Winterbienen schonen durch "Einfütterungsvolk"?

  • Hallo!
    Mir ist so eine Idee gekommen und ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen.
    Da man durch späte Wanderungen/ späte Tracht manchmal das Problem hat die Winterbienen noch bisschen mit dem Einfüttern zu belasten, was sie schwächt und ihre Lebenserwartung senkt, dachte ich mir ob es denn nicht möglich wäre sich ein Volk zu nehmen, bei dem man das ganze Jahr über einfüttert.
    Die vollen Futterwaben entnimmt man dann und lagert sie Wachsmottensicher bis zum Winter. Füttern kann man dann natürlich nur mit Futtersirup, welcher nicht kristallisiert. Dieser wird sich zwar mit dem Honig vermischen, aber wenn man das Volk durch z.B. Entnahme von Brutwaben etwas schwächer hält damit sie nicht zuviel Honig bringen denke ich dürfte auch diese Mischung nicht all zu schnell kristallisieren.
    Nach dem Abschleudern kann man dann alle Völker direkt mit vollen Futterwaben ausstatten und nur noch ein wenig füttern damit es für den Winter reicht.
    Denkt ihr damit kann man die Winterbienen etwas schonen, oder ist der Einfall nicht so dolle?


    Grüße
    DerBienenmann

  • Das Einfüttern ist zugleich eine Art Reizfütterung, so entsteht die Masse der Winterbienen erst. Und dabei werden die überschüssigen Sommerbienen verbraucht. Die sonst früh im Winter als Totenfall die Beute verschmutzen.
    Also eine schlechte Idee

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    reichlich Ableger machen und die späten Wirtschaftsvölker am Ende der Saison mit diesen vereinigen. Dann hast du junge Königinnen, frischen Wabenbau und starke Einwinterungsvölker.
    Ist zumindest auch eine Möglichkeit.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Bienenfreunde!


    Ich kann mich da keinem der vorausgehenden Beiträge anschließen. Einfüttern dürfte weder eine Reizwirkung für das Volk haben, noch eine Belastung sein.


    Viel besser und tausendfach erprobt ist, dass man im zeitigen Frühjahr Ableger macht, diese den Sommer über gut füttert und bis Herbst zu einem Vollvolk bringt.


    Die Altvölker im Herbst (nach der Varroabehandlung) mit Altvölkern vereinigen. Da hat man dann im Frühjahr einerseits junge Königinnen und die Völker mit einjährigen Königinnen sind durch die Vereinigung auch volksstark.


    Die Herbstlastigkeit ist ein Übel der Imkerei und wurde von Pfefferle und auch von Armbruster (1952)bereits angesprochen.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Miteinander,
    neu ist die Idee nicht.
    Es gab schon früher die Idee, Völker extra als "Futtermacher" zu verwenden.
    Mit deren eingelagerten Futter wollte man dann z.B. bei Spättrachtnutzung, die Völker daraus bevorraten.
    Damit sollte der Konflikt Spättrachtnutzung oder Einfütterung umgangen werden.
    Ein Teil der Völker nutzt dann die Spättracht, der andere wird eingefüttert, zusätzlich mit dem Futter der Völker in der Tracht.
    Zudem gibt es ja auch noch die Möglichkeit, gesunde Völker, die ausgeschieden werden solllen, als Futtermacher zu verwenden.
    Diese produzieren Futterwaben, die dann z.B. nach dem Winter bedürftigen Völkern zugehängt werden oder für die Ablegerbildung gebraucht werden.
    Also, nicht Neues...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.