Essigsäuregeruch in den Waben

  • Guten Abend zusammen!


    Folgende Schwierigkeit macht mir derzeit Gedanken:
    Bei zweien meiner Völker wollte ich in absehbarer Zeit die HR aufsetzen. Diese habe ich letzten Herbst nach massiven Wachsmottenproblemen in den Vorjahren in einem Zargenturm gelagert, in dem ab und zu Essigsäure verdunsten lassen wurde. Das Ganze natürlich bei geschlossenem Boden und Deckel, da sonst jeglicher Effekt ausbleiben würde.
    Gestern habe ich die Türme geöffnet und gesichtet und wie erwartet gabe es nur minimale Mottenlarvenspuren.
    Die Zargen samt Wabven riechen jetzt allerdings bestialisch nach Essigsäure und ich frage mich, wann und wie ich diesen Geruch da wieder rauskriege und ob mein Honig nicht nachher sauer wird / schmeckt?
    Hat jemand der ebenfalls mit Essigsäure arbeitet Erfahrungen mit diesem Problem und evtl. sogar eine Lösung oder beruhigende Worte für mich? Wäre ja schade diese gut ausgebauten Waben alle entsorgen zu müssen.


    Es dankt und grüßt
    der Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,
    1-2 Tage an der frischen Luft, möglichst ohne Zugang für die Bienen, und der Duft ist weg.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo, Patrick,
    ich kann Eisvogel positiv bestätigen, auslüften lassen hilft zu 100% - Essigsäure ist relativ leicht flüchtig.
    Also keine Sorge.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • War mir auch neu. Ich hab in diesem Winter auch eine Zarge Bebrütete überwintert, da diese mit Melezitosehonig voll waren und ich nicht mehr dazu gekommen bin, sie zu schmelzen.
    Ich hab sie ohne Behandlung in einer offenen Holzhütte, in der ich neben meinem Brennholz meine Imkereiutensilien lagere, liegen lassen.


    Nicht eine Motte.

  • Moin,
    ich hab schon (verhungerte) Wachsmottenlaven in alten Paketen mit MWs gefunden - es riecht nach Wachs, Mama legt Eier, es ist warm genug - und dann kein Eiweiß drin...
    Versuchen tun sie es überall, wo Wachs ist.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Partick,


    ich bin bisher ganz gut ohne zusätzliche Chemie ausgekommen.
    Bisher habe ich nur unbebrütete Waben gelagert und nur wenig Probleme gehabt.
    Die Waben sehe ich im Winter mehrmals durch. Wenn ich Fraß Spuren finde sortiere ich
    die Waben aus und schmelze sie ein. So verliere ich max. 10% meiner Honigwaben im Winter.
    Dieses Jahr habe ich erstmals ( Vielen Dank an Sabi(e)ne ) die Waben mit Fraß Spuren eine oder
    zwei Nächte in den Frost raus gestellt.
    Ergebnis: Nicht eine aussortierte Wabe über den Winter. Keine zusätzlichen Säuren im Einsatz.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Wir haben die Zargen, bevor wir sie für den Winter verstaut haben, über Nacht in die Tiefkühltruhe gegeben. Danach waren auch alle Wachsmotten tot. Dann musste man sie nur Mottendicht verstauen und hatte keine Probleme.
    Diesen Winter haben wir unbebrütet eingelagert ohne sie vorher einzufrieren. Es ist wie Sabi(e)ne bei den MW beschrieben hat, auf einigen Waben sind verhungerte Maden zu sehen. Schäden sind auf den Waben minimal.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Moin miteinander!
    Die Pollennester, welche Uwe ansprach, sind auch Ausgangspunkt meines Mottenproblems im Herbst / Winter. In der Waldblütentracht tragen bei mir hier nämlich fast alle Völker mehr oder minder viel Pollen auch in die HR ein und da beginnt dann bei der Einlagerung die Schwierigkeit.
    War heute morgen gleich wieder im Keller und muss sagen ich bin beruhigt, der Essiggeruch ist fast weg :-D.
    Das Einfrieren vor dem Einlagern habe ich auch mal versucht, aber nach der 2. Zarge drangegeben, da meine Gefrierschrank da bereits randvoll war. Und der Arbeitsaufwand ist auch nicht zu unterschätzen, jede Wabe raus und wieder rein, bei X Honigräumen, da gibt`s Schöneres.
    Aber meine Methode hat so ja erstmal geklappt, trotz nötiger Chemie, die meines Wissens aber rückstandsfrei verfliegt?!


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Christian,
    werden die Waben dadurch nicht spröde und brüchig?
    Viele Grüße
    Lothar


     
    Ja, bis sie wieder im Bienenvolk sind. Wenn sie ein paar Tagen im Bienenvlk waren, mag ich sie nicht mehr an Hand der Sprödigkeit oder Brüchigkeit von neu ausgebauten Waben unterscheiden. Auch beim Schleudern gibt es keine Probleme.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"