Depression der Expansion in der Obstbestäubung

  • oder auch: Mittelprächtige Annahme der HR im Beerenobst


    Ich steh', wie der eine oder andere weiß, mitten drin im Obst. Die Völker tun dort ihren Dienst umgeben von Beerensträuchern, Süßkirschen und Pflaumen. Draußen vor der Obstanlage ist eigentlich kein Draußen, denn dort schließt sich Sauerkirsche, Äbbel un Birn an. Massenweise und bis an den Horizont. Viel - noch nicht alles natürlich - blüht, aber die HR sind noch deutlich leichter als die BR. Ich kriege so langsam das Gefühl, die Bienenzunahme wäre schwächer als bei den Daheimgebliebenen oder der Abgang stärker. Brutflächen sind identisch, aber zu Hause sind die HR dicht besiedelt.


    Ich beobachte keinen Totenfall und auch sonst keine typischen Vergiftungsschäden. Ich hätte den Völkern nur mehr zugetraut. Flug ist ja gigantisch und die ganze Anlage summt, nur quellen die Kisten noch nicht über ...


    Na wenn das mal keine Ursache im Chemiebaukasten hat. :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Henry,
    kann natürlich sein.
    Frag doch mal deinen Freund "Zauberlehrling", sprich Obstbauer, was er so alles in der Bütte hatte.
    Mein Bienenstand mit 12 Völkern in einem Obstgarten machen da jedoch einen anderen Eindruck. Die platzen fast aus den Nähten.
    Das ist allerdings auch ein Bio-Obstgarten und mein Gastgeber verzichtet auf jede Spritzung.
    Dafür rattert er tagaus, tagein mit dem Sauzahn durch die Gegend und fährt Kompost, Kali und was weiß ich nicht noch alles in den Boden ein.


    PS: Danke für die PM
    Werde dich unterrichten, wenn ich was weiß.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi, könnte es nicht sein, dass es einfach zu trocken für ausreichende Nektarproduktion der Bäume ist? Bei uns hat es jedenfalls seit Wochen nicht mehr nennenswert
    geregnet

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

  • Hi, könnte es nicht sein, dass es einfach zu trocken für ausreichende Nektarproduktion der Bäume ist? Bei uns hat es jedenfalls seit Wochen nicht mehr nennenswert
    geregnet


     
    Da gehe ich auch von aus. Bei mir kommt im Honigraum auch nur zögerlich was an. Der Regen heut tat gut und ich hoffe, dass jetzt mehr rein kommt.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Ich war auch enttäuscht von meinem ersten Blick in die Honigräume. Das mag am fehlenden Wasser liegen oder an der zu großen Erwartungshaltung nach den hier doch durchweg noch zu kalten Tage. Oder es ist eine Kombination aus beiden, gepaart mit dem Raps, der mir im Nacken sitzt. Aber auch ich hoffe auf den gestrigen Regen, und dass die Honigräume jetzt explosionsartig gefüllt werden mir Schlehe und Kirsche, noch bevor der Raps richtig gelb ist.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Leute,
    wenn die Obstbäume "richtige" Bäume sind und kein Buschobst, sollten sie eigentlich tief genug wurzeln, um an Wasser zu gelangen.
    Außerdem stehen Henry seine Vergleichsvölker ja in der gleichen Klimaregion und gedeihen besser.
    Wer jetzt aktuell auf Honig aus dem Raps hofft, muss an geeigneter Stelle um Regen bitten.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    also ich bin der Meinung zum honigen ist es Nachts einfach zu kalt. Wenn es gut honigen soll, dann sollte es auch schwül-warm sein und um die 20 °C. Voriges Jahr hatte ich die erste Schleuderung schon hinter mir(25.4.09).

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich habe noch nie so viel Obstblüte in den Kisten wie dieses Jahr. Seit letztem WE habe ich die 2. HR´s drauf. Hoffentlich habe ich den Zeitpunkt schwarmtechnisch nicht verpasst.
    Was das Wetter angeht, so haben bisher alle jetztigen Blühpflanzen genügend Bodenfeuchte in meiner Gegend, auch wenn es auf der Oberfläche die letzten Tage nicht so ausgesehen hat.
    Henry, wie sieht es denn bei Steffen aus und hast du Info´s ob oder welche Spritzungen dieses Jahr durchgeführt wurden?
    Gruß Peter

  • Tja Henry, wer von euch ohne Schuld, der werfe den ersten Stein. Du Perizinliebhaber

    Das hab' ich echt mal gebraucht, mein persönlicher Erleuchter voll des Schwarzlichts. Endlich erkenne ich den Zusammenhang. Denn nähme ich unchemische Oxalsäure im Winter oder unchemisches Thymol im Herbst oder nur unchemische Ameisensäure, dann wäre die Entwicklung meiner dann vermutlich nicht mehr vorhandenen Bienen jetzt deutlich expansiver und ein Einfluß, dessen Ursache noch nicht klar und dessen Wirkung lediglich sichtbar ist, aus dem Obst könnte dennen nichts mehr anhaben.


    Danke für die wertvolle Information.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallole,
    ich verstehe nicht warum mein Beitrag gelöscht wurde.
    Ich habe lediglich mitgeteilt, dass bei uns gegen Freuerbrand behandelt wird.
    Das ist bestimt nicht Bienenfreundlich.
    Spricht somit bei uns auch gegen die Bestäubungsimkerei.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )