US-amerikanische Wissenschaftler weisen PSM in Proben nach.

  • http://www.bienenjournal.de/?redid=336096 
    Warum macht eigentlich in Deutschland nicht jemand mal solche Untersuchungen?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ja Drohn nach deinem Video gestern ist es überdenkenswert die eigene Sicht der Dinge zu justieren.

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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Danke für die Links

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • Als Verständnishilfe zitiere ich hier mal aus dem Monitoring-Projekt „Völkerverluste“ die Zusammenfassung und die vorläufige Beurteilung der Untersuchungsjahre 2004 - 2008:

    " Aufgrund der bisherigen Auswertungen lässt sich aber bereits Folgendes festhalten:


    1. Zwischen Standorten mit und ohne Raps konnten keine Unterschiede festgestellt
    werden, weder bei den Überwinterungsverlusten noch beim Überwinterungsquotient (=
    Volksstärke im Herbst im Verhältnis zur Volksstärke im Frühjahr). Hierfür wurden 2.325
    Datensätze aus den Untersuchungsjahren 2005/ 06 und 2006/ 07 ausgewertet. An
    Rapsstandorten überwinterten die Völker sogar tendenziell besser als an Standorten
    ohne Raps.


    2. Hochsignifikante Korrelationen wurden zwischen Winterverlusten und der Höhe des
    Varroabefalls im Herbst festgestellt. Dies bedeutet, je mehr Varroamilben im Herbst in
    den Völkern sind, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Volk eingeht.


    3. Ebenfalls signifikante Korrelationen wurden zwischen dem Befall mit bestimmten
    Bienenviren (ABPV, DWV) im Herbst und den Winterverlusten festgestellt.


    4. Keine signifikanten Korrelationen wurden bzgl. des Nosemabefalls festgestellt.
    Allerdings müssen hier nochmals Daten von Herbst und Frühjahr kombiniert berechnet
    werden.


    5. Erstaunlicherweise war auch das Alter der Königin signifikant mit den Winterverlusten
    korreliert (bei Jungköniginnen ist die Wahrscheinlichkeit von Winterverlusten geringer!)
    und (weniger erstaunlich) die Volksstärke im Oktober (je stärker umso geringer die
    Gefahr von Winterverlusten).


    6. Keinen signifikanten Effekt hatten unterschiedliche Fütterungen, Beutenmaterialien
    (Holz, Styropor), Rähmchenmaße (Zander, DN) bzw. Altvolk/ Jungvolk."


    http://www.staff.uni-marburg.d…EBIMO_2004_2008_Dez08.pdf
    Seite 15 f.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • Als Verständnishilfe zitiere ich hier mal aus dem Monitoring-Projekt „Völkerverluste“ die Zusammenfassung und die vorläufige Beurteilung der Untersuchungsjahre 2004 - 2008:
    " Aufgrund der bisherigen Auswertungen lässt sich aber bereits Folgendes festhalten:
    1. ...
    .
    6. ....


    Das ist ja alles richtig. Aber so richtig überzeugt haben mich die Leute noch nocht..... Habe heute Waben aus toten Völkern eingeschmolzen: Schwärme vom letzten Jahr, bereits im Dezember waren alle Bienen tot. Die Bienen sitzen in einer Wintertraube auf den Waben, Futter überall, keine Kotspuren. Und während ich diese ungeliebte Arbeit erledigen muß (ich werde noch viele Tage damit beschäftigt sein :-( ...da fährt am Acker, der ca. 50 m vom Bienenstand entfernt ist, der Bauer über's Getreidefeld und spritzt. Hab mir mal angeschaut, wie das Feld aussieht: Es blühen im Getreide Blümelein. Blos gut, dass es hier so kalt ist, dass kaum Bienen fliegen.
    Nö Leute, dass die Bienen ur- und hauptsächlich an der Milbe sterben, hat ungefähr den Wahrheitsgehalt wie die Vererbung erworbener Eigenschaften nach Lyssenko..... :evil:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ...weil nicht sein kann was nicht sein darf!

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Das ist ja alles richtig. Aber so richtig überzeugt haben mich die Leute noch nocht..... Habe heute Waben aus toten Völkern eingeschmolzen: Schwärme vom letzten Jahr, bereits im Dezember waren alle Bienen tot. Die Bienen sitzen in einer Wintertraube auf den Waben, Futter überall, keine Kotspuren. Und während ich diese ungeliebte Arbeit erledigen muß (ich werde noch viele Tage damit beschäftigt sein :-( ...da fährt am Acker, der ca. 50 m vom Bienenstand entfernt ist, der Bauer über's Getreidefeld und spritzt. Hab mir mal angeschaut, wie das Feld aussieht: Es blühen im Getreide Blümelein. Blos gut, dass es hier so kalt ist, dass kaum Bienen fliegen.
    Nö Leute, dass die Bienen ur- und hauptsächlich an der Milbe sterben, hat ungefähr den Wahrheitsgehalt wie die Vererbung erworbener Eigenschaften nach Lyssenko..... :evil:


    Hallo Gerold,


    ich kann der Zusammenfassung und vorläufigen Beurteilung des Monitoring-Projektes „Völkerverluste“ der Untersuchungsjahre 2004 - 2008 nicht die Behauptung entnehmen, der Verlust von Völkern beruhe immer oder vorwiegend auf einer Varrose.


    In Ziffer 2) heißt es:


    "Hochsignifikante Korrelationen wurden zwischen Winterverlusten und der Höhe des
    Varroabefalls im Herbst festgestellt. Dies bedeutet, je mehr Varroamilben im Herbst in
    den Völkern sind, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Volk eingeht."


    Daraus folgt im Umkehrschluss:


    Je weniger Varroamilben im Herbst in den Völkern sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Volk eingeht.


    Hatten Deine Völker also einen geringen Milbenbefall im Herbst, wovon ich ausgehe, so spricht die Untersuchung nach meiner Ansicht dafür, dass die Völker gerade nicht wegen des Milbenbefalls, sondern aus anderen Gründen (z.B. Pestizide!) eingegangen sind.


    Gerade in einem solchen Fall zeigt sich der Vorteil der Varroakontrolle.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser


  • Je weniger Varroamilben im Herbst in den Völkern sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Volk eingeht.
    ...
    Gerade in einem solchen Fall zeigt sich der Vorteil der Varroakontrolle.


    Da bin ich mit dir einer Meinung.
    Und da ich die Varroen doch mehr oder weniger "flächendeckend" kontrolliere (außer von Januar bis Juni, da schaue ich nicht auf die Böden bzw. habe sie nicht in den Beuten), habe ich letzes Jahr folgendes Schadbild gesehen:
    Bienenhaus, Wirtschaftsvölker: Ende Juli schlüpfen vor allem Bienen mit verkrüppelten Flügeln: Abfall nach Ameisensäurebehandlung: ca. 800 - 4000 Milben pro Volk. Ende August lebte nur noch ein Volk. Und das lebt heute noch, sitzt inzwischen auf 2 Räumen.


    Ablegerstand: Schwärme, Kunstschwärme, Brutableger: Ameisensäurebehandlung Mitte Juli: Von 20 Milben bis 200 Milben. Bienen mit verkrüppelten Flügeln wurden nicht gesichtet. Auswinterung: weniger als 10% der Völker. Alle Schwärme tot, die Bienen liegen in den Kisten, keines der Völker ist bienenleer.


    Von meinen Wandervölkern leben auch nur noch weniger als 20% der Völker. Milbenfall nach Behandlung Anfang August: Weniger als 300 Milben. Bienen mit verkrüppelten Flügeln wurden nicht beobachtet. Die toten Bienen lagen in den Beuten, als keine bienenleeren Kisten.....

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