USA: CCD im vierten Jahr...

  • Hallo allerseits,
    die Antwort ist ganz einfach: Varroa.
    Ich hatte die Tage ein Gespräch mit einem Bienenzuchtberater. Der war in den USA, sich das CCD anschauen. Der kommt heute noch aus dem Lachen nicht wieder raus. Die Amis haben ihm hoch und heilig versichert, Varroa könne es nicht sein, die hätten sie nämlich gar nicht. Da hat er denen eine Wabe von einem CCD Volk platt auf den Tisch gehauen, da war es schwarz von Varroa.
    Die Waben der leeren CCD Völker saßen voll von Varroa.
    Aber für die Amis durfte das nicht sein.


    Gruß Hubert

  • Zitat

    mit einem Bienenzuchtberater. Der war in den USA, sich das CCD anschauen


    Ich hoffe, er hat seine Reise privat bezahlt und nicht aus dem offiziellen Institutsetat.
    Nicht, daß da jemand denkt, die Deutschen bei den Instituten seien alles Idioten...:cool::roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Der Drohn war in den USA und hat CCD live erlebt!
     
    Und Hubert,
    da waren keine Varroa nach dem CCD in dem Wabengerippe!
    Da war auch kein Futter, kein Pollen, keine Brut,
    da war nix mehr drinne,
    wirklich ganz ehrlich,
    auch keine Varroa!!
     
    Die Königin flog in den Himmel,
    und die Bienen verteilten sich auf der Yard!!
     
    Der
    Drohn

  • Ich hoffe, er hat seine Reise privat bezahlt und nicht aus dem offiziellen Institutsetat.
    Nicht, daß da jemand denkt, die Deutschen bei den Instituten seien alles Idioten...:cool::roll:


    ich hoffe auch mal, dass man hieraus nicht das methodische Verständnis unserer Institute ableiten kann: eine auf den Tisch geknallte Wabe - CCD erklärt. Damit dürfte man dort höchsten Obamas Vorgänger beeindrucken können...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • ...Bienenzuchtberater. Der war in den USA, sich das CCD anschauen. Der kommt heute noch aus dem Lachen nicht wieder raus.


    *die-Tränen-aus-den-Augen-wisch*


    He he he, ich komme auch nicht aus dem Lachen heraus.


    Warum?


    1) Keiner der offiziellen Stellen in den USA behauptet, dass es dort keine Varroa gäbe und diese keine Probleme verursachen würde. Im Gegenteil kann ich Dir gleich dutzende Studien zeigen, die zeigen, dass die US-Amerikaner die Varroa sehr genau beobachten.


    2) Wer sich ein Bild von den Zuständen machen will, der sollte nicht mit seinem Bienenzuchtberater in Verbindung setzen, sondern zum Beispiel mit Dennis van Engelsdorp von der CCD-workgroup. Er antwortet auf jede E-Mail - meist sogar innerhalb weniger Minuten. Der war nicht nur "mal in den USA war", sondern der lebt dort. Und er ist einer der federführenden Personen bei der Untersuchung des CCD, sein Tagesgeschäft.


    3) Die Untersuchungen in den USA finden auf allen Ebenen statt: Parasiten, Viren, Mikroben im Allgemeinen, aber auch Pestizide in unterschiedlichen Kombinationen. Dabei werden nicht wenige hundert, sondern tausende von Bienenvölkern untersucht. Was diese Leute leisten, ist bemerkenswert. Jedenfalls spiegelt oben getroffene Aussage in keiner Weise wieder, wie die Situation dort vorzufinden ist.


    Bei den Untersuchungen wird auch das Vorkommen der Varroa dokumentiert. Nicht nur durch Aufschlagen von Waben bei Gelegenheitsbesuchen, sondern wissenschaftlich dokumentiert. Den Aussagen der Ergebnisse solcher Untersuchungen spreche ich einfach mehr Qualität zu.
     
    Viele Grüße


    Bernhard

  • Klar, es ist gaaanz ausschließlich die Varroa, weil es die billigste Variante für alle Beteiligten außer Bienen und Imker ist. Nur weil Dein Freund bei einem Imker war, hat er gewiß in 10 Minuten nicht mehr rausgefunden als die Wissenschaftler in einigen Jahren. Auch wenn einige Amis schräg sind, es fahren sicher nicht alle Wissenschaftler in den USA ohne Licht.