Heidelbeeren oder Raps

  • Hallo liebe Imkergemeinde,
    bin neu im Forum und bin seit 01.04.2010 stolzer Besitzer von zwei zweizargigen Bienenvölkern in DN.:p
    Derzeit belege ich einen Grundkurs für Imker.
    Ich wohne in einer kleinen Siedlung ( ca.4-5 Hektar Grunstücksfläche mit etwa 35 Häusern )
    Ringsum wird intensive Landwirtschaft betrieben.:evil:
    Jedoch sind im Osten und im Westen in ca. 1km entfernung große Wälder.
    Hat jemand einen Vorschlag, wo ich meine Bienen lassen soll?:confused:
    In ca. 3km Luftlinie gibt es eine Plantage mit Heidelbeeren und das nächste Rapsfeld ist ca. 7 km entfernt.


    Liebe Grüße und vielen Dank wünscht Mr.BeanE:p_flower01:

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)


  • Hat jemand einen Vorschlag, wo ich meine Bienen lassen soll?:confused:


     
    Willkommen Mr. BeanE,


    mein Vorschlag: Du bist Neuimker, laß die Bienen in Deiner Nähe.
    Mach Ableger - und nächstes Jahr teilst Du auf 2 Stände auf.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • mein Vorschlag: Du bist Neuimker, laß die Bienen in Deiner Nähe.
    Mach Ableger - und nächstes Jahr teilst Du auf 2 Stände auf.


    Hallo und danke für deine Antwort.
    Ein Volk bleibt zum gucken eh Daheim.
    Können denn keine Ableger nach dem Raps gemacht werden?:oops:
    Oder sind der Raps/Heidelbeeren wegen der PSM ein nicht so guter Standort?
    3-7 km sind ja nicht das Entfernungsproblem.


    -Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Hi, sicher geht Ableger auch nach Raps.
    Grundsätzlich: Je später im Jahr, desto größer die Ableger erstellen.
    PSM > Das weiß niemand, oft nichtmal der Landwirt.
    Spreche ihn einfach mal an.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ein Volk bleibt zum gucken eh Daheim. -Mr.BeanE


     
    Moin, Moin aus Hamburg,
    ich würde dem Rat von Hardy folgen. Mit einem Volk wandern ist nicht gerade das "gelbe vom Ei".
    Standimkerei hat einige Vorteile. Gerade als Anfänger. Schau doch erst mal wie es läuft. Im Garten sind die Schwärme auch nicht so schnell weg und du kannst mehr von den Bienen lernen, weil Du sie täglich sehen kannst. Beobachte die anderen Imker an den Standorten, wo Du Dein Volk hinstellen wolltest. Sprich mit den Landwirten und halte die Augen offen.
    Ein guter Standort im eigenen Garten kann mehr Tracht bringen und oftmals einen feineren Honig als irgendeine Sortentracht. Diese ist auch immer von Wasser,Wind und Temperatur abhängig.
    Wenn das nicht stimmt, kannst du bei einer Monokultur ziemlich leer ausgehen.Bei der "bunten Mischung" geht immer etwas und die Nachbarn mit ihren Obstbäumen etc. werden es Dir danken. Manch ein Nachbar, der mit einem mal viel Obst hat , wird gerne auch Dein Honigkunde.


    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin,
    ich stand mal (mit 3 anderen Kollegen) mitten in 27ha Heidelbeeren - und was brachten die Bienen heim?
    Rapshonig - aus einem 2,5km entfernten Feld.
    Heidelbeeren sind für Bienis schwer, die Hummeln beißen meist seitlich Löcher rein, und die Bienen bedienen sich dann auch da (Stichwort "sideworker"), als Bestäuber bringt das eher wenig, wenn irgendwo noch was besseres wie Raps blüht.
    (was aber keinen abgehalten hat, den Honig von der Plantage als "Blaubeerhonig" zu vermarkten - immerhin standen die Mädels mitten in den Blaubeeren...:cool::lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    das scheint aber nur für Kulturheidelbeeren zuzutreffen.
    Immerhin kannten diese amerikanischen Heidelbeeren keine Honigbienen als Bestäuber.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo nochmal und vielen Dank für die schnellen Antworten.


    Ich nehme Eure Ratschläge an und lasse meine "Luftwaffe" auf meinem Grunstück.:daumen:
    Habe aber noch eine Frage zum Ableger. Soll ich die besser im Mai oder nach der Rapsblüte erstellen?
    Mir geht es in erster Linie nicht um Honig, ein kleines Erfolgserlebnis zum Naschen wäre aber nicht schlecht.


    Oh, passt nich ganz zum Thema, sorry.:oops:


    Mr.BeanE
    Oh, passt

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Lothar : guck dir die einheimischen Heidelbeerblüten an und die der Kultursorten - dann ist die Frage beantwortet. Die sind nix für Honigbienis, sondern für ganz andere Insekten konstruiert.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo,


    aber noch nicht im südlichen S-H. Das dauert noch gut anderhalb bis zwei Wochen. Zum Glück, denn den Bienen fehlt es noch an Masse.


    Grüße von Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.