Untescheidung Futterwaben / Honigwaben

  • Halo zusammen,


    ich habe gerade in die Kästen geschaut. Alles bestens! Ich wollte dann wie jedes Jahr, die überschüssigen Futterwaben rausnehmen und für die Ableger wegstellen. Hierbei habe ich Waben gefunden, die hell verdeckelt waren und wo der Inhalt ziemlich flüssig war. Kann das schon Honig von diesem Jahr (Weide, Ahorn) sein?! Es gab auch schon flüsigen "Honig" im Anbau unter dem Deckel. Hatte ich sonst um diese Zeit noch nie.


    Wie kann ich eindeutig unterscheiden, was noch Futter und was schon Honig ist? Was es dieses Jahr auch so "schwer" macht ist, dass ich keine alten Waben zur Überwinterung mehr brauchte und alles in schönen hellen neuen Waben ist.


    Gruß


    Thorsten

  • Also das würde mich auch mal brennend interessieren - letztlich würde ich sagen, daß es noch keinen verdeckelten Honig in diesem Jahr gibt - ergo sind offene Waben; gerade welche die noch teilweise verdeckelt sind, eher als Futterwaben einzustufen. Interessant fände ich auch die Frage, in wie fern Futterwaben im Laufe des Jahres geleert und neu mit Honig bestückt werden. Also mal angenommen, es gibt Tracht - verzehren sie dennoch zunächst die alten Vorräte des Winterfutters und machen aus dem Nektar neue Vorräte oder kann es sein, daß eine Wabe voller Winterfutter auch noch in einen weiteren Winter mitgenommen wird? Gefühlsmäßig würde ich das ja verneinen aber wissen tue ich das letztlich nicht. Eigentlich wäre das einfach nachprüfbar (eben durch regelmäßige Probennahme über das Jahr und Analyse)- weiß jemand ob das schon mal gemacht wurde?


    Melanie

  • Also rein optisch würde ich mir keine Entscheidung über Honig-oder Futterwabe zutrauen. Ich weis, das die Waben, die leer in den Honigraum, über das Absperrgitter gesetzt sind, gefüllt Honigwaben sind. Die Möglichkeit, das Bienen, bei zuviel Winterfutter im Brutraum, auch etwas Winterfutter in den Honigraum umlagern, besteht immer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hi,


    die Futterwaben von der letzten Herbstauffütterung erkennt man eigentlich ganz gut. Es fehlt im allgemeinen das Luftpolster unter dem Deckel. Die Verdeckelung ist tiefer und flacher und die Wabe oder auch der Wabenteil erscheint glasiger und dunkler. Es kommt vor das altes Futter und neuer Honig auf einer Wabe nebeneinander verdeckelt sind. Dann sieht man das besonders deutlich.

  • Hallo Uwe,


    das mit dem Fön probiere ich mal aus. Hört sich gut an und wäre auch ein echt einfaches Unterscheidungsmerkmal. Hat denn sonst überhaupt schon jemand aus meiner Gegend (siehe Profil) richtigen Honig im Kasten?! Würde mich mal interessieren und wäre ein weiterer Anhaltspunkt für mich zur Klärung meiner Frage.



    Gruß


    Thorsten

  • Moin,


    ich habe verdeckelten neuen Honig in den Kisten, besonders in den Mini-Plusen. Es gibt verdeckelten Honig schon in der Weide. Es kommt aber auch zu direkter Vermischung beim Umlagern. Das Brutnest wächst schneller als in der Kirschblüte Futter verbraucht wird. Nachts ist es noch so kalt, daß der Weg nach unten noch versperrt ist. Also wird Futter - wenn auch mühsam - aufgelößt und umgetragen. Man kann das sehr schön beobachten, wen kandierte Krümel im Wintervorrat waren. Obwohl alle Waben außerhalb des Brutnestes klatschnaß vom Nektar spritzen werden Krümel und Körnchen ausgeflogen und abgeworfen. Die machen einfach Brut-Platz.


    Nach einigen Nichtflugtagen mit neuen Leerwaben-HR wird man darin auch "Eintrag" finden. Trotzdem setze ich gern LW-HR auf ehe die MW-Zargen zwischengesetzt werden. (Doch das ist ein anderes Thema)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder