Trafo Löter für Mittelwände

  • guenther_DER_imker : Was anderes hätte mich von meinen Ingenieurskollegen auch gewundert.

    Hab mir schon mal überlegt ob ich mir sowas daheim nachbaue, aber als Ingenieur für Nachrichtentechnik lass ich von der Leistungselektronik gerne die Finger. Bin mit meinem Labornetzteil einigermaßen zufrieden. Die automatische Zeitbegrenzung das der Wabenlöter hat wäre aber noch ein nettes Zusatzfeatures.

  • ...automatische Zeitbegrenzung...nettes Zusatzfeatures.

    ...nicht nur unnötig, sondern sogar hinderlich.

    So löten hier die meisten Kollegen ein: Endkontakte kurz (ca. 3 sec.) an die Drahtenden/-nägel andrücken + wieder wegnehmen, fertig. Bei neuen Rä. mit sauberen Kontakten, einheitlich dicken MW und ruhiger Hand mag die Einschmelzzeit einheitlich sein. Bei nicht optimalem Kontakt (gebrauchte Rä., Abrutschen von der Kontaktfläche...) oder variierenden MW-Dicken wird die Zeitbegrenzung zum Hindernis. Der Nachlötversuch endet dann oft im Trennschmelzen der MW. - v.a. wenn die Übung und das Augenmaß verloren gingen, weil die letzten Versuche schon wieder 1 Jahr her sind...

  • Ein Laptop_Netzteil erwies sich bei mir als ungeeignet aus folgenden Gründen:

    a) unzureichende Leistung (12 V, 60 W) und

    b) Abschaltfunktion bei zu geringem Widerstand, wie es ein Wabendrahtstück von 1.80 m Länge darstellt.

    Zum Vergleich: Der Einlöttrafo eines bekannten Imkereibedarfshändler arbeitet mit 3 x höherer Spannung (36 V) -> er überwindet damit mühelos Kontaktschwierigkeiten infolge von Wachs-/Propolisresten bzw. Flugrost und leistet bis 150 W - wichtig gerade bei Edelstahldraht und großen Rä./Drahtlängen.

  • Ein Laptop_Netzteil erwies sich bei mir als ungeeignet aus folgenden Gründen:

    a) unzureichende Leistung (12 V, 60 W) und

    b) Abschaltfunktion bei zu geringem Widerstand, wie es ein Wabendrahtstück von 1.80 m Länge darstellt.

    Zum Vergleich: Der Einlöttrafo eines bekannten Imkereibedarfshändler arbeitet mit 3 x höherer Spannung (36 V) -> er überwindet damit mühelos Kontaktschwierigkeiten infolge von Wachs-/Propolisresten bzw. Flugrost und leistet bis 150 W - wichtig gerade bei Edelstahldraht und großen Rä./Drahtlängen.

    Hallo Imkerkollegen,


    lese immer wieder die tollsten Zahlen, oft willkürlich durcheinander interpretiert.

    Das Ohmsche Gesetz ist eigentlich ziemlich logisch zu verstehen.

    Fakten lassen sich nicht verdrehen. Die Oberfläche hat nur wenig mit dem Drahtwiderstand zu tun, wenn diese oxidiert ist. Allemal Oxidationsspuren im Wachs oder schlechte Wärmeleitung aus dem Drahtinneren zur Oberfläche des Drahtes.

    Das Ohmsche Gesetz besagt U=R * I und somit Spannung = Widerstand * Strom.

    Der Drahtwiderstand kann ja mal gemessen werden mit Multimeter, sollte so um die 12 Ohm liegen. Vareiert mit Drahtlänge, dem Querschnitt des Drahtes und dem Material.

    Der Draht wird "warm" wenn mal so ab 2 Ampere darüber fließen. Also bedeutes es für die benötigte Spannung = 12 Ohm * 2 Ampere = 24 Volt. Unter 24 Volt ist es also eher Krampf.

    Eine Formel für die Leistung lautet P = U * I also Leistung = Spannung * Strom =

    24 Volt * 2 Ampere = 48 Watt.

    Kurz um, unter 24 Volt und 50 Watt macht es wenig Sinn. Eher etwas darüber wählen, jedoch zu hoch wird es eher eine Wachsschneidemaschine wenn man nicht gut aufpasst.

    Es gibt Halogentrafos mit 24 Volt 50 Watt, Laptopnetzteile von Apfel, KFZ Lader mit 24 Volt (LKW) und einiges mehr.

    Eins noch, lasst die Finger von irgendwelchen Bastelteilen und Spartrafos mit gemeinsamen Ringkernen für primär und sekundär Wiklungen........einer muss doch auch noch den Honig ernten können 😆


    Lg Roland

  • Nun, wer es genau wissen will, darf den konkreten Widerstand seines Rä.drahtes (je nach verwendetem Rä-maß -> jeweiliger Drahtlänge) selber ausrechnen. Edelstahl hat bspw. einen spezifischen Widerstand von 0,72 Ohm x qmm/m:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spezifischer_Widerstand

    Rein rechnerisch müßte der Rä.Draht in einem ZanderRä. bei mir 6,89 Ohm haben, gemessen habe ich 7,5 Ohm bei 20 Grad C. Wenn man es ganz genau ausrtechnen will, müßte man sogar noch den Temperaturkoeffizienten einbeziehen, denn der draht soll ja ordentlich heiß werden.*

    Doch das ist nicht alles. Den spezifischen Widerstand an der Kontaktfläche vom Kabel des Löttrafos zum Rä.draht (meist via Drahtnagel; bei mir gleichzeitig der Abstandshalter/Pilzkopf) muß man auch erst einmal überwinden, ehe Strom fließen kann - v.a. bei gebrauchten Rä. Da hat sich in meiner Praxis eine höhere Spannung besser bewährt.

    Ich halte mich an meine Erfahrung, die mich von Laptop-Netzteilen abbrachte. Im Zweifel schalteten die bei mir sogar ab, weil sie offenbar 7,5 Ohm als Kurzschlußgefahr interpretierten.


    lemon70 : 6 sec. Bestromung wären mir 3...4 sec zuviel.


    * Bergische Biene : Wie rechnet man die Zeit aus, in der der Rä.draht auf über 60 Grad (= Wachsschmelztemperatur) erhitzt wird durch Bestromung und wie verändert sich sein spezifischer Widerstand während der Erhitzung?

  • Hallo,

    ich habe zwar nicht alle Beiträge gelesen, aber meinen Trafo hab ich hier noch nicht gesehen. Funktioniert hervorragend und kostet je nach Herkunft normalerweise (fast) nichts.

    Nachdem die Beleuchtung im Haus allgemein auf LED umgestellt wird, werden die einst modernen Halogenlampen nach und nach ausgemustert. Wer selber noch eine solche Lampe über hat, kann diesen Trafo verwenden. Alternativ mal im Wertstoffhof in den Container schauen.

    Zwei Kabel dran, mit je einer Klemme am Ende. Funktioniert hervorragend.

    Diese Trafos haben in der Regel auch eine Schmelzsicherung falls man mit den Kontakten aus Versehen zusammen kommt und einen Kurzschluss produziert. So passiert auch nichts. Ab und zu passiert es halt, so eine Sicherung kostet ein paar Cent und gut.

    Viel Erfolg

  • ribes : Wollte es nicht noch komplizierter darstellen, sicher kann ich noch tiefer berechnen und auch den Energiebedarf, aber sorry, hier sind wir in der Imkerei.


    Sollte nur mal dargestellt werden, worauf es ankommt.

    Widerstand des Drahtes ist der gegeben Fakt und jetzt kurz gesagt:

    Genug Spannung drann, in Volt ( 20V) und der Strom in Ampere fließt ( 2A), wenn die Quelle die 40 Watt Leistung hat. Das ist so die minimale Anforderung, mehr darf es sein. Ist ja auch eine Frage wieviel Rahmen löte ich hintereinander weg.

    Es löten auch einige mit 12 Volt KFZ Lader die genug Strom liefern, aber oft ein Geduldsspiel.

    Macht Euch also nicht verrückt, probiert mal aus was so in die Richtung geht und habt Spaß.


    Lg Roland

  • lemon70 : 6 sec. Bestromung wären mir 3...4 sec zuviel.

    ... sind aber nicht. mehrere hundert Raehmchen mit exakt 6 sec bestromt und es haelt bombe.

    Ich mache keine Wissenschaft draus, es muss einfach schnell gehen und halten.

    Kommt halt drauf an, welche Rähmchen, welcher Draht und welche Eckdaten ( Spannung / Leistung) der Trafo hat.

    Oder eben halt 24V (LKW) Lader, die Liefern dann meist auch bis zu 10 A, dann passt das auch dicke.