Brutraum voller Nektar

  • Hallo,
    Ich hoffe ihr seid aller schön im den Mai getanzt...
    Aber zum Thema. Ich habe ein Volk (Herold mit Zander) bei dem der obere Brutraum voller Nektar ist. Teilweise ist dort auch schon verdeckelter Honig. Der Honigraum selbst wird erst seit einer Woche vermehrt angenommen. Momentan befindet sich aber ca 4/5 des vorhandenen Nektars im Brutraum. Das Brutnest ist hauptsächlich im unteren Brutraum, nur die Spitze ragt in den oberen.
    Wie beurteilt ihr das, werden die Bienen kurzfristig den vielenNekrar noch in den Honigraum schaffen um dem Brutnest nach oben Platz zu machen?
    Grüsse , die madm

  • Nö, wenn du nichts machst, werden sie schwärmen, sobald das Wetter paßt und die Weiselzellen verdeckelt werden.
    Brutnest verhonigen ist so ziemlich die letzte Schwarmvorbereitung, danach kommt nur noch Weiselzellen anziehen und abdüsen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Noch nicht eine Weiselzelle zu sehen, was kann ich nach deiner Meinung tun...
    Königinnenableger ist in geplant, aber bevor keine Weiselzelle da ist... Kann ich ansonsten noch etwas sinnvolles tun? Ein älterer Imker hat mir heute was erzählt von wegen Zagen tauschen, allerdings würde ich gerne auf sowas verzichten. Für mich fühlt sich das irgendwie unnatürlich an.

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  • Hallo madM,
    Zargen tauschen ist für mich keine Option. Weniger weil ich das für zu unnatürlich halte, sondern eher weil ich Brut- und Honigräume gerne strikt getrennt halte. Beim Zargentausch läuft man halt auch immer Gefahr, dass Winterfutter (mit)geschleudert wird. Für das Einlagern des Honigs im Brutraum mag es mehrere Gründe geben: manche Völker gehen nicht gerne über Absperrgitter, so dass einige Imker die Absperrgitter ganz weg lassen. Dann muss man sich aber damit rumschlagen, dass auch Brutflächen im HR angelegt werden und solche HR z.B. nicht mehr per Bienenflucht abgeerntet werden können. Als kurzfristige Maßnahme könnte man (falls man im BR und HR das gleiche Wabenmaß hat) auch die verhonigten Waben in den HR umhängen und ausgebaute Waben an deren Stelle zu hängen. Damit würde man zumindest nicht das Brutnest auseinander reißen.


    Ich habe auch ein Volk, das (schon wieder) den Honig nicht in den HR trägt.
    Da das aber auch eine genetische Veranlagung zum brutnahen Lagern des Honigs sein kann, würde ich vom Königinnenableger absehen (sonst hast du nächstes Jahr vll. zwei Völker die keine Lust haben den Honig nach oben zu schaffen ;-) )... oder wenigstens dafür sorgen, dass das verbleibende Restvolk sich seine Königin von einer zugehängten Wabe eines anderen Volkes (welches keine Probleme mit dem brutfernen Lagern des Honigs hat) nachschafft.


    Dolle Grüße,
    Zedi

  • Guten Morgen,


    es ist immer wieder interessant, pro Imker eine Meinung. as macht es als Anfänger oft nicht einfqacher. Doch mit allen Infos, die ich von euch zusammen habe, werde ich es jetzt so machen:
    Genaue SK und den Nektar im Auge behalten. Sobald Weselzelle bestiftet ist Köableger.
    Das mit dem verhonigten Brutraum im Hinterkopf behalten, wenn beide Völker nähstes Jahr so handeln, mal über anderes Erbgut nachdenken (die aktuelle Kö ist rein carnica)


    Danke an alle die mir geantwortet haben....die madm...


    P.S. Ich schreib dann mal wie es ausgegangen ist

  • Hallo madM,


    in deinem Fall sehe ich als günstigste Möglichkeit den Honig aus den 2.Brutraum zu bekommen, das Absperrgitter für eine Woche weg. Es wird wohl doch noch erstaunlich kalt werden. Es kommt doch immer wieder auf die nötige Volksstärke an, kann ein Volk nicht den zur Verfügung stehenden Raum erwärmen, wirkt das Absperrgitter wie eine Kältebrücke.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo madM,
     
    Es kommt doch immer wieder auf die nötige Volksstärke an, kann ein Volk nicht den zur Verfügung stehenden Raum erwärmen, wirkt das Absperrgitter wie eine Kältebrücke.


     
    auch ein kunststoff- absperrgitter?

  • Aaaalso,
     
    Für die, die es interessiert, dürften eher die Neulinge unter uns sein ( so wie ich)
     
    Kö Ableger hab ich am 4.5. gemacht. 1:1 Zuckerwarsser und Futterteig über Raum ( durch Zwischenboden) auf die Zarge. Ich wollte mal sehen was die Bienen bevorzugen. Einflogloch eingeengt.
     
    5.5.
    -kurze Sichtkontrolle am " alten " Volk : starker Flugverkehr. Ich hab drauf verzichtet in die Zargen zu sehen
    - Der Ableger hat keinen sichtbaren Flugverkehr, die Flugbienen sind ggf. schon wieder im alten Volk ( zur Kompensation hab ich mehr Bienen in Kö Ableger eingeschlagen. Da mir kein 2. Stellplatz zur Verfügung steht musste ich das so machen. Kontrolle im Futterraum, das Zuckerwasser ist am ersten Tag noch unangetastet, aber am Teig sind sehr viele Bienen. Allerdings erreichen die Bienen durch die gegebene Lücke in der Folie den Teig zuerst.

  • Dein Problem war für die Volksstärke ein zu großer Brutraum. Man muss alllerdings mit Ferndiagnosen vorsichtig sein. Königinnenableger ist auch nicht der letzte Schrei. Es gibt Völker, die tragen dir den Brutraum voll, da kannst du machen was du willst. Es hilft nur eine bessere Genetik.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: