Futterwaben entnehmen?

  • Da ich meine Völker bewußt enger setzen wollte um sie dieses Jahr früher in den Honigraum zu bekommen (den sie letztes Jahr irgendwie erst im Sommer so entdeckten) mußte ich Waben rausnehmen. Aber stimmt schon, man muß ein Auge drauf haben wie sie zehren. Die 500 g pro Tag kann ich bisher nicht bestätigen - aber es war natürlich auch ganz gutes Flugwetter in letzter Zeit. Mal sehen wie es sich weiter entwickelt...versuche immer die Schönwetterphasen zu nutzen um dann so wöchentlich wenigstens von oben reinzuschauen ob da noch bis oben hin volle Futterwaben sind.


    Melanie

  • ich bestätige die 500g sofort. Heute war bei mir kein Flugwetter und die "Bude" voller ungeduldiger Bienen. Da geht schon der eine oder andere Happen weg.:roll::confused: Ich habe gelernt Bienis wollen schwelgen und nicht darben. Rutz futz stört das den ganzen Betrieb und die Mädels stellen sich bockig an. Das will doch keiner oder...?

  • Hallo Melanie,
    da hilft kein Einengen, sondern eher Aufsetzen!
    Hallo Miteinander,
    richtig, im Futter schwelgen sollen sie im April.
    Brüten sollen sie noch und nöcher, aber nichts futtern?
    Nee, gerade jetzt brauchen sie Futter.
    Wohl dem, der noch Honigwaben zuhängen kann.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo miteinander,


    bei meinen Dadantwaben ( BR ) kann ich ruhig die Futterwaben rausnehmen, wie jedes Jahr. Die haben noch genug auf den einzelnen Brutwaben. Damit hatte ich noch nie Probleme.


    Grüße


    Dr. Harper

    Bioland Imkerei, Horst in Westfalen

  • Hallo alle,


    ich lasse meine Futterwaben alle im Volk bis es eine gute Tracht gibt ohne großes Risiko auf einbruch des Trachtangebotes. Anschließend wenn die Tracht gut ist und schon etwas Honig eingelagert wird kommen alle Futterwaben und die 1/4 -1/2 Honigwaben komplett raus, diese werden in übrigen Zargen gelagert und evtl. sofort abgeschwefelt und dicht verschlossen.
    Diese Futterwaben eignen sich gut zum bilden von Ablegern.
    Grüße
    Keller Stefan

    Bienen lebten tausende von Jahren ohne uns Menschen, warum dann ständig die Bienen durch durchsicht stören????

  • Also motiviert von diesem Thread habe ich noch mal nachgeschaut - weiterhin würde ich sagen daß die Futtervorräte o.k. sind. Die Völker basteln fast alle schon im Baurahmen wie auch im Honigraum. Ich habe die Beuten mit einer Kofferwaage einfach mal hinten hochgenommen und das Gewicht notiert. Werde das jetzt mal immer wieder prüfen; wesentliche Änderungen sollte ich dann eigentlich erkennen können.


    Habe aber auch den Eindruck daß die Völker hier im Grüngürtel Berlins einfach schon jetzt was finden - zwar noch vor den Baumtrachten aber es "läppert" sich eben in den Gärten der Umgebung: Weiden, Buchsbäume, Blutpflaume beginnt und Blutjohannisbeere (wenngleich die eher was für die langrüssligen Hummeln und Pelzbienen ist), Spillinge, erste Pfirsichblüten, endlos Krokusse, Cornelkirsche ist schon durch. Sind eigentlich Magnolien für Bienen interessan? Die kommen nämlich als nächste.


    Mal sehen was die Wägung mir verrät.


    Melanie

  • Hallo,


    jetzt habe ich auch eine Frage zu den Futterwaben im Brutraum: Die muss ich ja rausholen, damit der Honig nicht verfälscht wird. Der Pfefferle schreibt aber, im Brutraum müssen immer Futter/Honigwaben links und rechts am Rand hängen, damit das Volk sich stark fühlt. Was kann ich denn dann aber um diese Jahreszeit dann anstelle der Futterwaben an den Rand der Brutwaben hängen? Der eingetragene Nektar ist ja noch ganz flüssig.


    Danke für die Hilfe,


    Markus

  • Also eine Futterwabe würde ich immer drinnen lassen. Das Risiko des Umlagerns halte ich für marginal - macht doch keinen Sinn wenn jetzt Nektar rein kommt. Der wird im Honigraum gelagert und nicht umgetragenes Winterfutter. Das Winterfutter wird sukzessive ausgteauscht gegen neue Vorräte. Also alle raus bis auf ein bis zwei Futterwaben, Baurahmen davor nicht vergessen und hinter die Futterwaben mit MWs oder leeren Waben auffüllen.


    Melanie

  • Hallo, Johannes,
    laß doch einfach die Bienen ihre Situation im Stock regeln. Eingriffe um diese Jahreszeit mögen sie nicht.
    Sei doch froh, daß sie ausreichend Futter haben.
    Ich würde die Entwicklung tatenlos abwarten, auch wenns schwer fällt.
    Beste grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Melanie, ich will dich ja nicht kritisieren.
    Aber bei all deiner Arbeit für die Natur: Baurahmen sind wirklich überholt.
    Mit marginal und sukzessive kann ich nichts anfangen.
    Wäre es nicht besser, die Sprache auf die Bienen zu lenken, die jeder versteht?
    Um der Bienen willen?


    Ist nicht böse gemeint, war mit nur aufgefallen.
    Beste grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Udo,
    nur für Dich:
    marginal ==> grenzwertig, nebensächlich
    sukzessive ==> almählich, schrittweise


    und


    Der Drohnenrahmen ist immer noch aktuell, wenn nicht im hohlen Baum, Korb oder Warré usw. geimkert wird.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Danke für die Erklärungen.
    Ich meinte die Baurahmen, die aus Not Drohnenbau anzeigen. Weil der Bien aufgrund von Mittelwandvorgabe
    keinen Platz für Drohnenbrut findet.
    Da muß man mal wirklich ernsthaft drüber nachdenken, nicht anders meine ich das hier.


    Friedlich, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo