• Hallo ihr Imker, ich imkere mit Hinterbehandlungsbeuten(Kuntzsch) und würde mich gern schlau machen
    ob die Arbeitsweise auch wie bei Magazin's ist.oder ist die Arbeitsweise eine ganz
    andere:-( ! Ich habe festgestellt das die Literatur sehr oft in Richtung Magazine geht. Da ich ein alter Imker bin( 67) aber mit einer Unterbrechung von 10 Jahren.Was für Literatur gibt es auf den Markt und könnt ihr mir was empfl.Ich würde mich sehr freuen. Ich habe 10 Völker und habe sie alle über den
    Winter bekommen,bin sehr froh darüber. Danke das ihr mein Anliegen gelesen habt.

  • Moin,


    die Arbeit in Blätterstöcken gestaltet sich auf jeden Fall anders als im Magazin, nicht nur, weil sich die Bienen bei der Durchsicht aufgrund des unterschiedlichen Aufbaues der Beuten auch unterschiedlich verhalten oder man mit Magazinen flexibler imkern kann.
    Auch wenn Du kein alter Imker, sondern wohl eher im typischen Imkeralter bist :wink:, würde ich auf lange Sicht auch nicht von den Blätterstöcken auf Magazine umstellen, weil das Geschleppe und Gehebe da echt ein paar Nummern heftiger ist. Vielleicht kannst Du Dir ja allein zum Ausprobieren einfach ein, zwei Magazinbeuten mit Deinem Standmaß besetzen. Es gibt ja so Trageohren, um die Blätterstockrähmchen dort einhängen zu können. Ich mache es grade andersrum und hab mir einige alte, gut erhaltene Blätterstöcke renoviert, die ich nur zum Spaß und Zeigen besetzen werde.


    Bei der Literatur gibt es kaum noch etwas zu Blätterstöcken in den regulären Verlagsprogrammen, dafür aber in Antiquariaten. Ein Klassiker ist wohl das Buch von Eva Englert: Imkern im Blätterstock, ISBN-10: 3431027385. Leider recht teuer. Aber melde Dich gerne mal per PN, ich hab´s im Schrank stehen.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Bienen1000!


    In der grundsätzlichen Bearbeitung (Erweiterung, Varroabehandlung, Einfütterung usw) sind keine Unterschiede gegeben. Aber bei Hinterbehandlungsbeuten kommt man sehr schnell an seine Grenzen. Die Erweiterung ist nur begrenzt möglich, bei der Varroabehandlung kann auch nicht jedes System verwendet werden. Im Gesamten gesehen ist die Flexibilität nicht gegeben, insbesondere bei Erstellung von Zwischenbodenablegern (Fluglingen) oder beim Vereinigen von Völkern.


    Einer meiner Imkerkollegen hat aus Hinterbehandungsbeuten einfach Magazinbeuten gemacht. Also die Kisten an den jeweiligen Stelle auseinander geschnitten und die ehemals hintere Seite mit Brettern verschlossen. Funktioniert angeblich sehr gut. Man muss unbedingt darauf achten, dass bei einem solchen Vorhaben der "bee-space" zwischen den Magazinen gegeben ist (grundsätzlich 8 mm, +/- 2 mm)


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Bienen1000!
    .............
    Einer meiner Imkerkollegen hat aus Hinterbehandungsbeuten einfach Magazinbeuten gemacht. Also die Kisten an den jeweiligen Stelle auseinander geschnitten und die ehemals hintere Seite mit Brettern verschlossen. ......MfG
     
    Honigmaul


     
    Hallo!
     
    Kuntzsch- Maß im Magazin ist ein Problem. Die Tragohren der Rähmchen sind 6 mm lang, d.h. kürzer als der Bee- Space. Deshalb sind die Rähmchen in der HBB auf L-Schienen gelagert und nicht in einer ins Holz gefräßten Nut wie bei HBB im DNM.
     
    Die Aufsteckgeschichten zur *Ohrverlängerung* sind nichts Halbes und nichts Ganzes, bei anderen Systemen, Auflageschienen oder -leisten lassen sich die Rähmchen nicht nach oben ziehen, ohne die Bienen wütend zu machen, Einhängen dito.
     
    Da mir das Kuntzsch- Maß mehr zusagt als DNM (trotz gleicher Fläche), habe ich mit einem Magazin im Vorjahr probiert und bin zu dem (Ent)Schluss gekommen, die Rähmchen für meine neuen Beuten mit modifizierten Oberträgern (Ohrenlänge) zu bauen.
     
    Umbau der HBB (Kuntzsch) ist deshalb nicht zu empfehlen, der Rattenschwanz an Problemen vergällt das Imkern.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich weiß nicht ob es bei dir geht.
    Aber ich habe , als ich noch mit Rämchen geimkert habe, so manches Volk einfach umgesetzt in dem ich auf die vorhandenen Rämchen einfach eine verlängerte, zu meinem Magazin passende, Oberträgerleiste mit zwei kleinen ( 3 x30 mm) Schrauben oben aufgeschraubt habe. Die alten Rähmchen haben ja alle noch 10 mm Oberträgerstärke. Nochmal 10 mm draufgeschraubt ergiebt super stabile Rämchen :wink:.
    Die Bienen verkitten alles noch zusätzlich bombenfest.
    Mit einem Helfer, oder einer Ablage wo die Rähmchen nicht kippen können, lässt sich das ganze mit einem Acku-Schrauber schnell und relativ erschütterrungsfrei bewerkstelligen. ( Neue Oberträgerleisten vorher vorbohren ! Und auf mittiges aufsetzen achten. Am besten vorher ein paar Trockenübungen mit ein paar leeren Rämchen durchführen. Auf die Magazine muß man dann natürlich die 10 mm zusätzliche Wabenhöhe unten in Form von Leisten anheften.)
    Zum ausprobieren reicht die Methode bestimmt. Und so kann man die Rämchen wiederverwenden.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Bin mir nicht ganz im klaren, ob Bienen1001 Literatur speziell für Magazine sucht oder eben für HBB.


    Daheim habe ich noch: "Kleine Imkerschule" von Grete Meierhoff. Aus DDR- Zeiten, wo erstmals bei mir der Wunsch auftauchte, zu imkern. Das ist nun speziell für HBB geschrieben, jedoch ist da sicher nicht viel drin, was jemanden, der bereits mit HBB imkerte, zu neuen Erkenntnissen führen würde.


    Für die Magazin- Betriebsweise fand ich wirklich gut: Karl Schuster, "Imkern mit dem Halbzargen- Magazin", den Liebig "Einfach imkern", und den Lampeitl ("bienen halten" ?). Pfefferle zwar auch, aber die vielfältigen Eingriffe in das Brutnest sind mir suspekt. Auch, das gefühlte 1/2 des Buches Werbung für das "Ruck-Zuck- Kästchen" gemacht wird.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)