Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Bienen?????

  • Moin, lese soeben in der Zeitung "Mein schöner Garten" dass der Imker für (Zitat)... "Schäden, die seine Bienen anrichten in der Regel auch ohne eigenes Verschulden im Rahmen der sog. Tierhalterhaftung
    aufkommen muss" ( Zitat Ende).


    Habt Ihr eigentlich `ne Haftpflichtversicherung für "Schäden", die Eure Bienen anrichten??
    Wahrscheinlich ein typisch deutsches Problem, schätze ich.
    Auf Antworten dazu bin ich gespannt.
    Grüße
    Roland

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

  • Na klar, über den Verein.
    Darüber hinaus sollte wirklich jeder eine private Haftpflichtversicherung haben.
    Das ist eine der wichtigsten Versicherungen, weil ohne > Existenzbedrohung!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Bienen sind in der Haftpflichtversicherung mit drinne bei mir. Allerdings möchte ich sehen wie der Nachweis geführt wird dass genau die Biene welche aus meinem Stock stammt den Schaden an gerichtet hat. Das dürfte ohne DNA Analyse nicht möglich sein.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • ... Allerdings möchte ich sehen wie der Nachweis geführt wird dass genau die Biene welche aus meinem Stock stammt den Schaden an gerichtet hat. ...


    nö, wir leben in Deutschland. Hier herrscht Recht & Gesetz & vor allem Ordnung. :wink: Und laut Gesetz bist du als Tierhalter verpflichtet, zu beweisen, dass es deine Biene nicht war, die den Nachbarn gestochen hat.


    Egal: Weil bei einem Insektenstich der Beweis i.d.R. von niemanden zu führen ist, ist lt. Gesetz der Bienenhalter immer der "Dumme"..... darum ist so eine Imkerhaftpflicht in der heutigen Zeit leider essentiell.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Na das begeistert ja. Hat eigentlich schon mal jemand von seiner Haftpflicht Gebrauch gemacht weil seine Bienen eine Schaden an gerichtet haben?
    Kopfschüttelnd Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Na das begeistert ja. Hat eigentlich schon mal jemand von seiner Haftpflicht Gebrauch gemacht weil seine Bienen eine Schaden an gerichtet haben?
    Kopfschüttelnd Olli


    Moin , Moin aus Hamburg ,
    ich ! Mein Nachbar hat mich verklagt weil meine Bienen den Nektar von seinem Grundstück aus seinen Obstblüten holen. Er möchte das nicht und ich soll das abstellen oder Schadensersatz zahlen. Außerdem hat er dadurch so viel Obst, was nur Arbeit macht, weil es keiner pflücken will. Ich soll die Kosten für die Entsorgung übernehmen:wink: :cool:
    Gott sei dank ist das kein Landwirt mit richtig Fläche.
    Weiß jemand , wie da die Rechtslage ist ?


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Daniel das ist nicht dein Ernst oder?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • ......mal angenommen doch ?:wink:
    Wie ist die Rechtslage ?

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • ....
    Weiß jemand , wie da die Rechtslage ist ?


    Grüße aus dem Norden
    Daniel


     
    ... sicher,
    ... empfehle ihm einen guten Arzt.
    ... lehn dich zurück und trinke deinen Tee, ( mit seinem Nektar:lol:), schau deinen Bienen zu und mach dir einen schönen Tag.


    gruß Finvara


    ansonsten : ...klagen lassen, Kosten hochtreiben und wenn Klage vom Gericht kommt einfach formlos Wiederspruch einlegen.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    und das würde auch bei großen Flächen (Landwirtschaft) funktionieren ? Gibt es da schon Fälle / Urteile ? Ich denke da vor allem an "Bestäubungsverbote" von "betreuten Fremdbestäubern".Da es ja keinen "wilden Bienenvölker " gibt, wäre man als Eigentümer ja theoretisch haftbar (wenn es einer darauf anlegt). Bei großen Flächen wären ganze Landstriche dann praktisch bienenfrei, da eine Kontrolle nur durch abwandern einzuhalten wäre. Dann wäre eine Bienenhaltung nicht mehr ortsüblich, meines Wissens der einzige Grund, Bienenhaltung zu untersagen.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,
    aus diesem Grund ist man auch in Deutschland im Inkerverein oder Berufsimkerverband und hat dort Rechtsschutz. Ich verstehe deshalb die hier "freien" Imker nicht.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Also meines Erachtens ist der Zustand "bienenfrei" zunächst erstmal anzuzweifeln. Es gibt *immer* ein paar wilde Völker oder "Schwarzimker" in der Gegend. Zum anderen stellt das Bestäuben von Blüten keinen "Schaden" dar. Es ist ein natürlicher Prozeß der sozusagen "systemimmanent" ist - will der Nachbar das nicht, dann muß er den Baum eben fällen. Und zum Thema "gezielte Bestäubung": Man kann eine Gegend noch nicht Bestäuberfrei machen (gibt ja noch Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen usw.) - unter Versuchsbedingungen ist es daher erforderlich z.B. jeden Blütenstand in ein Klarsichttütchen zu packen wenn man Fremd- oder überhaupt Bestäubung verhindern will.
    Fazit: Einer solchen Klage würde ich gelassen entgegen sehen.


    Melanie


    P.S. Als "freier Imker" habe ich mal rasch in meine Privat-Haftpflichtversicherung geschaut:
    "Hierbei ist mitversichert die gesetzliche Haftpflicht als Halter oder Hüter von zahmen Haustieren, gezähmten Kleintieren und Bienen,..."


    Na da muß ich mir wohl keine Sorge machen...also immer noch kein Grund für einen Imkerverband ;-)) Bisher aber noch nie gebraucht; ein Glas Honig an von Bienenschwärmen verschreckte Nachbarn half bisher immer !