da rein bringen?
    Hier ist der Raps Luftlinie 1,4km weg - das fliegen die ganz locker. Bei 4km sähe das schon anders aus.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabine ja weil ich noch keine Erfahrung habe und dachte "umso näher umso besser" aber bei mir sinds 1.5-2km - da ist das kein Problem sagte man mir :D
    Olli

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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • condor :
    Wovon wir schreiben, haben wir ausprobiert.
    Und KS oder Schwärme kannst du nicht mit Völkern oder Ablegern vergleichen - das ist ein ganz anderer Zustand.
    Beim Wegfahren von Ablegern sind 3 Wochen Minimum, besser vier.
    ...


     
    Jetzt schreibst du von dir auch schon in der dritten Person...Ändert aber nichts an der Tasache, das die Bienen im Ableger nicht weg wollen weil es für Sie kein anderes zuhause gibt. Kannst ja mal die Suchfunktion benutzen und rausfinden, wieviele Jungbienen nach 3Tagen im Ableger sind, wenn 2 verdeckelte Brutwaben + Pflegebienen + noch mehr Pflegebienen von anderen Brutwaben zur Ablegerbildung genutzt werden.
    Und ja, das Argument, das die paar Flubienen, die zurückfliegen event. petzen könnten wo es was zu holen gibt - das kenne ich auch -allerdings nur von dir. mfg

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  • :roll: "wir" bedeutet "ich & der Mann".
    Und wenn du einen Ableger machst, der sich seine Königin noch selber ziehen muß, könntest du dich wundern, wie viele Bienen da auf einmal wissen, wo das alte Zuhause war - da riecht es dann nämlich nach Mama...:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Deshalb soll der Ableger auch 3 Tage weg - dann haben die den Geruch der Alten komplett vergessen. ( Das ist übrigens auch der Grund warum der KS in Kellerhaft soll ). Mag sein das du deine Ableger bei Regen mit möglichst vielen Flugbienen bildest, hast ja sonst auch extravagante Betriebsweise. Dann musst du allerdings den "Ableger" 4 Wochen wegkarren.mfg

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  • Hallo Condor


    Habe es selbst einige Male wie Du beschrieben hast ausprobiert. Teils sogar mit 6 Brutwaben, plus satt und reichlich Pflegebienen.
    Ja, es funktioniert, aber nach 3 Tagen sind so viele Bienen wieder nach Haus geflogen, das die vorherige Mühe nicht lohnt.
    Das Ergebnis ist recht dürftig.
    Da ich zur Zeit keinen 2. Stand habe: Umsetzen auf kurze Distanz.
    Als ich noch nen 2 Stand hatte, aus dem Flugkreis heraus; min 3 - 4 Wochen.
    Dann sind die Ergebniss passabel.
    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935