beginn mit warre beute ?!

  • Hallo!


    Ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen!
    Habe mir eine Warre-Beute gebaut und möchte gerne aus Freude an der Natur einen Schwarm einziehen lassen. (auf zwei Zargen!?)
    Wie ist das mit der Varroa? Welche alternativen Möglichkeiten gibt es ? Was ist wenn ich gar nichts gegen sie unternehme? Habe von Bernhard Heuvel das pdf-Buch gelesen und war sehr begeistert. Ist es wirklich möglich der Natur freien Lauf zu lassen?


    schönen gruß
    gambrinus

  • Ein Tipp - schlag es dir für die ersten 10 Jahre aus dem Kopf und behandle normal den wäre es wirklich ohne weiteres möglich würden wir alle hier im Forum das machen.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich habe letztes Jahr 4 Schwärme in Warrebeuten eingeschlagen und nicht behandelt. Die zwei stärkeren Völker sind über den Winter eingegangen. Die zwei Einzarger haben überlebt. Ich schau mir die Sache noch dieses Jahr an; wenn die beiden Völker, wie von den lokalen Imkerkollegen prophezeit, im Herbst ebenfalls eingehen, dann ist für mich die "Nichtbehandlung" fürs erste abgeschlossen. Ansonsten werde ich es weiter probieren.
    lg
    bernhart

  • bernhart ,
    honig ,


    Man kann Völker verlieren durch Behandeln und durch Nicht-Behandeln. Der Beweis, dass Nichtbehandeln auf Dauer nicht der bessere Weg ist muss erst noch erbracht werden. Nur da scheiden sich die geistigen Geister denke ich, denn dann müsste man durchs Tal der Tränen.


    bernhart
    ich habe 3 Völker in Warré seit letztes Jahr. Es ist ein ganz anderes Imkern wie mit Rämchen-Magazinen und auch das mit der Varroabehandlung ist meiner Meinung nach sehr differenziert zu betrachten. Hier ist in den letzten 20-25 Jahren eben gut Geld mit verdient worden...nur verbessert hat sich nichts, steigende Anzahl Ausfälle und steigende Anzahl Bahndlungen...:roll:
    Es gibt viele Imker in allen möglichen Ländern dieser Erde, die keine chemische Varroa-Behandlung machen oder sogar gar nicht Behandeln. Wenn die alle hohe Verluste hätten, dann hätten Sie sicher schon was geändert.
    Für mich ist das ein Politikum, eine Gelddruckmaschine und sonst nichts, denn die wahren Ursachen für massive Völkerverluste liegen viel tiefer...


    Mach weiter und lass Dich nicht beirren. Allerdings darf man die Problematik der Tracht nicht unterschätzen. Ich habe hier glücklicherweise durchgängig Tracht und erst in 3,5 km Entfernung den nächsten Imker. Trachtlücken, Brutlücken, schwache Völker, schwaches Immunsystem... den Rest kann man sich denken.
    Viele andere Faktoren kommen sicher noch dazu.


    Viel Erfolg und sonnige Grüsse, Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Servus Markus,
    danke für Dein post. Wenn es andere Methoden gibt, wie ich die Haltungsbedingungen nachjustieren kann, ohne gleich mit Chemie anfangen zu müssen; dann nur her damit. ;-)
    Ich sehe die Problematik grundsätzlich ähnlich wie Du; bin allerdings bis zuletzt kein Praktiker, sondern Theoretiker (Ökologe) gewesen. Ich habe aber auch eine Verantwortung gegenüber den mir anvertrauten Tieren und ich möchte nicht nur aus Theorie-Starrsinn heraus ein Volk nach dem anderen gegen die Wand fahren.
    Wie gesagt; ich seh mir mal die Schwarmzweit und den Sommer/Herbstverlauf an; wenn die Völker jetzt im Mai vital genug sind um starke Schwärme abzugeben; dann sieht die Sache ja auch schon wieder besser aus.
    mal sehen ...

  • Hallo Bernhart,
    Für mich ist die derzeitige Art der Varroa-Behandlung wie Sie auch überwiegend hier im Forum propagiert wird sehr fragwürdig. Wenn selbst in den Instituten auf den Bienenstanden die Völker eingehen. Die müssten es ja eigentlich besser wissen und können sollte man meinen. Aber wenn man da mal genau hinsieht, sind Sie genauso verzweifelt wie alle anderen auch. 20-30 Jahre Varroa und kein Fortschritt im Sinne der Biene, ganz im Gegenteil.
    Das Du Deine Völker nicht aus Theorie-Starrsinn an die Wand fahren willst ist klar, wer möchte schon seine Bienen verlieren, vom Pflege-Aufwand und den Kosten mal ganz abgesehen.
    Bin sehr gespannt wie es Dir ergeht.
    Kannst mich ja auf dem Laufenden halten und Dir nebenbei mal meine Webseite ansehen, da gibts auch bischen was über die Bienen in Warré...


    Sonnige Grüsse und schönen Abend,
    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)