Bestäubungsimkerei

  • Tja,

    Zitat

    Zum einen, weil die Insekten an seltsamen Krankheiten zu Grunde gehen (diesen Winter dürften nach ersten Schätzungen wieder um die 30 Prozent der Völker eingegangen sein).


    Da wüßt ich aber schon gern, welche "seltsamen" Krankheiten da in der Schweiz umgehen...:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hab jedoch das gewisse Gefühl, dass die nur Neuimker gewinnen wollen:)


    Eher will der porträtierte Imker etwas verkaufen, günstigere Werbung gibt es nicht als einen Bericht in diesen Gratiszeitungen oder im Staatsfernsehen, wo er auch schon öfter auftrat.


    In der ersten Fassung des Artikels war noch von 450 Franken pro TAG die Rede...wurde inzwischen geändert.

  • Hallole,
    also bei uns sind die Obstbauern gar nicht scharf auf Bienen, weil sie dann nicht so spritzen können wie sie wollen und wann sie wollen.
    25x und mehr. Zum Beispiel auch Säure um die Blütenstempel zu zerstören, damit die Äpfel alle schön gleichzeitig zum Ernten bereitstehen.
    Wir haben Hier am Bodensee recht grosse Plantagen und ich kenne keinen aus meinem Imkerkreis der mit Bestäubung Geld.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Ich hätte die Möglichkeit einen Bestäubungsvertrag abzuschließen. Der Imker der diesen Vertrag bis jetzt erfüllt hört auf.
    Der Vertragspartner zahlt gut.
    Die Sache hat für mich aber einen nicht zu vernachlässigende Haken.
    Die Trachten befinden sich in Gewächshäusern und somit werde ich kein neuer Vertragsparter werden.


    Grüße aus dem Vorharz


    Jörg

  • Moin,


    ich kann nur zur Bestäubungsimkerei raten. Erstens sorgt sie für einen offensiven Kontakt zwischen Spritzer und Imker und zweitens zeigt sie beiden den Bestäubungserfolg, drittens hat der Obstbauer meßbaren Mehrertrag (und Erlöß) und viertens der Imker die Prämie und fünftens vielleicht schon die halbe Wanderstrecke ...


    Wer einmal die Volksentwicklung erlebt hat, in einem ununterbrochenen Trachtband aus Nutzungsbeständen von Stachel- und Johannisbeeren bis zu Pflaumen und Süßkirschen und Äpfel ...


    Ich erntete letztes Jahr meinen Beerenobsthonig. Wer sonst hat einen Sortenhonig vor dem Raps? Und es war viel. Wirklich viel. Ich wanderte auch dieses Jahr praktisch aus der Weidenvolltracht in die Beeren und nehme dort alles mit bis kurz vor den Raps. Wißt Ihr wieviel Brutwaben meine Völker Ende April haben?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • 15. mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Völkerzähletach. :wink:


    Ich habe Anfang der Woche BauR gegeben und HR und da waren bei über 50% der Völker die Waben 2 und 10 oben nicht zu entnehmen, weil bebrütet. Teilweise mußte ich Brut an den Rand rücken, weil einfach keine leeren oder bloß FW zu entnehmen waren. Das verdanke ich der Weidentracht am Winterplatz und dem Nektarstrom der schon jetzt aus der Johannisbeere kommt.


    Ich muß mich zügeln, nicht schon mit der Zucht zu beginnen oder die Reserveköniginnen schon jetzt zu verablegern.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...
    Die Sache hat für mich aber einen nicht zu vernachlässigende Haken.
    Die Trachten befinden sich in Gewächshäusern
    ...


    Jörg -
    Mal als Anfänger ganz naiv gefragt, wo ist das Problem mit den Gewächshäusern?
    Schadet das den Bienen irgendwie?
    Ich würde es -- für eine begrenzte Zeit -- eher positiv sehen, weil kontrollierter.


    Grüße


    Axel

  • Vorsicht!


    Bei Gewächshausbestäubung mußt Du alle für die Bienen wichtigen Parameter als Imker bereitstellen, weil die Bienen keine Möglichkeit haben, sich selbst zu helfen. Wasser, Nektar, manchmal auch Pollen. Dazu mußt Du sicher die Bedürfnisse erkennen. Außerdem muß das Gewächshaus bienendicht sein, weil einmal durch die Lüftung abgeflogene Bienen nie zurückfinden. Gewächshausbestäubung ist kein Experiment, weil der Gärtner ja genau die Bestäubung auf den Punkt braucht und Du als Imker genau deshalb Geld kassierst. Bringst Du dann die Leistung nicht, entstehen Schäden, die in der Saison nicht wieder auszugleichen sind. Dafür wirst Du nicht nur nicht bezahlt - Du wirst ersatzpflichtig.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • 15. mal werden wir noch wach...


    Genau das ist das Problem!
    Keiner weiß wie stark Völker werden können....
    Außer denen die starke Völker haben ;-)
    Was ist eigentlich mit Maske?
    Du hast Ihn doch eingeladen!!! Hier im IF
    okay...der Drohn ist mal wieder out of OT


    ...
    bis dann
    der
    Drohn

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: Wegen Tracht bekam der Make die Macht ;-)...hier vom Drohn..lol lol

  • Mal ne Frage Henry, Die Weide ist geil das weiß ich für Die Bienen. Kannst Du ungefähr sagen wieviel ausgewachsene Bäume man braucht pro Volk. Damit es optimal wird. Geschätzt?


    Ich habe den Platz würde sonst pflanzen


    Danke

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Moin Micha,


    Du kannst zwar Weiden pflanzen, aber Dir wird es nicht gelingen eine Weidentracht zu pflanzen. Dafür braucht es flächige Weidengestrüppe durch den Waldrand unterschiedlich beschattet und mit den Füßen im Wasser. Das was Du heute pflanzt wird vielleicht in 15 Jahren soweit sein. Wir Imker werden es nicht schaffen mit unseren Pflanzmaßnahmen unsere Bienen zu ernähren. Das muß die Natur hinkriegen und dabei können wir ihr helfen und sie verteidigen. Ersetzen können wir sie nicht.


    Ich denke in unmittelbarer Umgebung meines Winterstandplatzes stehen so 1.000 Weiden unterschiedlicher Sorten. Sie bilden teilweise einen breiten sumpfigen Dickicht-Streifen um eine Seenlandschaft. Es gibt aber auch exponierte Einzelbäume und Kleingruppen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder