Futterwaben entnehmen?

  • Ich habe auch schon die Meinung gehört das nur das Winterfutter in der oberen Zarge entfernt wird,die untere Zarge bleibt wie sie ist.Was meint Ihr dazu ? Ich habe in der unteren meist nur geringe Futtermengen gefunden.

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Kann ich dich zu einer Einzargenbetriebsweise überzeugen?
    Dann hast du immer Klarheit und die Bienen auch.


    Grüsse aus dem Nationalpark Eifel

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • @lagerfeuer: die Bienen haben für gewöhnlich immer mindestens 2-3 Futterwaben (in DNM, wie es bei Großwaben ist, weiß ich nicht) als "eiserne Reserve" für das Restvolk als Überlebensversicherung nach dem Vorschwarm drin. Da gehen sie nur unter wirklich lebensbedrohlichen Umständen dran...
    Die rauszunehmen wirft das Volk in eine ernsthafte Krise und echte Depression, weil ihr Grundtrieb, sich zu vermehren, damit abgewürgt wird.
    Die schwärmen zwar auch zu 100% nicht mehr, werden aber auch nicht mehr wirklich fit für Honigernten, sondern mickern nur noch rum - das ist so ziemlich das schlimmste, was ihnen passieren kann (deshalb bin ich ja so sauer, daß bei meinen neuen Völkern keine einzige gedeckelte Futterwabe mehr drin ist - ich hoffe, daß ich sie noch genug päppeln kann...:roll:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • [quote='Hymenoptera','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=229219#post229219']Hallo, Udo,
    Baurahmen sind nicht überholt wenn man erstklassiges, sauberes Naturbauwachs "ernten" möchte...sehr praktisch!


    Melanie


    Liebe Melanie,
    es geht doch eher über den Sinn und Zweck des Baurahmens.
    Dein Anliegen ist eher profitlich. Was ich auch verstehen kann.
    Ich würde hier abwägen, ob ich aufgrund von Wachsanteilen die naturgemäße Bienenhaltung zurückstelle.
    Muß jeder selber wissen.
    Beste Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo, Melanie,
    viel Geduld forderst du von mir.
    Darf ich dir meine Sichtweise auf die Bienen erklären? So wie ich es sehe.
    Ich laß es lieber sein, hat keinen Sinn.
    Nach dem Durchlesen deines Beitrages finde ich mehr Häme und Abneigung.
    Kapier ich nun mal gerade überhaupt nicht....


    Beste grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Zurück zum Thema:


    Ich hab vor 2 Wochen das letzte Mal rein geschaut, da war Futter bis zum abwinken.


    Heute hab ich bei 3 Völkern den HR rauf (wir hinken hier, was die jahreszeitliche Entwicklung betrifft, immer etwas hinterher), da war bei 3 Völkern Feuer am Dach. Die hätten keine 3 Tage mehr überstanden.


    Die Diskussion über Futterwaben entnehmen stellt sich meiner Meinung nach überhaupt nicht vor einsetzen der Kirschblüte, dann kann man ja entscheiden. Zuvor ist das einfach zu riskant.

  • Jau, Bienudo, das lassen wir mal lieber! Mit selbsternannten "Bienenversteher" die mir gleich "profitliche Anliegen" unterstellen, kapiere ich einfach nicht genug...


    @ Markus
    Sicherlich keine schlechte Idee - soll ja wieder frischer werden. Da die Völker jetzt auch alle im Honigraum sind, habe ich auch die Schiede rausgenommen und wieder mit Futterwaben aufgefüllt. Wenn ich Henrys Hinweise so lese komme ich auch zum Schluß, daß ein gewisser Anteil an Winterfutter im Honigraum kaum zu vermeiden ist und daher die Frühtracht wohl immer einen - wenn auch anteilig geringen - Winterfutteranteil enthält. Demnach ist die Einwinterung auf Stärkesirup in ganz neuem Licht zu sehen...


    Melanie

  • Hallo zusammen!


    was mach ich mit dem ganzen Futter?:roll: Ich hab die Völker 2zargig überwintert, selbst ganz wenig gefüttert weil die Bienen Springkraut eingelagert haben wie die wilden.
    Nun wollte ich die untere - vermeindlich leere - Zarge mit den alten Waben entfernen, aber die hocken noch da unten, über sich den Himmel voller Futter. Die Völker sind aber so stark, dass ich ihnen jetzt gern mehr Raum zum Brüten geben würde.


    Bei uns hat die Weide angefangen, so zur Orientierung.


    Kann ich jetzt schon das Futter wegnehmen? Also Futter weg (bis auf ne Reserve) und eine Zarge mit Leerwaben und/oder ggf schon MW aufsetzen? (baulustig sind sie eig noch nicht)


    Und was mach ich dann mit dem zargenweisen Futter? Wie lange kann ich das im kühlen Keller lagern?


    Über Tipps freut sich


    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Guten Morgen, liebste Jule!


    Ich weiss, ich stänkere diesbezüglich derzeit an allen Fronten....aaaber:
    Ich würde daher den Bienen Futter und Zarge lassen und sie sich durch das Futter "durchbrüten" lassen. Umlagern werden sie jetzt schon, wenn nötig. Sie werden das Futter zugunsten von Brut aus dem zentralen Wabenbereich umtragen und es dabei gleich der jungen Brut mit Pollen vermischt verfüttern bzw. es verheizen. Insbesondere die Nächte sind ja noch ziemlich kalt derzeit.
    Falls wirklich ALLE Waben der oberen Zarge KOMPLETT voller Futter sein sollten, nimmste halt wirklich 3-4 raus und hängst ausgebaute Waben rein. Für MW`s ist es m. E. und hier noch zu früh.
    Wenn die Weide begonnen hat und es vom Wetter werden sollte wie vorhergesagt, dann erwacht allerdings in Bälde vermutlich auch der Bautrieb und MW würden werden, und zwar ausgebaut. Aufgrund des zu erwartenden Nektareintrages nämlich.


    Die FW würde ich in den Froster werfen für ca. 1-2 Tage und danach mottendicht und in trockener Luft lagern. Ansonsten fressen die MM (0Mottenmaden) ;) dir nämlich die Waben kaputt und es suppt. Das passiert auch bei zu feuchter Lagerung und offenem Futter, welches fast immer irgendwo auf der Wabe rumlagert.
    Schwefeln und / oder be-essigsäuren würde ich nicht, da ich besorgt wäre, dass das Futter die entsprechenden Substanzen tw. aufnimmt und es versäuert.


    Zur Bauerneuerung:
    Ich würde das betreffende Volk auf die am stärksten bebrütete Zarge stauchen bei absehbar guter Tracht und nur links und rechts je eine FW lassen, den Rest mit den BW der vormals 2 Zargen auffüllen. Dann 2 Zargen mit MW drauf, unter die oberste, wenn gewünscht, ein ASG einlegen. Gut ist. Durch Bienendruck und Bautrieb wird dann schön und schnell ausgebaut, Tracht vorausgesetzt.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • ...Falls wirklich ALLE Waben der oberen Zarge KOMPLETT voller Futter sein sollten. ...


    Das isses ja! Und ist neu für mich: die ganzen Jahre hatte ich im Frühling immer Muffe, ob das Futter reicht.


    Schade, dass noch Zucker dabei ist, sonst könnt ichs ja lassen...


    Da es hauptsächlich Honigwaben vom letzten Jahr sind, ist glaube ich die Gefahr mit Wachsmotten nicht ganz so arg, aber was mache ich mit so viel Futter?


    Hat jemand schon mal ausprobiert, ob man die Waben auf einem Volk parken kann? Die gucken dann, dass nix schlecht wird, den Honigraum müsste ich dann darunter setzen. Also von unten nach oben: erst Brutraum, dann Honigraum, dann geparkte Futterwaben. Da dürfte sich auch nix vermischen. Und dann geb ich sie den Ablegern im Sommer... wie ist die Idee?


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.


  • Hallo Jule , nimm aus der zweiten Zarge alle voll verdeckelten Futterwaben raus . Die verbleibenden Futterwaben je 3 links / 3 rechts verteilen und dann mit ausgebauten Waben auffüllen . Die entnommenen Futterwaben im Keller , besser noch in alte Gefriertruhe lagern und als Futterwaben bei der Ablegerbildung im Frühjahr verwenden .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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